Galaxy S22 vs. Galaxy S21 5G: Lohnt sich der Wechsel?

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Das Galaxy S22 (im Bild) bietet einige Vorzüge im Vergleich zum Galaxy S21. Bild: © Samsung 2022

Das Samsung Galaxy S22 und das S22+ sind kompakter als ihre Vorgänger. Im Inneren möchten sie dafür mit der neuesten Technik überzeugen. Hier erfährst Du, ob sich der Wechsel vom Galaxy S21 5G oder vom S21+ 5G auf das jeweilige neuere Modell lohnt.

Design & Verarbeitung: Das Galaxy S22 ist robuster

Die beiden Galaxy-Generationen ähneln sich äußerlich stark: Ein fast rahmenloses Display mit Selfie-Kamera oben in einem Loch, aus der Rückseite herausstehende Triple-Kamera, Metallrahmen. Neu sind einige der Farben: Das Galaxy S22 und das S22+ erscheinen in Schwarz, Weiß, Grün und Pink-Gold, das Galaxy S21 5G ist in Grau, Weiß, Pink und Violett zu haben, das S21+ in Silber, Schwarz und Violett. Alle Modelle sind dank IP68-Zertifizierung gegen kurzzeitiges Eintauchen in Süßwasser geschützt.

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Das Galaxy S21 5G setzte auf andere Farben. Bild: © Samsung 2021

Der wohl größte Unterschied ist die Stabilität: Das Display und die Rückseite der Galaxy S22-Geräte wird von Gorilla Glass Victus+ geschützt, der Rahmen ist aus Armor Aluminium gefertigt. Die Vorgänger setzen auf Gorilla Glass Victus ohne das "+", die Rückseite des S21 besteht sogar nur aus Kunststoff, der Rahmen war jeweils aus "normalem" Aluminium gefertigt. Wie stabiler die neuen Modelle sind, werden Tests zeigen müssen.

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Die Farben des Galaxy S22+. Bild: © Samsung 2022

Fazit: Beim Design ähneln sich die Generationen, vor allem gibt es nun eine andere Farbauswahl. Die Galaxy S22-Modelle sind etwas stabiler gebaut.

Display: Kleiner, aber auch feiner?

Das Display des Galaxy S22 misst nun 6,1 Zoll statt 6,2 Zoll wie das des Vorgängers. Die Auflösung liegt bei 2.340 x 1.080 Pixeln und damit liegt die Schärfe ungefähr auf dem Niveau der 2.400 x 1.080 Pixel des Galaxy S21 5G. Derweil bietet das Galaxy S22+ ein 6,6 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2.340 x 1.080 Pixeln, das des Galaxy S21+ 5G ist mit 6,7 Zoll etwas größer, die Auflösung mit 2.400 x 1.080 Pixeln vergleichbar.

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Das Samsung Galaxy S22 hat ein etwas kleineres Display als das S21 5G. Bild: © Samsung 2022

Es handelt sich in allen Fällen um ein AMOLED-Display mit dynamischer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hertz für eine flüssige und scharfe Darstellung von Bewegungen. Der Bildschirm der Galaxy S21 5G-Modelle konnte laut Hersteller bis zu 1.300 Nits hell leuchten. Dieser Aspekt wurde beim Display des Galaxy S22+ verbessert, dieses soll bis zu 1.750 Nits punktuell leuchten können. Davon profitiert theoretisch die Darstellung von HDR-Inhalten.

Fazit: Die kontrastreichen AMOLED-Display der beiden Galaxy-Generation ähneln sich auf dem Papier stark. Ein deutlicher Unterschied ist nur die höhere punktuelle Maximalhelligkeit des Galaxy S22+-Displays.

Kameras: Das größte Upgrade

Das technische Highlight der neuen Galaxy-S22-Smartphones ist die Hauptkamera. Es handelt sich um einen optisch stabilisierten 50-Megapixel-Sensor. Laut inoffiziellen Informationen aus dem chinesischen sozialen Netzwerk Weibo (via Notebookcheck) handelt es sich um den Samsung ISOCELL GN3 im 1/1,56-Zoll-Format und damit um einen größeren Sensor als den Sony IMX555 im 1/1,76-Zoll-Format des Galaxy S21 5G. Das bedeutet eine bessere Lichtausbeute und damit potenziell kontrastreichere Aufnahmen und bessere Nachtfotos.

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Das Kameradesign wurde beim S22+ kaum verändert, die Technik schon. Bild: © Samsung 2022

Abseits davon gibt es eine Ultraweitwinkelkamera mit 12-Megapixel-Auflösung für Landschafts- und Architekturaufnahmen sowie ein 10-Megapixel-Teleobjektiv, das optisch stabilisiert ist. Dieses soll dem Weibo-Leak zufolge eine Kleinbild-äquivalente Brennweite von 70 Millimetern bieten. Die Selfie-Cam löst mit 10 Megapixeln auf und kann 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufnehmen. Die Selfie-Cam und die Ultraweitwinkelkamera hat Samsung angeblich vom Galaxy S21 5G übernommen.

