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CES 2022: Die Highlights der Tech-Messe

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Auf der CES 2022 gab es spannende neue Technik wie QD-OLED-TVs zu sehen. Bild: © REUTERS / STEVE MARCUS - stock.adobe.com 2020

Die Technikmesse CES 2022 findet zwischen dem 5. bis 8. Januar in Las Vegas statt. Branchengrößen wie Samsung, LG, Nvidia und Sony zeigen auf der CES ihre neuesten Geräte. Ob QD-OLED-TVs, Mini-LED-Gaming-Monitore oder Laptop-Grafikkarten von Intel: Wir präsentieren die Highlights der Messe.

Samsung: Neo QLED-TVs & innovativer QD-OLED

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Samsung Neo QLED 8K-TV Bild: © Samsung 2022

Auch 2022 bringt Samsung wieder LCD-TVs des Typs Neo QLED auf den Markt. Das sind Fernseher mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung, die viele natürliche Farben darstellen können. Geplant sind die 4K-Modelle QN95B (Flaggschiff), QN90B und QN85B sowie die 8K-TVs QN900B, QN800B und QN700B. PC-Gamer freuen sich über die Bildwiederholrate von 144 Hertz und dank 14 statt 12 Bit Helligkeitsstufen können die Fernseher voraussichtlich ein genaueres HDR-Bild erzeugen.

Neu ist auch die Software-Funktion "Shape Adaptive Light", die Linien, Formen und Oberflächen auf Bildinhalten erkennt und die Hintergrundbeleuchtung an diese anpassen kann. Der "Real Depth Enhancer" trennt Objekte im Vordergrund stärker vom Hintergrund ab. Auch neu: Alle Neo QLED-Fernseher bieten mindestens sechs Lautsprecher, passend zum jeweils eingebauten Dolby Atmos-Decoder.

Nicht zuletzt gab Samsung einen Ausblick auf eine neue TV-Technologie: QD-OLED. Es handelt sich um mit Quantum Dots verbesserte OLED-Fernseher. Vorteile: Sie sind heller, können mehr Farben darstellen und bieten eine noch bessere Blickwinkelstabilität. Ein 65-Zoll-Modell mit der Technologie erhielt den "Best of Innovation"-Award der CES 2022. Der YouTuber Linus durfte einen ersten Blick auf einen QD-OLED-TV von Samsung werfen.

Samsungs neue Fernbedienung für einige der 2022er-TVs sammelt die Radiowellen des WLAN-Routers und verwandelt diese in elektrischen Strom. Ergänzend ist sie, wie die Vorgängerin, mit Solarzellen ausgestattet. Wer die Fernbedienung einmal möglichst schnell aufladen möchte, kann dies auch mittels USB-C-Kabel tun. Samsung möchte mit der Fernbedienung zu weniger Batterienverbrauch beitragen.

LG: Neue OLED-TVs von 42 bis 97 Zoll, QNED & OLED.EX

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LG OLED-TVs 2022 Bild: © LG 2022

LG hat auf der CES 2022 neue OLED-Fernseher vorgestellt. Dieses Jahr erhält die beliebte C-Serie das etwas hellere OLED Evo-Panel, das 2021 noch der teureren G1-Serie vorbehalten war. Die neue "C2"-Reihe umfasst die Diagonalen 42, 48, 55, 65, 77 und 83 Zoll. Ein Highlight ist hier das heiß ersehnte 42-Zoll-Modell, auf das viele PC-Spieler gewartet haben. So kleine OLED-TVs gibt es nämlich bislang nicht und größere passen kaum auf den Schreibtisch.

Die neuen OLED-TVs bieten wieder HDMI 2.1-Anschlüsse und können 4K-Inhalte von Quellen wie der PS5 und der Xbox Series X mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde darstellen. Nvidia G-Sync, AMD FreeSync Premium und HDMI VRR (Variable Refresh Rate) verhindern Bildrisse beim Zocken ("Tearing").

Die Flaggschiff-Serie LG OLED G2 bekommt eine bessere Kühlung und kann so OLED-Inhalte noch heller präsentieren als die C2-Serie. Da HDR-Inhalte oft für rund 1.000 Nits ausgelegt sind und OLED-Fernseher bislang eher um die 700 bis 800 Nits erreichten, dürfte das für eindrucksvolleres HDR sorgen. Die OLED G2-Serie wird in den Größen 55 bis 97 Zoll erscheinen. Das neue 97-Zoll-Modell wird der bislang größte OLED-Fernseher sein und könnte einen Beamer ersetzen.

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LG OLED Evo G2 in 97 Zoll Bild: © LG 2022

Auch spannend: Die neuen OLED-Fernseher setzen auf ein ultraleichtes Gehäuse aus Kohlefaser, so wiegt der 65 Zoll große LG OLED C2 nur etwa die Hälfte des Vorgängers. Der neue Prozessor LG Alpha 9 Gen 5 soll, ähnlich wie Samsung Real Depth Enhancer, das Motiv erkennen und es stärker vom Hintergrund abheben. Die neue Benutzeroberfläche webOS 22 unterstützt mehrere Nutzerprofile, damit alle Zuschauer den Homescreen mit ihren liebsten Inhalten füllen können.

Auch neu ist die günstige OLED A2-Serie, die auf 120 Hertz und HDMI 2.1 verzichtet. Ebenso wird es B2- und Z2-Serien geben, zu denen LG noch keine Informationen genannt hat. Kurz vor der CES hatte LG neue OLED.EX-Panels mit einer um 30 Prozent höheren Helligkeit präsentiert, wie Notebookcheck schreibt – konkrete TV-Modelle mit der neuen OLED-Technik hat LG noch nicht vorgestellt.

