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Architektur fotografieren: Tipps & Tricks für atemberaubende Fotos

Archtitektur ist Kunst – Fotografieren auch.
Archtitektur ist Kunst – Fotografieren auch. Bild: © Pixabay/jpeter2 2022

Ob Du Deine Skills verbessern oder Dich das erste Mal an Architekturfotografie versuchen willst: Wir verraten Dir, worauf es ankommt, wenn Du Architektur fotografieren möchtest.

Architektur ist Kunst – das sagt uns schon die wörtliche Übersetzung des lateinischen Begriffs "architectura" (= "Baukunst"). Gebäude sind mehr als nur Unterschlupf, sie sind auch kulturelle Symbole. Architekturfotografie geht daher über das reine Dokumentieren von Bauwerken hinaus. Es ist eine eigene Kunstform. Hier bekommst Du praktische Tipps zur richtigen Ausrüstung, zur Motivwahl, zu Zeit, Licht und Perspektive, um mit Deinen Fotos der Kunst gerecht zu werden.

Die richtige Kamera

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Eine gute Kamera ist handlich und besitzt ein Wechselobjektiv. Bild: © TURN ON 2018

Das Gute vorweg: Gebäude sind in der Regel unbeweglich. Daher braucht Deine Kamera nicht so viele Funktionen wie bei der Sportfotografie. Gut beraten bist Du mit einer DSLR oder einer Systemkamera mit wechselbarem Objektiv, die nicht zu schwer ist, sodass Du sie auf Erkundungstouren durch die Stadt immer mitnehmen kannst. Weniger entscheidend für Architekturfotografie sind Kamera-Funktionen wie ein schneller Autofokus oder eine schnelle Serienbildfunktion. Praktisch hingegen ist ein Selbstauslöser für verwacklungsfreie Aufnahmen.

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Kamera-Zubehör

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Ein Vorteil der Architekturfotografie: Gebäude halten fürs Foto still. Bild: © Pexels/ben neale 2022

Zum Fotografieren von unbeweglichen Objekten wie Gebäuden ist ein Stativ oftmals empfehlenswert. Dieses gibt Stabilität und sorgt so dafür, dass Bilder nicht verwackeln. Willst Du bei wenig Licht fotografieren, ist ein Stativ unabdingbar. Es erlaubt Dir, auch längere Belichtungszeiten zu wählen, damit die Motive auf den Fotos gut zu erkennen sind.

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Das richtige Objektiv

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Willst Du eher Details oder ganze Gebäude erfassen? Danach richtet sich die Objektivwahl. Bild: © Pixabay/analogicus 2022

Das eine richtige Objektiv für die Architekturfotografie gibt es  nicht. Stattdessen ist es empfehlenswert, unterschiedliche Objektive für verschiedene Einsatzzwecke zur Verfügung zu haben. Zum Beispiel:

  • Objektiv mit Festbrennweite: Es liefert scharfe Bilder mit wenig Verzerrung und ist am besten für das Fotografieren im Dunkeln geeignet.
  • Zoom-Objektiv: Damit fängst Du entfernte Gebäude oder Strukturen ein, zum Beispiel an einem Hochhaus, die ansonsten nicht zu erreichen wären.
  • Weitwinkelobjektiv: Es ist ideal für das Einfangen großer Flächen, Strukturen und Gebäude geeignet, allerdings drohen Verzerrungen an den Rändern.
  • Tilt-Shift-Objektiv: Damit kannst Du den Winkel des Objektivs unabhängig vom Winkel der Kamera einstellen. Das verhindert optische Verzerrungen, parallele Linien erscheinen wirklich parallel.

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Das Motiv

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Historische Gebäude bieten oft viele interessante Details. Bild: © Pexels/antonio filigno 2022

In einer Stadt musst Du vermutlich nicht lange nach einem Motiv suchen. Fange mit Gebäuden an, die Deine Aufmerksamkeit erregen oder die Dir persönlich etwas bedeuten. Architektonisch interessant sind häufig Regierungsgebäude, Museen oder historische Wahrzeichen. Alte Gebäude haben oft einen ganz besonderen Charme und selbst verfallene Ruinen bieten spannende Bildmotive. Demgegenüber stehen moderne Design-Häuser oder futuristisch wirkende Architektur, die ebenso zum Fotografieren einladen.

Wusstest Du, ...

... dass das älteste erhaltene Foto, "Blick aus dem Arbeitszimmer", Teile von Gebäuden und der umgebenden Landschaft zeigt? Das Bild stammt von 1826 oder 1827. Architekturfotografie hat also eine lange Geschichte!

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Manchmal sind gute Locations echte Glückstreffer. Bild: © Pexels/BERK OZDEMIR 2022

Hilfreich bei der Suche nach einer beliebten Foto-Location kann die Website Shot Hot Spot sein. Diese Seite nutzt die Geo-Informationen, die in Fotos von Flickr und Co. stecken, um populäre Foto-Spots zu identifizieren.

