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18 Filme und Serien mit dem unvergleichlichen Gary Oldman

Gary Oldman
Gary Oldman hat eine Vorliebe für düstere sowie anspruchsvolle Rollen. Bild: © picture alliance / abaca | Hahn Lionel/ABACA 2020

Gary Oldman ist seit 1982 im Schauspielgeschäft tätig und hat in über 100 Produktionen mitgewirkt. Dort das Beste herauszufiltern ist gar nicht so einfach, denn selbst dann bleibt noch eine lange Liste übrig. Wir haben also das Beste vom Besten ausgesucht und in dieser Übersicht zusammengestellt. Mit dem Wissen, dass trotzdem noch viele Highlights fehlen.

"JFK: Tatort Dallas" (1991)

Als Regisseur Oliver Stone 1991 "JFK" veröffentlicht, ist Gary Oldman schon fast ein Jahrzehnt als Schauspieler tätig. Seine Rolle in dem Film mit Kevin Costner ist zwar vergleichsweise klein – sofern man das überhaupt sagen kann bei einem Streifen, der über drei Stunden lang ist –, doch sie ist entscheidend: Er spielt in dem Thriller über das Attentat auf US-Präsident John F. Kennedy den vermeintlichen Täter Lee Harvey Oswald. Damals ist Gary Oldman 33 Jahre jung.

"Bram Stokers Dracula" (1992)

Wenn Regie-Virtuose Francis Ford Coppola ("Apocalypse Now", "Der Pate") ruft, nehmen die meisten Schauspieler sein Angebot an. Für Gary Oldman bedeutet es, dass er sich ein Jahr nach "JFK" in den wohl berühmtesten Vampir der Geschichte verwandelt: Dracula. Als Fürst der Finsternis hat er es auf die schöne Mina Murray (Winona Ryder) abgesehen, die sich nur schwer seinem Charme entziehen kann.

Für "Bram Stokers Dracula" gibt es drei Oscarauszeichnungen: für das bester Kostümdesign, die besten Soundeffekte und das beste Make-up.

"Léon: Der Profi" (1994)

Als korrupter DEA-Agent Norman Stansfield macht Gary Oldman Léon (Jean Reno) und seinem Schützling Mathilda (Natalie Portman) das Leben schwer. Er hat nämlich kurzerhand die Eltern und den kleinen Bruder der Zwölfjährigen getötet, die anschließend bei Léon Schutz findet. Mathilda lernt das Handwerk, um zum Auftragskiller zu werden – so wie Léon. Gemeinsam machen sie sich auf die Jagd von Stansfield, um Rache an Mathildas Familie zu  üben.

"Murder in the First" (1995)

Gary Oldman scheint in den 1990er-Jahren Gefallen an fiesen Charakteren zu haben. In dem Gefängnisfilm "Murder in the First" spielt er den stellvertretenden Gefängnisdirektor Milton Glenn, für den über drei Jahre Isolationshaft inklusive Folterung eine akzeptable Rehabilitationsmaßnahme seiner Häftlinge ist. Für den Insassen Henri Young (Kevin Bacon) ist es die Hölle auf Erden und er kommt als gebrochener und psychisch labiler junger Mann zurück in seine Zelle.

Die Folge der jahrelangen Misshandlungen: Young tötet jemanden im Gefängnis. Dafür muss er sich nun vor Gericht verantworten und bekommt dafür den jungen, aber entschlossenen Pflichtverteidiger James Stamphill (Christian Slater) zur Seite gestellt.

"Das fünfte Element" (1997)

Der Film ist nach "Léon: Der Profi" die zweite Zusammenarbeit von Gary Oldman und Regisseur Luc Besson. Oldman verkörpert Jean-Baptiste Emanuel Zorg, den Leiter eines Wirtschaftsimperiums, der mit dem Bösen zusammenarbeitet. Zorg soll für das Böse vier elementare Steine beschaffen. Findet er das fünfte Element, steht die Auslöschung der Erde bevor. In all das ist unwillentlich Korben Dallas (Bruce Willis) verwickelt, der zufällig Leeloo (Milla Jovovich) trifft, die vor Zorg auf der Flucht ist.

"Air Force One" (1997)

Und wieder wird Gary Oldman zum Badass. Dieses Mal spielt er Ivan Korshunov, einen Anhänger des gestürzten Diktators Radek, der daraufhin die Air Force One samt US-Präsident James Marshall (Harrison Ford) entführt. Der ist nämlich in Zusammenarbeit mit Russland dafür verantwortlich, dass Radek gefangen genommen wurde. Korshunov fordert die Freilassung des Diktators – anderenfalls werde er alle 30 Minuten eine Geisel töten ...

"Hannibal" (2001)

Auch in "Hannibal" spielt Gary Oldman mit. Oldman übernimmt neben Anthony Hopkins und Julianne Moore (als Clarice Starling) eine der Hauptrollen. Er spielt Mason Verger, ein ehemaliges Opfer von Hannibal Lecter und der einzige, der je die Taten von Lecter überlebt hat. Darum hat er ein Kopfgeld in Höhe von drei Millionen US-Dollar auf den Serienkiller ausgesetzt, der inzwischen unter falschem Namen in Florenz lebt. Er setzt alles daran, um Lecter endgültig das Handwerk zu legen und Rache zu üben.

