Alle Mini-LED-Gaming-Monitore im Überblick

samsung-odyssey-neo-g8-monitor-gaming
Der Samsung Odyssey Neo G8 kombiniert Quantum Dots mit Mini-LEDs. Bild: © Samsung 2022

Im Jahr 2022 kommen mehrere Mini-LED-Monitore für Gaming auf den Markt. Die ersten Modelle sind schon erhältlich. Das sind die bereits verfügbaren und die angekündigten Mini-LED-Monitore.

Samsung Odyssey Neo G9: 49-Zoll-Ultrawide mit 240 Hertz

samsung-odyssey-neo-g9-monitor fullscreen
Samsung Odyssey Neo G9 Bild: © Samsung 2022

Der Samsung Odyssey Neo G9 ist als einer der ersten Mini-LED-Monitore im Jahr 2021 auf den Markt gekommen. Er hat die Größe von zwei nebeneinander platzierten 27-Zoll-Monitoren und dank einer scharfen Auflösung von 5.120 x 1.440 Pixeln erlebst Du eine detaillierte Grafik – eine starke Grafikkarte vorausgesetzt. Samsung spricht von "Quantum Mini LED" für ein VA-Panel mit Quantum Dots für viele darstellbare Farben und Mini-LEDs als Hintergrundbeleuchtung.

Mit FreeSync Premium Pro und G-Sync-Kompatibilität ist für eine flüssige Darstellung ohne Bildrisse gesorgt. Eine Bildwiederholrate von 240 Hertz sorgt für eine scharfe Bewegungsdarstellung, sofern die Spiele mit entsprechend vielen FPS (Bildern pro Sekunde) laufen. Es gibt 2 x HDMI 2.1 und 1 x DisplayPort 1.4, um Konsolen und PCs anzuschließen.

Im Test von Rtings konnte der Monitor eine Wertung von 8.5 von 10 Punkten für Gaming einheimsen und für das HDR-Gaming waren es noch 8.1 von 10 Punkten – das macht ihn zu einem der besten getesteten Gaming-Monitore. Er hat allerdings seinen Preis.

Samsung Odyssey Neo G9 Jetzt kaufen bei

 

AOC Agon AG274QXM & AG274QZM: 27 Zoll mit QHD-Auflösung

AOC-Agon-AG274QZM-Monitor fullscreen
AOC Agon AG274QXM Bild: © AOC 2022

Der AOC Agon AG274QXM und der AG274QZM sind 27 Zoll große Mini-LED-Monitore mit einer QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln. Das IPS-Panel bietet eine gute Blickwinkelstabilität, doch der native Kontrast fällt gegenüber VA-Panels geringer aus. Dank FreeSync Premium Pro und G-Sync-Kompatibilität wird ein Tearing-freies Bild geboten. Die Bildschirme sind werkskalibriert und sollten sich daher auch für die Bildbearbeitung gut eignen.

Beide Monitore sind nach dem Standard VESA DisplayHDR 1000 zertifiziert und AOC nennt konkret 576 lokale Dimmingzonen. Zum Vergleich: Fernseher mit Full Array Local Dimming haben meist um die 50 Dimmingzonen. Zwar bieten IPS-Bildschirme einen geringeren nativen Kontrast als VA-Bildschirme, aber die Mini-LEDs könnten den Nachteil mehr als ausgleichen.

Beide Monitore bieten 2 x HDMI 2.1, 1 x DisplayPort 1.4 und 1 x USB-C 3.0 mit DisplayPort 1.4, wobei letzterer auch als KVM-Switch funktioniert für den eingebauten USB-Hub. So kann der Nutzer seine Tastatur und seine Maus mit einem Knopfdruck wahlweise mit PC oder Laptop nutzen.  Außerdem erlaubt der USB-C-Port das Aufladen mit 65 Watt. Die Bildschirme unterscheiden sich vor allem durch die Bildwiederholrate. Die liegt beim AG274QXM bei 170 Hertz, beim AG274QZM sind es 240 Hertz. Die UVP des AG274QXM liegt bei 1.089 Euro.

