Fitbit Charge 3 im Test: Lohnt ein Upgrade auf den Fitness-Tracker?

Top oder Flop? Ich habe den Fitbit Charge 3 getestet.
Top oder Flop? Ich habe den Fitbit Charge 3 getestet. Bild: © TURN ON 2018

Kein Fitness-Tracker von Fitbit wurde bislang so sehnlichst erwartet wie der Fitbit Charge 3 – das zeigte sich vor allem in den zahlreichen Vorbestellungen. Doch ist der Hype um das Modell gerechtfertigt? Und viel interessanter – vor allem für Besitzer des Fitbit Charge 2 – lohnt sich ein Upgrade? Ich habe den Test gemacht.

Diese Fragen habe ich mir nämlich auch gestellt. Ich selbst besitze den Fitbit Charge 2 und hatte zuvor den Fitbit Alta HR. Das erste Upgrade habe ich zu keiner Zeit bereut. Aber lohnt auch der Sprung zum Fitbit Charge 3? Ein Blick auf die Specs im Vorfeld hat gezeigt: Allzu viel Neues bietet der Fitness-Tracker nicht. Doch der Teufel steckt bekanntermaßen im Detail.

Ein echter Hingucker

Und der macht sich schon direkt im Design bemerkbar. Zwar wirkt der Fitbit Charge 3 auf den ersten Blick kaum anders als sein Vorgänger, doch wer genauer hinsieht, erkennt, was beim neuen Modell anders ist.

Ein bisschen schlanker ... fullscreen
Ein bisschen schlanker ... Bild: © TURN ON 2018
... und ergonomischer ist das Erscheinungsbild des Fitbit Charge 3. fullscreen
... und ergonomischer ist das Erscheinungsbild des Fitbit Charge 3. Bild: © TURN ON 2018
Der Verschluss ist stabil und robust. fullscreen
Der Verschluss ist stabil und robust. Bild: © TURN ON 2018
Den Button am linken Rand? Den gibt es nicht mehr. fullscreen
Den Button am linken Rand? Den gibt es nicht mehr. Bild: © TURN ON 2018
Der Sensor befindet sich noch immer an der Unterseite des Trackers. fullscreen
Der Sensor befindet sich noch immer an der Unterseite des Trackers. Bild: © TURN ON 2018
Das Standardmodell des Fitbit Charge 3. fullscreen
Das Standardmodell des Fitbit Charge 3. Bild: © TURN ON 2018
Ein bisschen schlanker ...
... und ergonomischer ist das Erscheinungsbild des Fitbit Charge 3.
Der Verschluss ist stabil und robust.
Den Button am linken Rand? Den gibt es nicht mehr.
Der Sensor befindet sich noch immer an der Unterseite des Trackers.
Das Standardmodell des Fitbit Charge 3.

Der markanteste Unterschied: Der Knopf an der linken Displayseite ist verschwunden. Die Funktionsweise ist allerdings noch immer da. Wie das geht? Dank haptischem Feedback, ähnlich wie beim iPhone 7. Diese Neuerung erlaubte es Fitbit den dadurch entstandenen Platz sinnvoll zu nutzen und einen größeren Akku einzubauen. Und das hat sich gelohnt: Inzwischen hält der Fitness-Tracker bis zu sieben statt vier Tagen durch!

Der Tracker selbst ist etwas flacher geworden und am Übergang zwischen Gehäuse und Armband wurde fleißig gebastelt. Es schmiegt sich nun noch besser ums Handgelenk und sorgt dafür, dass der Sensor für die Herzfrequenzmessung näher auf der Haut sitzt. Das OLED-Display ist zudem nicht mehr nur schwarz-weiß, sondern nun in der Lage, unterschiedliche Graustufen zu zeigen, was dem Fitbit Charge 3 mehr Darstellungsmöglichkeiten bietet.

Auf Los geht's los!

Ich wiederhole mich ja nur ungern, aber es ist immer wieder eine Freude, einen neuen Fitness-Tracker von Fitbit dem eigenen Konto hinzuzufügen und einzurichten. So auch beim Fitbit Charge 3: Tracker aufladen, in der Fitbit-App den neuen Tracker hinzufügen, synchronisieren und schon ist das Wearable einsatzbereit.

