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iMac langsam: Woran es liegt und was Du tun kannst

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imac-title Bild: © Apple 2021

Wer seinen iMac schon länger verwendet, der kennt das Problem bestimmt: Mit der Zeit reagiert der Computer langsam, Seiten laden nicht mehr so fix wie zuvor oder der Mac wirkt einfach insgesamt immer träger. Mit ein paar einfachen Kniffen lässt sich das aber beheben.

Von Sebastian Weber

Wer viel vor seinem iMac sitzt, für den gibt es nicht Schlimmeres, als wenn der Computer mit der Zeit immer zögerlicher auf Eingaben reagiert oder Programme und Seiten nur noch schleppend lädt.

Solche Performance-Probleme Deines Macs lassen sich meist mit einigen einfachen Schritte beheben, ohne dass Du direkt über ein Upgrade nachdenken oder den Apple-Support kontaktieren musst.

iMac zu langsam? Ein Update könnte helfen

Wenn dein iMac langsam hochfährt oder im Betrieb träge arbeitet, dann könnte vielleicht schlicht ein Update des Betriebssystems helfen – etwas, das jeder gerne vergisst.

Die Updates von macOS bringen nicht nur immer wieder neue Funktionen oder schließen Sicherheitslücken, was allein ein Grund wäre, diese möglichst immer zeitnah aufzuspielen. Sie können auch Optimierungen an Bord haben, welche die Leistung des iMac verbessern.

iMac neustarten

Egal ob iMac oder Macbook, die Versuchung ist groß, den Computer am Ende des Tages einfach nur in den Ruhemodus zu versetzen, denn so bleiben Dokumente und Co. geöffnet und Du kannst am nächsten Tag einfach da weiterarbeiten, wo Du aufgehört hast.

Doch genau das macht den Mac mit der Zeit immer langsamer. Wenn Du also das Gefühl hast, dass der Computer nicht mehr so flott reagiert wie gewohnt, dann speichere Deine Dateien ab und starte den Rechner neu. Das schaufelt den Arbeitsspeicher frei und lässt den iMac wieder zu Puste kommen.

Eine volle Festplatte bremst aus

Ein langsamer Mac könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass die Festplatte allmählich an ihre Kapazitätsgrenze kommt. Allerdings benötigen die Apple-PCs ausreichend Speicherplatz als Reserve, damit sie optimal funktionieren.

Klicke daher oben links auf das Apple-Symbol und wähle dann den Menüpunkt "Über diesen Mac" aus. In dem Fenster, das sich öffnet, klicke auf "Festplatten“ und überprüfe wie viel Speicherplatz noch frei ist.

Sollte die Festplatte beinahe voll sein, dann klicke dort auf "Verwalten", wo macOS Dir einige Schritte empfiehlt, wie etwa Dateien in der iCloud zu speichern. Einen schnellen Überblick verschafft Dir aber "Chaos reduzieren", denn dieses Werkzeug zeigt Dir große und selten genutzte Dateien an, welche Du dann entweder löschen oder auf einen USB-Stick bzw. eine externe Festplatte verschieben kannst.

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Wenig Speicherplatz kann deinen Mac ebenfalls langsam machen. Bild: © Screenshot TURN ON 2022

Laufende Programme schließen

Noch ein simpler Trick, um Deinen iMac wieder etwas Beine zu machen: Schließe offene Programme. Wenn Du nämlich ein Programm nur mit dem roten X schließt, dann bleibt es startbereit, was du an dem kleinen schwarzen Punkt unter dem Icon im Dock erkennst.

Wenn dort allerdings zig Programme startbereit warten, dass Du sie wieder verwendest, dann verlangsamt dies Deinen iMac auf Dauer ebenfalls. Daher checke das Dock regelmäßig und beende ungenutzte Software endgültig mit einem Rechtsklick und der Beenden-Option.

Den Schreibtisch aufräumen für einen schnelleren iMac

Wie beim realen Schreibtisch, gilt auch beim virtuellen Schreibtisch von macOS, dass ein aufgeräumter Arbeitsplatz die Arbeit erleichtert. Entsprechend kann ein Schreibtisch voller Dokumente, Dateien, Ordnern und Programmen deinen iMac mit der Zeit ebenfalls verlangsamen.

Daher ist es ratsam, alle Dateien und Co., die Du dort nicht unbedingt brauchst, zu löschen oder zu verschieben, damit der Schreibtisch einigermaßen leer ist. Für alle Objekte, die dort verbleiben müssen, nutze die Funktion "Stapel verwenden", welche Du mit einem Rechtsklick auf den Schreibtisch aktivieren kannst. Damit sortiert dein iMac die Dateien selbstständig und räumt so auf.

Hardware-hungrige Prozesse beenden

Während die bisher genannten Lösungswege recht einsteigerfreundlich sind, lässt sich ein langsamer iMac auch über die Aktivitätsanzeige eventuell wieder beschleunigen. Aber Vorsicht, hier könnten auch Systemprozesse schnell aus Versehen beendet werden und so den iMac ohne Neustart unbrauchbar machen.

Die Aktivitätsanzeige öffnest Du am einfachsten über den Menüpunkt "Gehe zu", wo Du "Dienstprogramme" auswählst. Dort findest du den Eintrag "Aktivitätsanzeige".

Im nächsten Fenster listet Dir Dein iMac alle laufenden Prozesse auf, welche Du in der ersten Spalte nach dem Namen danach sortieren kannst, wie viel Prozessorlast sie verursachen. Alle Programme, welche Du aktuell nicht verwendest, kannst Du dann mit dem X-Knopf oben in der Mitte beenden und so wieder etwas Leistung deines iMac freiräumen.

Neben der Prozessorlast ist aber auch die Belegung des Arbeitsspeichers ein interessanter Faktor. Wähle daher im gleichen Fenster oben den Punkt "Speicher" aus und wiederhole dann die gleichen Schritte wie eben beschrieben, um die Programme zu schließen, die hier am meisten Speicherhunger aufweisen, wenn Du sie gerade nicht verwendest.

Automatischen Start von Programmen verhindern

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Nicht benötigte Autostartprogramme solltest Du ausblenden. Bild: © Screenshot TURN ON 2022

Zu guter Letzt ist es auch hilfreich, Programmen zu verbieten, dass sie automatisch starten, wenn Du deinen iMac hochfährst. Viele Software aktiviert diese Option automatisch während der Installation, was praktisch sein kann, aber natürlich Leistung deines Macs belegt, was ihn schließlich ausbremst.

Um den automatischen Start von Programmen zu verhindern, öffne die Systemeinstellungen und wähle "Benutzer & Gruppen" aus. In Deinem Nutzerprofil gibt es den Punkt "Anmeldeobjekte", wo alle Programme aufgelistet sind, die sich nach dem Hochfahren und dem Anmelden von allein starten. Bei denjenigen, wo Du es unterbinden möchtest, setze den Haken bei "Ausblenden".

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Zusammenfassung

  • Um einem langsamen iMac wieder Beine zu machen, helfen manchmal einfache Schritte wie ein Neustart oder Updates des Betriebssystems.
  • Eine zu volle Festplatte sowie zu viele gleichzeitig laufende Programme können Deinen Mac ebenso ausbremsen, wie ein vollgepackter Schreibtisch.
  • Über die Aktivitätsanzeige lassen sich Hardware-hungrige Programme gezielt beenden, um wieder Kapazitäten freizuräumen.
  • Programme, die beim Hochfahren des iMacs automatisch starten, können unnötig Leistung kosten.
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