AOC AG274QXM Jetzt kaufen bei

 

Cooler Master GP27-FUS/-FQS: 27 Zoll mit QHD/4K-Auflösung

Cooler-Master-GP27-FUS-GP27-FQS-Micro-LED-Monitore fullscreen
Der Cooler Master GP27-FUS und der GP27-FQS haben dasselbe Design. Bild: © Cooler Master 2022

Der Cooler Master GP27-FUS und der GP27-FQS sind 27 Zoll große Mini-LED-Monitore mit IPS-Panel. Es gibt 576 einzeln ansteuerbare Dimmingzonen und die Maximalhelligkeit soll im HDR-Modus bis zu 1.200 Nits betragen. Die Monitore sind nach DisplayHDR 1000 zertifiziert, Quantum Dots sorgen für natürliche Farben. Beide Modelle profitieren von FreeSync Premium.

Die Unterschiede: Der Cooler Master GP27-FUS löst mit 3.840 x 2.140 Pixeln auf und hat eine Bildwiederholrate von 160 Hertz, der GP27-FQS hingegen löst mit 2.560 x 1.440 Pixeln auf und erreicht eine Bildwiederholrate von 165 Hertz. Beide Monitore haben einen DisplayPort 1.4 und zwei HDMI-Anschlüsse, doch nur beim GP27-FUS handelt es sich um HDMI 2.1, beim anderen Modell um HDMI 2.0. Dank USB-C mit 90-Watt-Leistung können Laptops an den Bildschirmen aufgeladen werden.

Spannend: Der US-Preis des GP27-FQS mit QHD-Auflösung liegt bei nur 699 US-Dollar, was für Mini-LED-Verhältnisse relativ wenig Geld ist.

Acer X27 S: 27 Zoll, 4K, 160 Hertz

Acer-X27-S-mini-led-monitor fullscreen
Acer X27 S Bild: © Acer 2022

Der Acer X27 S setzt auf Mini-LEDs, die in 576 Dimmingzonen unterteilt sind. Es handelt sich um einen 27 Zoll großen 4K-Monitor mit einer Bildwiederholrate von 160 Hertz, der sowohl FreeSync Premium unterstützt als auch G-Sync-kompatibel ist. Er deckt laut Hersteller 99 Prozent des Adobe RGB-Farbraums ab und erreicht eine Maximalhelligkeit von 1.200 Nits bei HDR-Inhalten. Es gibt eine offizielle Vesa DisplayHDR 1000-Zertifizierung.

Die Anschlüsse: 2 x HDMI 2.1, DisplayPort 1.4 und ein USB-C-Port, der Laptops mit 65 Watt aufladen kann. Auch ein USB-Hub wird geboten. Informationen zu Preis und Veröffentlichungsdatum stehen noch aus.

Samsung Odyssey Neo G8: 32 Zoll, 4K, 240 Hertz

Samsung hat mit dem Odyssey Neo G8 alias S32BG85 auf der CES 2022 einen weiteren Mini-LED-Monitor angekündigt. Der 32 Zoll große gekrümmte Bildschirm bietet eine scharfe 4K-Auflösung und eine Bildwiederholrate von 240 Hertz für eine scharfe Bewegtbilddarstellung. Die Maximalhelligkeit soll bei 2.000 Nits liegen und Quantum Dots erweitern den Farbraum.

An die beiden HDMI 2.1-Ports lassen sich Konsolen wie PS5 und Xbox Series X anschließen, für den PC gibt es einmal DisplayPort 1.4. Die Fragen nach Preis und Verfügbarkeit bleiben noch unbeantwortet.

