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Google will den Datenschutz bei Android-Smartphones verbessern

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Google kündigt neue Datenschutz-Maßnahmen für Android an. Bild: © TURN ON 2021

Apple machte es 2021 vor, jetzt zieht Google nach: Der Android-Entwickler kündigte am Mittwoch ein neues Datenschutzmodell für Android-Smartphones an. Das Ziel: mehr Privatsphäre für den Nutzer. Die Online-Werbebranche muss sich damit auf neue Spielregeln einstellen.

Google will die Privatsphäre von Android-Nutzern besser schützen. Das kündigte Android Product Management VP Anthony Chavez am Mittwoch in einem Blogpost an. Mit einer über mehrere Jahre angelegten Initiative namens "Privacy Sandbox" wolle man ein neues Datenschutzmodell entwickeln. Für die Online-Werbebranche bedeutet das: Gezielte Werbung auszuspielen, dürfte künftig schwerer werden.

Google will neue Werbelösungen für Android

Das neue Datenschutzmodell sieht es etwa vor, dass gesammelte Daten nicht mehr so einfach mit Dritten geteilt werden dürfen. Bislang konnten Werbetreibende die Nutzer auf Mobilgeräten mittels sogenannter Werbe-IDs gezielt nachverfolgen, um Nutzerprofile mit Vorlieben und Interessen anlegen und gezielte Werbung ausspielen zu können. Im vergangenen Jahr gab Google Android-Nutzern bereits die Möglichkeit, das Teilen der Werbe-ID zu unterbinden. Das neue Modell soll jedoch komplett ohne Werbe-ID auskommen.

Facebook drohen weitere Verluste

Als Apple es iPhone-Nutzern im April letzten Jahres ermöglichte, selbst zu entscheiden, welchen Apps sie App-Tracking erlauben, war das ein herber Schlag für Facebook. Der Mutterkonzern Meta schätzte laut ZDNet, dass allein Apples Änderung zum Schutz der Privatsphäre den Umsatz von Facebook im Jahr 2022 um 10 Milliarden Dollar drücken werde. Auch nach der Ankündigung Googles zum neuen Datenschutzmodell fiel die Facebook-Aktie direkt um sechs Prozent.

Anders als Apple will Google allerdings noch eine Übergangsfrist von zwei Jahren einhalten, in der Unternehmen weiterhin die Werbe-ID nutzen können. Auch kann Google nicht so rigoros vorgehen wie Apple, da der Konzern selbst stark von Werbeeinnahmen abhängig ist.

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