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Google verbannt Apps für Gesprächsaufzeichnung aus Play Store

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Ab dem 11. Mai verschwinden Dritthersteller-Apps zur Aufnahme von Telefongesprächen aus dem Play Store. Bild: © Getty Images/Uwe Krejci 2018

Drittanbieter-Apps für die Gesprächsaufzeichnung fliegen bald aus dem Play Store. Allerdings sollen Anrufaufnahmen auf einem alternativen Weg weiterhin möglich sein.

Wie Android Authority berichtet, änderte Google vor Kurzem mehrere Richtlinien im Play Store. Die neuen Richtlinien treten am 11. Mai in Kraft. Sie werden voraussichtlich für die Verbannung aller Gesprächsaufzeichnungs-Apps von Drittanbietern aus dem Play Store sorgen, da diese Googles Accessibility API nutzen. APIs (Programmierschnittstellen) erlauben Apps die Anbindung an das Betriebssystem. In einer der neuen Richtlinien heißt es: "Die Accessibility API ist nicht für die Aufzeichnung von Anrufen konzipiert und darf nicht dafür genutzt werden."

Entwickler nutzen die Accessibility API als Hintertür für Anrufaufzeichnungen

Über die Jahre hat Google APIs, die für Anrufaufzeichnung genutzt werden können, immer weiter eingeschränkt. Als Grund dafür gibt das Unternehmen den Datenschutz an. Weiterhin sind die Gesetze zum Mitschneiden von Telefongesprächen in jedem Land unterschiedlich. Um nicht für jedes Land unterschiedliche Richtlinien aufzustellen, entschied sich Google dafür, Anrufaufzeichnungen ab Android 10 komplett zu blockieren.

Einige Entwickler umgingen diese Restriktion jedoch, indem sie Googles Accessibility API für die Aufzeichnung von Anrufen ausnutzten. Dafür ist die API jedoch nicht vorgesehen. Entwickler sollen die Accessibility API eigentlich dafür verwenden, um Menschen mit Behinderung die Nutzung ihres Smartphones zu erleichtern.

Native Funktionen zur Gesprächsaufnahme bleiben erhalten

Die neuen Richtlinien betreffen nur Apps von Drittherstellern. Smartphones, die die Aufnahme von Anrufen ab Werk beherrschen, wie etwa Pixel- und Xiaomi-Smartphones, werden weiterhin Anrufe aufzeichnen können.

In einem Google-Webinar für Entwickler erklärte der Referent: "Wenn die App den Standarddialer auf dem Smartphone nutzt und vorinstalliert ist, ist die Nutzung der Accessibility API nicht erforderlich, um Zugriff auf den eingehenden Audiostream zu erhalten und [die Richtlinie] wird daher nicht verletzt."

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