Per Wischgeste wird sich durchs Menü navigiert. fullscreen
Per Wischgeste wird sich durchs Menü navigiert. Bild: © TURN ON 2018
Perfekt für den Alltag: der Fitbit Charge 3. fullscreen
Perfekt für den Alltag: der Fitbit Charge 3. Bild: © TURN ON 2018
Das schlichte Design passt zu allen Outfits. fullscreen
Das schlichte Design passt zu allen Outfits. Bild: © TURN ON 2018
Per Wischgeste wird sich durchs Menü navigiert.
Perfekt für den Alltag: der Fitbit Charge 3.
Das schlichte Design passt zu allen Outfits.

Und auch das Handling ist gewohnt unkompliziert, auch wenn es eine kleine Neuerung gibt: Durch das Menü klickt man sich nicht mehr per Knopfdruck, sondern mit einer Wischgeste. Die Druckfunktion mit haptischem Feedback wird nur noch benötigt, um zum Hauptbildschirm – also der Uhranzeige – zurückzukehren. Langes drücken hingegen aktiviert eine Shortcut-Variante, in der man einstellen kann, ob das Display aktiv sein soll oder nicht und ob der Fitbit Charge 3 empfangen und anzeigen soll.

Bekannte Features im Schnelldurchlauf

Ich will gar nicht so lange auf die bereits bekannten Features eingehen, denn die gleichen sich schließlich mit denen anderer Fitbit-Tracker und natürlich dem Fitbit Charge 2. Dennoch als kurze Info: Natürlich ist ein Schrittzähler vorhanden sowie eine 24/7-Pulsmessung. Weiterhin misst der Fitness-Tracker die verbrannten Kalorien, zeichnet den Schlaf auf und analysiert ihn im Anschluss. Er erkennt automatisch Aktivitäten wie Schwimmen, Crosstrainer-Einheiten oder Laufen. Dazu kommt die stündliche Bewegungserinnerung, die Option geführter Atemübungen sowie das Anzeigen von Smartphone-Benachrichtigungen. Über einen eigenen GSP-Sensor verfügt der Fitbit Charge 3 zwar immer noch nicht, bietet aber die Möglichkeit, das GPS Deines Smartphones zu nutzen.

An der App hat sich mit dem Wechsel zur Fitbit Charge 3 nichts geändert. fullscreen
An der App hat sich mit dem Wechsel zur Fitbit Charge 3 nichts geändert. Bild: © TURN ON 2018
Sie liefert nach wie vor detaillierte Analysen der täglichen Werte. fullscreen
Sie liefert nach wie vor detaillierte Analysen der täglichen Werte. Bild: © TURN ON 2018
An der App hat sich mit dem Wechsel zur Fitbit Charge 3 nichts geändert.
Sie liefert nach wie vor detaillierte Analysen der täglichen Werte.

Wasserdichte Sache: Die Neuerungen des Fitbit Charge 3

Viel spannender als die bereits bekannten Features sind natürlich die Neuerungen, mit denen der Fitbit Charge 3 aufwartet. Nummer eins lautet: Der Fitness-Tracker ist endlich wasserabweisend! Somit ist das neue Modell erstmals auch für Schwimmer interessant. Doch auch im Alltag erweist sich dieses Feature als echter Mehrwert. Jetzt braucht man kein schlechtes Gewissen mehr haben oder in latente Panik ausbrechen, falls man doch mal vergessen hat, den Tracker zum Duschen abzunehmen. Auch das Abwaschen oder wie in meinem persönlichen Fall das Duschen des Hundes kann problemlos erledigt werden, ohne zu prüfen, ob der Tracker in trockener Sicherheit liegt.

Wasserspritzer oder fließendes Wasser? fullscreen
Wasserspritzer oder fließendes Wasser? Bild: © TURN ON 2018
Damit hat der Fitbit Charge 3 inzwischen keine Probleme mehr. fullscreen
Damit hat der Fitbit Charge 3 inzwischen keine Probleme mehr. Bild: © TURN ON 2018
Wasserspritzer oder fließendes Wasser?
Damit hat der Fitbit Charge 3 inzwischen keine Probleme mehr.

Neuerung Nummer zwei: Der Fitbit Charge 3 wurde mit einer Countdown-Funktion versehen. Keine Frage, die Timer-Funktion des Fitbit Charge 2 ist durchaus praktisch, mir persönlich hat allerdings immer der Countdown gefehlt. Wenn ich zum Sport gehe, sind meine Übungen auf zwei Minuten limitiert. Bisher musste ich also ständig auf die Uhr gucken oder den Timer laufen lassen, um die zwei Minuten abzupassen. Durch den Countdown kann ich nun einfach meine entsprechende Übung machen und mich voll und ganz darauf konzentrieren. Sobald die zwei Minuten vorbei sind, vibriert der Tracker. Genau so wollte ich es haben.