Die Perspektive

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Suche in Deinen Motiven nach Linien, Mustern, Strukturen. Bild: © Pexels/iSAW Company 2022

Hast Du ein Motiv gefunden, lerne es erst einmal kennen. Gehe zum Beispiel herum und schaue es Dir aus verschiedensten Blickwinkeln an. Gerade bei historischen Gebäuden kann es sich auch lohnen, sich mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Eventuell erfährst Du etwas über ein besonderes Merkmal, das Du auf Deinem Foto herausstellen willst. Überlege Dir, ob Du eher das Gebäude als Ganzes oder bestimmte Details festhalten möchtest. Davon hängt wiederum die Objektivwahl ab.

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Diagonale Linien bringen Bewegung ins Bild. Bild: © Pexels/Ivan Cujic 2022

Nimm Dir Zeit, um mit verschiedenen Perspektiven zu spielen. Suche nach Linien, wiederkehrenden Mustern, spannenden Gegensätzen und ungewöhnlichen Formen. Unterschiedliche Linien erzeugen unterschiedliche Wirkungen: Waagerechte Linien lassen ein Bild eher ruhig wirken, vertikale Linien werden mit Größe oder Kraft assoziiert, diagonale Linien schaffen Bewegung und geschwungene Linien wirken natürlicher als viele vom Menschen geschaffene Strukturen.

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Drohnen erlauben Dir, eine Vogelperspektive einzunehmen. Bild: © Pexels/C. Cagnin 2022

Tipp: Wenn es darum geht, Architektur im Ganzen zu fotografieren, kann eine Drohne hilfreich sein. Mit dieser kannst Du neue Perspektiven einnehmen.

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Die Zeit

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Unterschiedliche Jahreszeiten lassen auch Architektur anders wirken. Bild: © Pexels/antonio filigno 2022

Entscheidend für das Ergebnis ist auch die Zeit, zu der Du das Foto aufnimmst. Nicht nur die Tageszeit, sondern auch die Jahreszeit. Fotos bei unterschiedlichen Wetterbedingungen zeichnen ein umfassenderes Bild vom Gebäude und dem Verhältnis zu seiner Umgebung. Wenn Du die Möglichkeit hast, besuche das Gebäude zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten, bei Regen, Schnee, Sonnenschein und Nebel oder sogar über mehrere Jahre hinweg immer wieder. So kannst Du vielleicht sogar den natürlichen Verfall ansatzweise dokumentieren.

Das Licht

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Spiele mit Licht und Schatten, um eine bestimmte Atmosphäre zu erzeugen. Bild: © Pexels/gdtography 2022

Licht ist essenziell für das Fotografieren. Bei der Architekturfotografie sollte Licht im Idealfall dabei helfen, einen Raum, eine Struktur oder eine bestimmte Atmosphäre zu betonen. Spiegelungen in Fenstern oder lange Schatten können Spannung schaffen oder Blicke lenken. Fotografierst Du draußen, bist Du vor allem vom Wetter abhängig. Gute Zeitfenster zum Fotografieren sind die Morgendämmerung oder die Zeit um den Sonnenuntergang, die sogenannte Blaue Stunde. In der Dunkelheit hast Du dafür die Möglichkeit, die Beleuchtung von Gebäuden mit einzufangen. Der Einsatz eines Stativs ist dann unerlässlich.

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Im Dunkeln kommst Du kaum um den Einsatz eines Stativs herum. Bild: © Pexels/Rok Romih 2022

Während Spiegelungen an mancher Stelle gewünscht sein können, stören sie an anderer. Willst Du bessere Kontrolle über die möglichen Reflexionen von Wasser oder Glasscheiben haben, solltest Du einen Polfilter mitnehmen. Dieser lässt Licht in einer bestimmten Polarisationsrichtung nicht durch und verhindert damit Spiegelungen.

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Menschen

Auch wenn Du vornehmlich Architektur fotografieren möchtest, habe keine Angst davor, Menschen auf dem Bild zu zeigen. Je nachdem, was Du mit Deinem Foto ausdrücken möchtest, kann es sogar von Vorteil sein, Menschen zu integrieren. Architektur würde es ohne den Menschen schließlich nicht geben. Lichtest Du Menschen ab, kannst Du auch zeigen, wie das Gebäude genutzt wird. Ohne Menschen wirkt die gleiche Szene vielleicht etwas steril.

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Menschen und Architektur sind untrennbar miteinander verbunden. Bild: © Pexels/eric anada 2022

Andererseits gibt es auch Situationen, in denen Menschen in einem Bild ablenkend wirken. Möchtest Du den Fokus auf die Architektur verstärken, kannst Du versuchen, mit langer Belichtungszeit zu fotografieren. Dann verschwimmen die Menschen zu einer anonymen Masse, sollten sie sich während der Aufnahme bewegen. Alternativ lassen sie sich auch durch sogenanntes "Bracketing" entfernen. Dafür fertigst Du mehrere Bilder von einem Motiv an, die anschließend in einer Bildbearbeitungssoftware übereinander gelegt werden. Dann lassen sich die Menschen vergleichsweise einfach heraus retuschieren.

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