Acer X32 FP: 32 Zoll, 4K, 165 Hertz

Acer-X32-FP-monitor-mini-led fullscreen
Acer X32 FP Bild: © Acer 2022

Der Acer X32 FP bietet eine 4K-Auflösung auf einem IPS-Panel. Die Mini-LEDs sind in 576 Beleuchtungszonen aufgeteilt und die Bildwiederholrate liegt bei 165 Hertz. Der Monitor ist mit G-Sync kompatibel und die Maximalhelligkeit soll bei 1.200 Nits liegen. Die Quantum Dots ermöglichen angeblich eine 99-prozentige Abdeckung des Adobe RGB-Farbraums, was für die professionelle Bildbearbeitung willkommen wäre. Überhaupt liegt neben dem Gaming auf der Bildbearbeitung ein Fokus, so hat der Monitor laut Hersteller einen werkskalibrierten sRGB-Emulationsmodus.

Die offizielle DisplayHDR 1000-Zertifizierung verwundert bei der Technik nicht. Am Acer X32 FP sind ganze 4 HDMI-2.1-Ports angebracht, außerdem 1 x DisplayPort 1.4 und USB-C mit 90-Watt-Laden. Auch ein KVM-Switch ist dabei, dieser erlaubt den Einsatz der 2 USB-2.0- und 2 USB 3.0-Anschlüsse mit einem via USB-C verbundenen Gerät, etwa einem Laptop. So kann der Nutzer seine Tastatur und seine Maus mit einem Knopfdruck wahlweise mit PC oder Laptop nutzen. Die unverbindliche Preisempfehlung für die USA liegt bei 1.800 US-Dollar.

ViewSonic XG321UG: 1.152 Dimmingzonen, DisplayHDR 1400

ViewSonic-XG321UG-mini-led-monitor fullscreen
ViewSonic XG321UG- Bild: © ViewSonic 2022

Der ViewSonic Elite XG 321UG ist ein 32 Zoll großer 4K-Monitor mit IPS-Display und einer 140-Hertz-Bildwiederholrate. Im Vergleich zu vielen anderen Monitoren auf dieser Liste hat er einige Vorzüge. So sind die Mini-LEDs in 1.152 Dimmingzonen statt nur in 576 aufgeteilt, was das Überstrahlen von hellen Bildinhalten ("Halo"-Effekte) besser vermeiden dürfte. Und der Monitor ist nach DisplayHDR 1400 zertifiziert, entsprechend liegt die Maximalhelligkeit bei 1.400 Nits. Eine weitere Besonderheit ist das eingebaute G-Sync-Modul, was dem Bildschirm eine G-Sync Ultimate-Zertifizierung beschert.

Im Vergleich zu G-Sync-kompatiblen Monitoren sind jene mit physischem Modul in der Lage, die Bilder über die gesamte Hertz-Bandbreite zu synchronisieren, hier von 1 Bild pro Sekunde bis hin zu 150. Obendrein ist Nvidia Reflex an Bord für eine geringe Eingabeverzögerung. Es gibt 3 x HDMI 2.0, also leider kein HDMI 2.1, sowie 1 x DisplayPort 1.4. Der Monitor soll noch im ersten Quartal für 2.500 US-Dollar in den USA erscheinen, für Europa gibt es noch keine Angaben.

Was ist Mini-LED?

Mini-LED-Displays sind LCD-Bildschirme mit winzigen LED-Lichtern als Hintergrundbeleuchtung. Die Monitore nutzen eine weiterentwickelte Full Array Local Dimming-Technologie, die Mini-LEDs werden also in Beleuchtungszonen unterteilt. Sinn der Übung ist vor allem eine eindrucksvolle HDR-Darstellung, denn mit Mini-LEDs lässt sich der Bildkontrast präziser steuern als mit größeren LEDs und weniger Zonen.

Im Vergleich zu OLEDs können Mini-LED-Displays großflächige helle Flächen wie einen Standstrand oder einen blauen Himmel heller darstellen. Ein Vorzug ist auch, dass sie bei statischen Inhalten wie Logos nicht einbrennen. Dafür erreichen sie nicht die pixelgenaue Beleuchtung von OLED-Bildschirmen.

Hier erfährst Du mehr über die Technik: Mini-LED-TVs: Diese Vorteile bieten die neuen LCD-Fernseher

Angebot
Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Monitore

close
Bitte Suchbegriff eingeben