Fitbit Pay: Ja, wo ist es denn?

Die dritte Neuerung, die mein Hauptinteresse an der Fitbit Charge 3 geweckt hat, ist die Integration von Fitbit Pay. Zumindest die Special Edition erscheint mit NFC und ermöglicht das bargeldlose Zahlen. Aber: Zum Testen erhielten wir die Standard-Version des Fitbit Charge 3, weshalb dieses Feature leider noch nicht getestet werden konnte. Hinzu kommt, dass Fitbit Pay bisher nur von zwei Banken unterstützt wird: Der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) sowie boon., dem Online-Bezahldienst von Wirecard. So bleibt uns also nichts weiter übrig, als darauf zu vertrauen, dass Fitbit Pay in der Theorie sicherlich eine ziemlich gute Sache ist. Wie es sich im Praxistest schlägt, werden wir zu einem anderen Zeitpunkt testen müssen ...

Hat jemand Fitbit Pay gesehen? fullscreen
Hat jemand Fitbit Pay gesehen? Bild: © TURN ON 2018

Fazit: Upgraden oder nicht – das ist hier die Frage

Wer bisher noch keinen Fitness-Tracker besitzt oder ein älteres Modell sein Eigen nennt, für den kann ich den Fitbit Charge 3 klar empfehlen. Er bietet alle Features, die man sich von einem Fitness-Tracker wünscht, und die Gelegenheitssportler (wie ich es einer bin) werden ihn zu schätzen wissen.

Doch auch als einfacher Alltagshelfer ist er geeignet: Er ist wasserdicht, erinnert mich daran, mindestens einmal pro Stunde ein paar Schritte zu gehen (das kann einem als Online-Redakteurin durchaus zugutekommen) und hilft mir dabei, mit Atemübungen etwaigen Stress zu kompensieren. Mit 149,95 Euro in der Standard-Version und 169,95 Euro in der Special Edition mit NFC-Chip ist der Fitbit Charge 3 sogar günstiger als sein Vorgänger.

Einziges Manko ist, dass ich Fitbit Pay noch nicht testen konnte. Das hätte mich persönlich sehr interessiert. Ärgerlich ist auch, dass bisher nur zwei Banken das bargeldlose Zahlen ermöglichen. Ich hoffe, dass bis zur Markteinführung der Special Edition mehr Banken Fitbit Pay unterstützen. Dann nämlich werde auch ich meinen Fitbit Charge 2 upgraden.

Das hat mir gut gefallen Das hat mir weniger gefallen
+ Akkulaufzeit - immer noch kein Fitbit Pay
+ Tracker ist endlich wasserdicht
+ schickes Design (Special Edition)
+ Preis-Leistungs-Verhältnis

 

Angebot
Fitbit Charge 3
Fitbit Charge 3
  • Datenblatt
  • Hardware und software
  • Gerätetyp
    Fitness-Tracker
  • Preis (UVP)
    ab 149,95 Euro
  • Release
    07. Oktober 2018
  • Farben (Standard)
    Schwarz/Aluminium-Graphitgrau, Blaugrau/Aluminium-Roségold
  • Farben (Special Edition)
    Lavendel Gewebe/Aluminium-Roségold, Frostweiß Sport/Aluminium-Graphitgrau
  • Größen
    S und L
  • Lieferumfang (Standard)
    Fitbit Charge 3, Klassische Armbänder S und L, Ladekabel
  • Lieferumfang (Special Edition)
    Fitbit Charge 3, Gewebe- oder Sportarmband (kleine und große Größen), Klassische Armbänder (S und L), Ladekabel, NFC Chip für Fitbit Pay
  • Display
    Graustufen-OLED-Touchscreen
  • Konnektivität
    Bluetooth LE
  • Akkulaufzeit
    bis zu 7 Tage
  • Besondere Merkmale
    wasserfest bis 50 Meter, NFC Chip für Fitbit Pay (nur in der Special Edition), Graustufen-OLED
TURN ON Score:
4,5von 5
  • Akkuleistung
    5,0
  • Design
    5,0
  • Handling
    4,0
  • Preis-Leistung
    5,0
  • Ausstattung
    4,0
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