Softwareseitig gibt es etwa eine Auto Framing-Funktion, die bei Videoaufnahmen bis zu zehn Personen verfolgt und den Fokus entsprechend anpasst. Auch profitieren Aufnahmen von KI-Technologie, so wirken Porträtfotos professioneller.

Fazit: Zumindest die Hauptkamera und das Teleobjektiv sind bei der S22-Generation neu und könnten deutlich bessere Fotos liefern. Das müssen Tests zeigen.

Konnektivität: Wi-Fi 6(E) und Bluetooth 5.2

Während das Galaxy S22+ Wi-Fi 6E mit Zugriff auf das neue 6-GHz-Spektrum bietet, begnügt sich das Galaxy S22 mit Wi-Fi 6. Das 6-GHz-Frequenzspektrum wird kaum genutzt und könnte eine stabilere und schnellere Verbindung ermöglichen, ein passender Router und Internetvertrag vorausgesetzt. UWB (Ultrabreitband) ist auch dem Galaxy S22+ vorbehalten, der Sensor erleichtert das Auffinden verlorener Dinge mit einem entsprechenden Tracker. Bluetooth 5.2 bieten beide Smartphones für eine verlässliche kabellose Verbindung, etwa zur Smartwatch und zu Kopfhörern.

Zum Vergleich: Das Galaxy S21 und das S21+ setzten auf Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0. Ein 5G-Modem haben alle Modelle der beiden Generationen an Bord. Der UWB-Chip war zuvor dem S21+ vorbehalten, nun dem S22+.

Fazit: Ein markantes Upgrade bietet nur das Galaxy S22+ dank Support von Wi-Fi 6E und damit dem 6-GHz-Netz.

Akku: Mit optionalem Schnellladen

Während Du den 3.700-mAh großen Galaxy S22-Akku mit einem 25-Watt-Netzteil aufladen kannst, erlaubt das S22+ die Aufladung seines 4.500-mAh-Akkus mit einem 45-Watt-Netzteil. Mitgeliefert werden diese nicht. Wireless Power Share für das Aufladen von Bluetooth-In-Ears und Smartwatches auf dem Rücken der Handys ermöglichen beide Geräte.

Das Galaxy S21 5G bot einen 4.000-mAh-Akku, das S21+ hatte hingegen einen 4.800-mAh-Akku, beide konnten mit 25 Watt aufgeladen werden. Die Akkus der Galaxy S22-Modelle sind also deutlich kleiner, was selbst angesichts der etwas kleineren Displays gewisse Sorgen auslöst und eine kürzere Akkulaufzeit bedeuten könnte. Aber das werden erst Tests zeigen müssen.

Fazit: Die Akkus der neuen Generation sind kleiner und Samsung liefert wieder keine Schnelllade-Netzteile mit. Das S22+ unterstützt nun immerhin das Laden mit einem 45-Watt-Netzteil, der Vorgänger begnügte sich mit 25-Watt-Laden.

Speicher: Same old, same old

Das Galaxy S22 und das S22+ werden jeweils mit 8 GB Arbeitsspeicher und wahlweise 128 oder 256 GB internem Speicher ausgeliefert. Das war bei den Vorgängern auch schon so. Der Arbeitsspeicher sollte völlig ausreichen, der interne Speicher dürfte zumindest den meisten Nutzern angesichts von Cloudspeichern genügen.

Fazit: Beim Speicher gibt es keine Veränderungen.

Prozessor: Vor allem stärkere Grafik

Die Galaxy S22-Smartphones setzen in Europa auf den neuen Exynos 2200 von Samsung als Prozessor. Der YouTuber TheTechChap konnte das Galaxy S22 Ultra mit dem neuen Chip schon einmal ausprobieren. Laut seinem Test erreicht der Exynos 2200 eine um 23 Prozent höhere Leistung im AnTuTu-Benchmark als der Exynos 2100, vor allem die Grafikleistung ist höher.

Außerdem bleibt der Prozessor kühler und es gibt weniger Throttling, also eine geringere Leistungsreduktion bei längerem Gebrauch. Der Grafikchip, den Samsung mit AMD entwickelt hat, beherrscht die Lichtsimulation Raytracing sowie Variable Rate Shading für eine gleichmäßigere Bildwiederholrate. Es fehlen aber noch die Mobile Games, die solche Funktionen unterstützen.

Fazit: Vielversprechendes Kamera-Upgrade

Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Galaxy-Generationen nur wenig. Und tatsächlich gibt es in vielen Bereichen wie Speicher, Displays, Akku, Konnektivität und Design nur geringfügige bis keine Änderungen. Mit welchen Games sich die stärkere Grafikleistung nutzen lässt, bleibt offen. Dank Wi-Fi 6E, 45-Watt-Schnellladen, UWP-Chip und höherer Display-Spitzenhelligkeit weist das Galaxy S22+ die bessere Technik auf als das kleinere S22.

Das Hauptargument für die Galaxy S22-Generation dürften die neuen Kameras sein, unterstützt vom neuen Prozessor und frischer Software. Wir dürfen gespannt auf die ersten Tests warten, die sich die Fotoqualität näher ansehen.

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