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Dein Smart Home zum Nachrüsten: So klappt es wie am Schnürchen

Smart-Home-Systeme kannst Du im Handumdrehen daheim nachrüsten.
Smart-Home-Systeme kannst Du im Handumdrehen daheim nachrüsten. Bild: © Halfpoint/Adobe Stock 2019

Per App Lichtschalter und Waschmaschine steuern, sicher sein, dass alle Fenster zu sind. Das Zuhause zum Smart Home nachrüsten geht einfach und sogar günstig. Bonus: Sieben Tipps für Dein Smart-Home-Projekt.

Von Sonja Angerer

Das intelligente Haus ist nur etwas für Profis? Das stimmt schon lange nicht mehr. Denn oft lassen sich nützliche Smart Home-Systeme ganz einfach nachrüsten.

Dein schlaues Zuhause planen

Bei Neubauten kann man Smart-Home-Zentralen, etwa von Magenta SmartHome oder Homeatic IP gleich mitplanen. Für bestehende Wohnungen und Häuser kann man die Lösungen anpassen. Im Einfamilienhaus sind Veränderungen an vorhandenen Installationen für eine Smart-Home-Lösung kein Problem. Wer seine Eigentums- oder Mietwohnung per Smartphone steuern will, sollte sich dauerhafte Einbauten aber vorab von der Eigentümergemeinschaft bzw. dem Vermieter genehmigen lassen.

Das kann es etwa in Mehrfamilienhäusern verkomplizieren, wenn Du die Fußbodenheizung, Schließanlage oder Rollladensteuerung auf Smart Home nachrüsten möchtest. Beim Einbauen von Tür- und Fensterkontakten darfst Du keine Rahmen beschädigen. Glücklicherweise gibt es noch viele weitere Möglichkeiten für Deine Smart-Home-Projekt, etwa smarte Thermostate.

Die wichtigsten Smart Home Systeme – und wie sie funktionieren

Smart Home Produkte kann man per App des Herstellers mit jedem aktuellen Android- oder iOS-Smartphone steuern. Zudem gibt es auch noch übergreifende Smart Home-Ecosysteme, die Geräte miteinander verbinden, die von unterschiedlichen Herstellern stammen.

Die bekanntesten dieser Smart Home Systeme sind

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Nest-Lautsprecher dienen als Smart-Home-Zentrale und steuern Deine vernetzten Geräte. Bild: © TURN ON 2021
  • Google Home / Nest
  • Apple Home
  • Samsung SmartThings
  • Amazon Echo

Alle Systeme bringen Sprachassistenten mit. Du kannst also Google, Siri, Bixby oder Alexa bitten, kompatible Geräte anzusteuern.

Auch Ikea hat unter dem Produktnamen Trådfri ein großes Angebot an Smart Home Elementen. Man kann sie über die Ikea Smart Home App betreiben, oder auch in die Smart-Home-Systeme von Amazon, Apple oder Google einbinden.

Für die integrierten Smart-Home-Lösungen von Google, Apple Samsung und Amazon benötigt man jeweils Smart-Home-Zentralen. Für Samsung SmartThings und Google Nest sind das „Hubs“, kleine Kästchen, die man mit dem WLAN-Router verbindet. Bei Amazon übernehmen aktuelle Echo Lautsprecher diesen Job, Apple nutzt den Homepod Mini oder Apple TV als Steuerzentrale.

Smart-Home-Geräte zum Nachrüsten müssen miteinander, der Steuerzentrale und oft auch mit dem Internet verbunden werden. Meist nutzt man dazu WLAN oder Bluetooth. In Neubauten werden manchmal auch LAN-Kabel verlegt. Es gibt noch weitere Funkstandards für Smart-Home-Lösungen, etwa Zigbee oder Z-Wave. Die Thread Group versucht derzeit, einen übergreifenden Standard zu etablieren, der alle Ecosysteme und Verbindungsmöglichkeiten abdeckt.

Mein erstes Smart Home Projekt nachrüsten

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Mit Philips Hue steigst Du spielend leicht in die smarte Beleuchtung ein. Bild: © Philips 2016

Für ein erstes Projekt suchst Du Dir am besten etwas Einfaches aus. Smarte Beleuchtung bietet sich an, denn hier kann man mit wenig Aufwand viel erreichen. WLAN-Glühbirnen gibt es schon für weniger als zehn Euro. Sie sehen wie normale LED-Lampen aus und lassen sich in Lampenfassungen E27 oder E14 schrauben. Es gibt sie in Weiß oder mit Farbeffekten. Über die zugehörige kostenlose App verbindet man die WLAN-Glühbirne mit dem Netz. Schon lässt sich beispielsweise Deine aufgepeppte Wohnzimmerlampe über das Smartphone steuern.

