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CPU-Vergleich 2022: Die besten Prozessoren für alle Anwendungen

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Die CPU ist das Herzstück jedes PCs. Bild: © Adobe Stock/rost9 2022

Du willst Deinem PC das lang ersehnte Prozessor-Upgrade gönnen, kannst Dich aber nicht entscheiden? Kein Problem! Wir helfen Dir mit unserem CPU-Vergleich 2022 bei der Entscheidung und empfehlen Dir verschiedene Chips für alle Anwendungen.

Welche Prozessoren gibt es?

Der Markt der CPUs für PC und Laptop ist seit Jahren vom Duell zwischen AMD und Intel geprägt. Beide produzieren ihre eigenen Prozessoren, die in direkter Konkurrenz zueinander stehen. Viele schwören auf die Core-Prozessoren von Intel, andere lieben die Ryzen-Chips von AMD. Keiner ist eindeutig besser als der andere, höchstens bei einzelnen Chips bis hin zu Prozessorgenerationen kann einer bei Leistung, Preis oder einem anderen Faktor vorne liegen. Bevor Du Dich für den einen oder den anderen Hersteller entscheidest, musst Du Folgendes wissen:

  • Welche Anwendungen muss die CPU in Deinem PC meistern?
  • Welcher Sockel für einen Prozessor ist auf Deinem Mainboard vorhanden?
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Eine schnelle CPU macht Arbeiten und Zocken deutlich angenehmer. Bild: © Adobe Stock/James 2022

Wie finde ich heraus, welchen Prozessor-Sockel mein PC hat?

Den Prozessor steckst Du auf den "Sockel" auf Deinem Mainboard. Intel und AMD setzen auf unterschiedliche Konstruktions- sowie Sockelarten ihrer CPUs. Aktuell sind es der LGA 1700-Sockel bei Intel und der AM4-Sockel bei AMD.  Damit der jeweilige Prozessor auf das Mainboard passt, solltest Du vor dem Kauf erst herausfinden, welcher Sockel auf Deinem Mainboard verfügbar ist.

Dazu kannst Du einfach im Geräte-Manager von Windows den Punkt "Prozessoren" aufklappen. Dort siehst Du auf den ersten Blick, ob es sich um ein Intel- oder AMD-Modell handelt. Gibst Du die genaue Bezeichnung des Prozessors in die Suche auf der Herstellerseite ein, findest Du dort Angaben zum Sockel – bei Intel zum Beispiel unter "Package-Spezifikationen".

Alternativ lädst Du Dir "CPU-Z Portable" herunter. In diesem Tool findest Du unter dem Punkt "Package" den Sockel Deines Mainboards.

Falls Du Deinen PC oder Laptop neu zusammenstellst, kannst Du frei entscheiden und erst Deine Wunsch-CPU auswählen. Anschließend suchst Du ein passendes Mainboard aus und schon steht das Grundgerüst für Deinen PC.

Home-Office: Welche Prozessoren eignen sich für meinen Arbeitsrechner?

Wenn Dein Arbeits-PC einen neuen Prozessor braucht, kannst Du Dich an den preiswerten Modellen von Intel und AMD orientieren, denn: Gängige Officeanwendungen stellen keine großen Ansprüche an die Leistungsfähigkeit des Prozessors. Die preiswerten Modelle, wie die Athlon-Prozessoren, Ryzen 3 sowie Ryzen 5 von AMD, sind dafür wie geschaffen. Bei Intel sind die Pentium-, Celeron-, Core i3- und Core i5-Prozessoren interessant.

Die preiswerten CPUs haben zwar nicht die Rechenpower ihrer größeren Schwestermodelle, punkten dafür aber mit einem niedrigeren Energiebedarf. Hier in unserem CPU-Vergleich 2022 findest Du passende Prozessoren für das Home-Office:

Intel Pentium G6605: Zwei Kerne für Officeanwendungen

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In der Kategorie "gut und günstig" in unserem CPU-Vergleich: Der Intel G6605. Bild: © Intel 2022

Der preiswerte G6605 von Intel macht seinen Job im Home-Office gut. Durch seine zwei Kerne – also zwei Rechenzentren, die gleichzeitig arbeiten – können mehrere Anwendungen nebeneinander laufen. Auch etwas rechenaufwendigere Aufgaben sind mit dem G6605 und seinem Grundtakt von 4,3 Gigahertz lösbar. Es gibt aber Grenzen. Bildbearbeitung ist zum Beispiel grundsätzlich möglich, aber nicht zu empfehlen mit hohen Auflösungen wie bei professionellen Fotografen.

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Intel i3-10100F: Gute Leistung für das Home-Office

Diese CPU von Intel mit ihren vier Kernen liefert genügend Leistung für typische Officeanwendungen wie Word, PowerPoint und Excel. Die laufen noch flüssiger als mit dem Pentium. Auch einfache Spiele wie "League of Legends" werden flüssig und schön dargestellt – vorausgesetzt, Du hast eine passende Grafikkarte verbaut. Denn der Prozessor i3-10100F hat keine eigene Grafikeinheit (das erkennst Du am "F" im Modellnamen).

