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Harmony OS 2.0 vorgestellt: Huawei will Android-Alternative etablieren

Für sein neues Betriebssystem setzt Huawei vor allem auf das Zusammenspiel mit anderen Geräten und dem Smartphone als Herzstück.
Für sein neues Betriebssystem setzt Huawei vor allem auf das Zusammenspiel mit anderen Geräten und dem Smartphone als Herzstück. Bild: © Huawei 2021

Neue Huawei-Smartphones kommen seit zwei Jahren ohne klassisches Android-Betriebssystem aus – doch jetzt hat Huawei mit Harmony OS 2.0 eine Alternative präsentiert. Das neue System soll mehrere Geräte unterschiedlicher Kategorien miteinander vernetzen.

Huawei hat Version 2.0 seines Betriebssystems offiziell in einer Mitteilung vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Alternative zum Android-Betriebssystem, das Huawei seit rund zwei Jahren aufgrund von US-Handelsbeschränkungen nicht mehr nutzen darf. Wenngleich das System optisch und technisch Android sehr ähnelt, beruht es nicht auf dem Open-Source-Code von Android, sondern auf einem Open-Source-Projekt der Open-Atom-Foundation.

Umstieg von Android auf Harmony OS 2.0 für 100 Geräte geplant

Huawei plant den Umstieg von rund 100 Geräten – Smartphones und Tablets – von Android auf Harmony OS 2.0. Im ersten Schritt sind chinesische Nutzer an der Reihe, ehe westliche Regionen bedient werden. Da chinesische Nutzer ohnehin keinen Zugriff auf Googles Play Store hatten, fällt der Prozess hier vergleichsweise einfach aus.

Mit Harmony OS 2.0 will Huawei es Entwicklern möglichst leicht machen, ihre Android-Apps für das Huawei-System anzupassen. Der Umstieg auf Harmony OS 2.0 beginnt in China sofort und zieht sich bis in das dritte Quartal. Den Start markieren Flaggschiff-Handys wie das Huawei Mate 40 und das Huawei P30.

Neues Kontrollzentrum für einfachere Bedienung

Die neue Software sei laut Huawei sicher und leistungsstark, zudem stehe die plattformübergreifende Kommunikation mit anderen Geräten im Fokus, von der Smartwatch bis hin zu Geräten im Smart Home. Dank Open Source könnten Entwickler unkompliziert Apps über mehrere Geräte hinweg programmieren, so die Hoffnung Huaweis.

Ein neues Kontrollzentrum soll das Verbinden mit anderen Geräten so einfach wie möglich und wichtige Funktionen schnell zugänglich machen. So sei es möglich, ein abgespieltes Video auf dem Smartphone mit nur einem Wisch auf den Fernseher zu übertragen.

Termin für Rollout in Deutschland noch offen

Herzstück der neuen Vernetzungsstrategie ist das Smartphone, das umgeben ist von Tablets, Smartwatches und anderen IoT-Geräten. Geräte, die zuvor unabhängig voneinander agierten, sollen so zu einer mächtigen Einheit verschmelzen. Wann genau der Rollout für deutsche Nutzer starten wird, ist noch unklar. Jüngst hat Huawei mit seiner neuen Smartwatch ein erstes Produkt auf Basis von Harmony OS 2.0 vorgestellt.

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