Den Lichtschalter an der Wand braucht man nicht zu tauschen, sondern kann ihn wie gewohnt zum Ein- und Ausschalten weiter nutzen. Alternativ gibt es aber auch smarte Lichtschalter zum Nachrüsten. Mit diesen kannst Du etwa Dimmen oder die Lichtfarbe ändern, ganz wie in den Einstellungen in der Smartphone-App.

Wenn Du tiefer in das Thema einsteigst und weitere Systeme integrieren willst, lohnt es sich, ab der ersten Leuchte auf Markenhersteller wie Philips Hue zu setzen. Diese bieten ein große Auswahl an Lampen und Leuchten, außerdem vernetzte Bewegungsmelder und Steckdosen. Hue-Leuchten kann man auch mit den Sprachassistenten Alexa, Siri und Google Assistant steuern.

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Weitere einfache Smart Home-Anwendungen

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FritzDECT 301: Smartes Heizkörper-Thermostat. Bild: © AVM GmbH 2021

Ebenfalls ziemlich simple, aber wirkungsvolle Smart-Home-Anwendungen sind vernetzte Thermometer und Wetterstationen, beispielsweise aus der Palette von Eve Systems.  Mit einer Kamera für Innenräume, etwa der Google Nest Cam, kann man auf dem Smartphone nachsehen, was die Katze zuhause so treibt, während man in Meetings schwitzt.

Smarte Thermostate helfen Heizkosten sparen. Die Installation ist mit etwas handwerklichem Geschick gut selber machbar. Denn Du kannst mit ein paar Handgriffen alt gegen vernetzt austauschen. Sinnvoll ist das Nachrüsten von Thermostaten im Smart Home aber nur, wenn es nicht bereits eine zentrale Heizungssteuerung gibt.

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Das smarte Zuhause programmieren

Von Home-Automatisierung spricht man, wenn die verschiedenen Smart-Home-Geräte miteinander interagieren. Dann fährt beispielsweise die fürs Smart Home nachgerüstete Fußbodenheizung hoch, wenn die smarte Wetterstation mit kühlen Nächten rechnet. Oder der Saugroboter beginnt erst mit der Reinigung, wenn morgens das letzte Familienmitglied die Wohnung verlassen hat.

Solche Routinen lassen sich beispielsweise in Apple Home aus vorgefertigten Modulen zusammenstellen. Dazu musst Du kein Technik-Freak sein. Es hilft aber, wenn Du ein paar einfache Grundkenntnisse im Programmieren hast.

Welches Smart Home System lohnt sich zum Nachrüsten?

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Netatmo Heizkörperthermostat erkennt offene Fenster Bild: © Netatmo 2020

Smart-Home-Geräte für den Massenmarkt gibt es kaum länger als ein Jahrzehnt. Entsprechend stürmisch geht es in der Branche zu. Selbst bekannte Player wie Innogy Smart Home / Livisi geraten manchmal in schweres Fahrwasser. Für den Anwender ist das ärgerlich und teuer. Denn ohne aktuelle Software und Serverdienstleistungen funktioniert das smarte Zuhause nicht zuverlässig.

Deshalb sind Smart-Home-Lösungen zum Nachrüsten so beliebt. Denn man kann sie ohne allzu große Kosten austauschen. Wie bei allen technischen Geräten gilt aber auch für das Smart Home: Die beste Lösung ist immer die, die ins eigene Leben passt. Ob das nur eine einzelne WLAN-Glühbirne oder eine komplett automatisierte Wohnung ist.

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7 Tipps für Smart Home Projekte ohne Stress

  1. Ziel festlegen: Mit einfachen Anwendungen hast Du schnell Erfolg.
  2. Genehmigung einholen: Vermieter oder Eigentümergemeinschaft sollten bei dauerhaften Einbauten informiert werden.
  3. Für ein System entscheiden: Je mehr Smart-Home-Apps Du nebeneinander nutzt, umso komplizierter wird es.
  4. Schlau einkaufen: Einsteigerpakete mit passendem Hub gibt es oft günstiger.
  5. Etablierte Anbieter bevorzugen: Sie bieten aktuelle Software-Updates, damit Dein Smart Home lange funktioniert.
  6. An die Mitbewohner denken: Kameras im Flur und Roboter im der Küche mag nicht jeder.
  7. Programmieren lernen: Mit Home Automatisierung umsorgt Dich Dein Haus wie von Zauberhand.
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