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Intel i3-10105: Guter Prozessor mit interner Grafik

Der i3-10105 ist mit seinen vier Kernen und 3,7 Gigahertz Grundtakt (4,4 Gigahertz im Turbo) auf Augenhöhe mit seinem Bruder, dem i3-10100F. Allerdings bietet er zudem eine integrierte Grafikeinheit, um Inhalte ohne zusätzliche Grafikkarte auf dem Monitor anzeigen zu können.

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Gaming: Welche Prozessoren bieten das ultimative Spiele-Erlebnis?

Falls Dein neuer Chip auch ausgiebige Gaming-Sessions unterstützen soll, musst Du auf andere Kriterien achten als bei Officeanwendungen. Hier sind hohe Taktfrequenzen ausschlaggebend, also wie schnell eine CPU arbeitet. Auch die Anzahl an Prozessorkernen ist entscheidend.

Spiele wie "Stellaris" und "Star Citizen" stellen hohe Ansprüche an die CPU – können dafür aber auch mehrere Kerne des Prozessors gleichzeitig  nutzen. So verteilen sie die Rechenlast, die jeder einzelne Chip stemmen muss.

Für Dein bestes Gaming-Erlebnis sind CPUs mit sechs und mehr Kernen gut geeignet: Sie bieten in der Regel genug Leistung pro Kern und sind mit der hohen Anzahl von Kernen auch für die Zukunft bestens gerüstet. Wichtig: Eine passende Grafikkarte ist essenziell, denn sie trägt die meiste Rechenlast.

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Zum Zocken brauchst Du einen Prozessor mit starker Leistungsfähigkeit. Bild: © Adobe Stock/Gorodenkoff 2022

Bei der Wahl eines passenden Prozessors fürs Gaming spielen Deine Ansprüche an den Chip eine große Rolle. Falls Du die neuesten Games nicht unbedingt mit der schnellsten Bildwiederholrate spielen musst, reichen Mittelklasse-CPUs vollkommen aus. Gute Beispiele sind etwa der Ryzen 5 5600X und der Intel Core i5 11400.

Wenn Du Wert auf bombastische Grafik und dabei besonders flüssige Bildfolgen legst, sollte es ein stärkeres Modell sein. Die Ryzen 7- und Ryzen 9-CPUs von AMD sowie die Intel Core i7- und i9-Chips sind für grafikintensives Zocken gut geeignet.

Wir stellen in unserem CPU-Vergleich 2022 drei Prozessoren fürs Gaming vor – einen für moderate Ansprüche und zwei für Vollblut-Gamer.

AMD Ryzen 5 5600X: Der Allrounder

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Mit dem Ryzen 5 5600X bekommst Du einen guten Allrounder. Bild: © AMD 2022

Mit dem Ryzen 5 5600X erhältst Du eine aktuelle Gaming-CPU zu einem fairen Preis. Mit seinen sechs Kernen, die auf jeweils 3,7 Gigahertz getaktet sind, laufen alle Spiele butterweich – von "Cyberpunk 2077" bis "Far Cry 6". Der zuschaltbare Turbo boostet die Kerne sogar auf 4,6 Gigahertz.

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Intel i5-12400(F): Intels Mittelklasse-CPU

Eine gute Intel-Alternative zum 5600X ist der Intel Core i5-12400. Sechs Kerne arbeiten hier mit einem Grundtakt von 2,5 Gigahertz nebeneinander und können auf bis 4,4 Gigahertz im Turbo steigen. Das bringt ordentliche Leistung, die für die meisten Spiele absolut ausreichend ist.

Falls Du also nach einer etwas preiswerteren Intel-CPU suchst, wirst du beim i5-12400 garantiert fündig.

AMD Ryzen 7 5700G: Starke interne Grafik

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Zocken ist nur mit dem Ryzen 7 5700G bereits gut möglich. Bild: © AMD 2022

Du suchst noch etwas mehr Leistung und Kerne? Dann ist der Ryzen 7 5700G wie für Dich gemacht. Mit seinem Basistakt von 3,8 Gigahertz ist er flott unterwegs und kommt mit seinem Turbo auf 4,6 Gigahertz.  Außerdem setzt der 5700G auf acht Kerne und eine integrierte Grafikeinheit, die Spiele mit einfacherer Grafik wie "CS: GO" mühelos flüssig darstellen kann. Diese Vorteile spiegeln sich aber auch im etwas höheren Stromverbrauch wider.

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Intel i7-12700K: Leistung satt

Der i7 aus der 12. Generation kommt durch seine Leistung mit 12 Kernen bei einem Boost-Takt von bis zu 5,0 Gigahertz auch an Top-Modelle wie den i9-12900K heran. So lassen sich auch CPU-hungrige Spiele wie das schon erwähnte "Star Citizen" flüssig spielen. Der Stromverbrauch des 12700K ist im Vergleich zum i9-12900K etwas niedriger.