"Friends" (2001)

Gary Oldman spielt sogar in zwei Episoden der beliebten Sitcom "Friends" mit. Gemeinsam mit Joey-Darsteller Matt LeBlanc steht er für einen Kriegsfilm vor der Kamera, wobei sich die beiden ein feucht-fröhliches Spuck-Duell liefern. Es ist ein kurzer, aber sehr unterhaltsamer und unvergesslicher Auftritt von Gary Oldman in "Friends".

"Harry Potter"-Filme (2004 - 2011)

In den "Harry Potter"-Filmen ist Gary Oldman als Sirius Black eine wichtige Bezugsperson für den Zauberschüler. Er ist der Patenonkel von Harry Potter und die letzte Verbindung, die der Junge zu seinen ermordeten Eltern hat. Die beiden lernen sich jedoch erst im dritten Teil der Reihe kennen, da Sirius Black in Askaban einsitzt. Zunächst hält Harry Potter den Sträfling für seinen Feind, muss jedoch bald erkennen, dass er das komplette Gegenteil davon ist. Fortan kreuzen sich ihre Wege immer wieder und selbst im finalen Kampf gegen Voldemort weicht Sirius Black seinem Patensohn nicht von der Seite.

  • "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" (2004)
  • "Harry Potter und der Feuerkelch" (2005)
  • "Harry Potter und der Orden des Phönix" (2007)
  • "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2" (2011)

Nolans "Batman"-Trilogie (2005 - 2012)

Bis Mitte der 2000er-Jahre arbeitet Gary Oldman mit allen großen Hollywood-Regisseuren zusammen. Einer der wenigen, der noch fehlt, ist Christopher Nolan. 2005 kommt der gebürtige Brite dann doch in den Genuss, in einem Film des Masterminds mitzuspielen – und hängt noch zwei weitere Zusammenarbeiten dran. In den Comicverfilmungen über Gothams Rächer übernimmt Gary Oldman die Rolle von Jim Gordon, dem Commissioner der Polizei von Gotham City und Verbündeten von Batman.

"Dame, König, As, Spion" (2011)

Aufgrund seiner Performance in dem von Kritikern gelobten Thriller, der auf dem gleichnamigen Buch von John le Carré basiert, erhält Gary Oldman seine erste Oscarnominierung – und zwar als bester Hauptdarsteller. Er spielt den britischen Spionageprofi George Smiley, der sich während des Kalten Kriegs eigentlich schon im Ruhestand befindet. Doch er wird zurückgeholt, denn auf ihn wartet eine schwere Aufgabe: Im MI6 befindet sich ein Spion der Sowjetunion und Smiley ist der Einzige, der die Fähigkeiten besitzt, ihn zu entlarven.

"Die dunkelste Stunde" (2017)

Es dauert noch sechs weitere Jahre nach seiner ersten Nominierung, bis Gary Oldman seinen ersten Oscar in den Händen halten darf. Doch seine Darstellung von Winston Churchill in "Die dunkelste Stunde" sucht seines Gleichen. Er gibt einen facettenreichen Premierminister, der seine Ecken und Kanten hat. Zur Zeit des Zweiten Weltkriegs möchte wohl niemand in dessen Haut stecken: Mit seinem Handeln entscheidet sich, ob er zum Retter oder Zerstörer der Nation wird.

Gary Oldman unter dem Fatsuit und dem Make-up zu erkennen, ist schier unmöglich. Kein Wunder, dass das Make-up- und Hairstyling-Department ebenfalls einen Oscar einheimst.

"Mank" (2020)

Winkt 2021 etwa der nächste Oscar für Gary Oldman? Nach seiner grandiosen Darstellung von Drehbuchautor Herman J. Mankiewicz zumindest nicht gerade abwegig. In dem Schwarz-Weiß-Film mit Amanda Seyfried erzählt Regisseur David Fincher den Entstehungsprozess von "Citizen Kane", dessen Drehbuch von Mankiewicz verfasst wurde. Der ist ein gefeierter Hollywood-Autor, bis er sich durch seine Alkoholeskapaden und Aussagen immer weiter ins Aus schießt. Mit seinem Drehbuch rechnet Mank mit der Branche ab. Nicht fehlen darf natürlich auch der berühmt-berüchtigte Streit zwischen Mank und Orson Welles hinsichtlich der Autorenschaft.

Ich bin mir sicher, bald hören wir im Zusammenhang mit "Mank": And the Oscar goes to ...

Ausblick: Neue Filme mit Gary Oldman

  • "Slow Horses" (Thrillerserie; TV-Start: 2021)
  • "Crisis" (Thriller; Kinostart: 2021)
  • "The Woman in the Window" (Krimi, Thriller; Kinostart: tba)
  • "Flying Horse" (Biopic; Kinostart: tba)
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