Schließlich wird LG neue QNED-LCD-Fernseher mit Mini-LED-Technologie anbieten. Die ähneln Samsungs Neo QLED-Geräten, aber mit IPS-Panels statt VA-Panels. Das Flaggschiff unter diesen Geräten ist der LG QNED99 mit 8K-Auflösung, 120 Hertz und rund 2.500 Dimming-Zonen für ein präzises HDR-Bild. Es wird auch 4K-Modelle in 55 bis 86 Zoll geben.

Es gibt noch keine Infos zu den Preisen und Erscheinungsterminen der neuen TVs.

Gaming-Monitore: Odyssey Neo G8 mit Mini-LED-Technik & QD-OLED von Alienware

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Samsung Odyssey Neo G8 Bild: © Samsung 2022

Der Samsung Odyssey Neo G8 ist einer der ersten Gaming-Monitore mit 4K-Auflösung und einer Bildwiederholrate von 240 Hertz. Der 32 Zoll große Monitor mit einer Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixeln setzt wie die Neo QLED-Fernseher des Herstellers auf Mini-LEDs als Hintergrundbeleuchtung. Zusammen mit zahlreichen unabhängig ansteuerbaren Leuchtzonen und einer HDR-Spitzenhelligkeit von 2.000 Nits könnte der Monitor mit kontraststarkem VA-Panel eine eindrucksvolle HDR-Darstellung ermöglichen.

Es gibt zwei HDMI 2.1-Anschlüsse, etwa für PS5 und Xbox Series X, und einmal DisplayPort 1.4. Samsung bietet bereits mit dem Odyssey Neo G9 einen 49-Zoll-Monitor im Ultrawide-Format für um die 2.000 Euro an, der ebenso auf Mini-LEDs und 240 Hertz setzt. Es gibt noch keine Informationen zu Preis und Verfügbarkeit des neuen Samsung Odyssey Neo G8.

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Alienware_34_Curved_QD_OLED_Monitor_AW3423DW Bild: © Dell / Alienware 2022

Alienware hat einen Gaming-Monitor mit OLED-Panel angekündigt. Er nennt sich Alienware 34 QD-OLED Gaming Display (AW3423DW). Das ist der erste Quantum-Dot-OLED-Monitor auf dem Markt, wobei die "QD"-Technik vor allem die Farbdarstellung im HDR-Farbraum verbessert. Der Monitor misst 34,2 Zoll und hat eine Auflösung von 3.440 x 1.440 Pixeln bei einer Bildwiederholrate von 175 Hertz. Die erreicht er aber nur über den DisplayPort-1.4-Anschluss, die beiden HDMI-2.0-Ports erlauben maximal 100 Hertz in der nativen Auflösung. Die Reaktionszeit liegt bei extrem schnellen 0,1 Millisekunden.

Der Monitor unterstützt G-Sync Ultimate für ein flüssiges Zocken ohne Bildrisse mit Nvidia-Grafikkarten. Bei SDR-Inhalten leuchtet er bis zu 250 Nits hell, was für Innenräume ausreicht, bei HDR-Inhalten kann er eine Spitzenhelligkeit von 1.000 Nits erreichen. Den zugehörigen DCI-P3-Farbraum soll er bis zu 99,3 Prozent darstellen können, den sRGB-Farbraum bis zu 149 Prozent. Trotzdem reicht das nur für eine DisplayHDR 400-Zertifizierung.

Der OLED-Monitor für Gamer kommt am 5. April 2022 auf den Markt, den Preis möchte der Hersteller kurz davor verraten. Übrigens wird Samsung mit dem Odyssey G8QNB einen technisch praktisch identischen OLED-Monitor als Alternative anbieten. Zu diesem gibt es ansonsten noch keine weiteren Infos.

PC-Gaming: Neue Chips & Grafikkarten von AMD, Intel & Nvidia

PC-Gamer dürfen sich auf den Prozessor AMD Ryzen 7 5800X3D freuen, der einen integrierten 3D-V-Cache bietet. Er soll 15 Prozent schneller in Full-HD-Games sein als der Ryzen 9 5900X. Auch kündigte AMD sechs neue Laptop-Grafikkarten an, darunter die RX 6800M, 6700M und 6600M. Ebenso spannend sind die Ryzen 6000-Prozessoren für Laptops. Sie erreichen eine Taktrate von 5 GHz und bieten eine deutlich stärkere integrierte Grafik mit doppelt so hoher Leistung wie ihre Vorgänger. Sie unterstützen die Upscaling-Methode AMD FidelityFX Super Resolution für höhere Framerates.

Nvidias Highlights sind wohl die Laptop-Grafikkarten RTX 3070 Ti und 3080 Ti. Die mobile 3070 Ti mit 14 GB Videospeicher soll die RTX 2070 Super für Laptops um 70 Prozent in der Performance übertreffen und bis zu 100 FPS in einer QHD-Auflösung liefern. In der RTX 3080 Ti stecken 16 GB des bislang schnellsten GDDR6-Speichers für Notebooks. Nvidia zufolge hat die Grafikkarte eine höhere Leistung als die Desktop-GPU Titan RX aus der Vorgängergeneration. Von Nvidia werden auch die neuen Desktop-Grafikkarten RTX 3050 und RTX 3090 Ti auf den Markt kommen, auch wenn die Verfügbarkeit in der aktuellen Chipkrise eine offene Frage bleibt.

Intel wird erstmals eigene Grafikkarten namens Intel Arc anbieten – und zwar auch für Laptops. Sie kommen etwa im Alienware X17 unter, einem Flaggschiff-Gaming-Notebook. Und in einem Lenovo Yoga Convertible für Content Producer. Insgesamt sollen die Arc-Grafikkarten in über 50 Produkten verschiedener Hersteller verbaut werden, sowohl in Notebooks als auch in Desktop-PCs.

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