 

AMD Ryzen 7 5800X3D: DIE CPU fürs Zocken

Der jüngst erschienene AMD Ryzen 7 5800X3D liefert die Prozessorpower, von der die meisten Gamer nur träumen. Acht Kerne, die im Boost auf bis zu 4,5 Takt laufen können, bieten eine Menge Leistung für alle grafikintensiven Spiele. Kein Wunder, denn laut AMD wurde der Prozessor als Gaming-CPU konzipiert. Zusammen mit einer leistungsfähigen Grafikkarte kommt kaum ein anderer Chip an den 5800X3D heran.

Allerdings fällt ein Übertakten durch die 3D-V-Cache, das Alleinstellungsmerkmal des 5800X3D, flach. Diese Technik soll ein deutliches Leistungsplus in Spielen bringen – was dann der Fall ist, wenn Spiele diese auch nutzen. Die Geschwindigkeit bei anderen Anwendungen ist aufgrund der dedizierten Entwicklung fürs Gaming auch nicht so stark wie bei anderen Prozessoren. Zusätzlich kostet der 5800X3D eine gute Stange Geld.

 

Bild- und Videobearbeitung: Welche Prozessoren kommen infrage?

Die Bearbeitung von Fotos und Videos kann für einen Prozessor zur anspruchsvollen Aufgabe werden. Für das schnelle Rendern – also das Zusammenfügen von Bild- und Videoinformationen zum fertigen Produkt – benötigt Dein Rechner einen Prozessor mit möglichst vielen Kernen und einer hohen Taktzahl. Sprich: CPUs mit hoher Leistung. Die Ryzen 9-Serie und die Intel Core i9-Prozessoren machen hier einen klasse Job.

AMD Ryzen 7 5800X: Starke Mittelklasse für Bild- und Videobearbeitung

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Gute Wahl bei Bild- und Videobearbeitung: Der Ryzen 7 5800x

Der Ryzen 7 5800X punktet mit guter Leistung zu einem fairen Preis. Acht Kerne arbeiten mit 3,8 Gigahertz bzw. 4,7 Gigahertz im Turbo und können so viele Bilder und Videos flott bearbeiten. Aber auch im Gaming ist der 5800X gut aufgehoben – seine Leistung kann sogar in Konkurrenz zum Ryzen 9 5900X treten, wenn dessen Zusatz-Rechenkerne nicht ausgenutzt werden.

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Intel i5-12600K: Die Intel-Alternative

In direkter Konkurrenz zum 5800X steht der i5-12600K von Intel. Mit zwei Kernen mehr (also 10) und einem Takt von bis zu 4,9 Gigahertz im Turbo ist der 12600K seinen Preis definitiv wert. Durch diese Leistung ist er nicht nur bei der Bild- und Videobearbeitung, sondern auch im Gaming und allen anderen Anwendungen flott unterwegs. Auch lässt er sich übertakten, wofür das "K" im Namen steht.

 

AMD Ryzen 9 5900X: Zwölf Kerne für alle Anwendungen

Die Leistung dieser AMD-CPU ist immens. Zwölf Kerne arbeiten im Ryzen 9 5900X nebeneinander und machen Bild- und Videobearbeitung zu einem Erlebnis. Aber auch hardwarehungrige Spiele kann der 5900X mit seinen 3,7 Gigahertz pro Kern (4,8 Gigahertz im Turbo) mühelos darstellen. Mit dem 5900X bekommst Du einen starken Prozessor, der auch in den nächsten Jahren keine Schwierigkeiten mit anspruchsvollen Anwendungen bekommen sollte.

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Intel i9-12900K: Leistung pur

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Der Intel i9 12900K bietet Unmengen an Rechenleistung.

Der i9-12900K ist in unserem CPU-Vergleich 2022 eines der Topmodelle. Mit seinen 16 Kernen und einer Leistung von 3,2 Gigahertz (5,2 Gigahertz im Turbo) eignet er sich sehr gut für Video- und Bildbearbeitung – er rendert Deine kreativen Werke mühelos. Im Zweifelsfall lässt er sich übertakten für noch mehr Power.

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Intel i7-11700K: Der Preis-Leistungs-Tipp

Intel kann, wenn Verfügbarkeit und das Preis-Leistungsverhältnis stimmen, mit dem i7-11700K bei den Anwendern punkten. Er ist zwar deutlich langsamer als sein Nachfolger, der oben erwähnte i7-12700K. Allerdings kann sich seine Leistung trotzdem sehen lassen: Der Grundtakt von 3,5 Gigahertz ist in Ordnung  und der Turbo schraubt die Geschwindigkeit bis auf 5,0 Gigahertz nach oben.

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