Ist das iPad wasserdicht? Wir haben die Antwort

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Das iPad ist ein starkes Tablet, aber ist es auch wasserdicht? (Bild: iPad Pro 2021) Bild: © Apple 2021

Apple bewirbt seine iPhones damit, dass sie wasserdicht sind. Doch wie schaut es mit dem iPad aus? Wir klären, ob das iPad wasserdicht ist.

Von Sebastian Weber

Die Handys von Apple haben eine IP68-Klassifizierung. Das bedeutet laut Hersteller, dass sie bis zu 30 Minuten in klarem Wasser aushalten, ohne Schaden zu nehmen – und das in bis zu sechs Metern Tiefe. Kann das iPad da mithalten?

Ist das iPad wasserdicht?

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iPhones sind bereits seit einigen Generationen wasserdicht, das iPad hingegen nicht. Bild: © Apple 2019

Die kurze und schmerzlose Antwort: Nein, iPads sind nicht wasserdicht.

Das heißt aber nicht, dass die Geräte sofort Schaden nehmen, wenn sie Wasserspritzer abbekommen. Einige Tropfen auf dem Display sind unproblematisch – Du kannst sie einfach wegwischen.

Erst wenn die Anschlussbuchsen, die Lautsprecher oder der Lüfter mit Wasser in Kontakt kommen, besteht die Gefahr, dass das iPad Schaden nimmt.

Was tun, wenn das iPad nass wird?

Ist Dein iPad nass geworden, kannst Du es vielleicht noch retten. Schalte das Gerät sofort aus, um zu verhindern, dass die Elektronik durch einen Kurzschluss den Geist aufgibt.

Anschließend solltest Du Dein iPad bestmöglich trocknen. Äußerliche Feuchtigkeit nimmst Du mit einem Lappen oder Handtuch auf. Danach legst Du das Tablet zum Beispiel in ungekochten Reis, sodass es komplett bedeckt ist. Der ungekochte Reis saugt Feuchtigkeit auf. Das kann helfen, das iPad im Inneren zu trocknen.

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Wenn Du Dein iPad nach dem Kontakt mit Wasser schnell in Reis legst, kannst Du es womöglich noch retten. Bild: © Adobe Stock/Orlowski Designs LLC 2022

Noch effektiver als Reis ist Silikagel, auch Kieselgel genannt. Du findest es häufig in kleineren oder größeren Päckchen, die Smartphones und anderen elektronischen Geräten beiliegen. Silikagel ist stark hygroskopisch, also wasseranziehend. Es kann Feuchtigkeit noch besser aufnehmen als ungekochter Reis.

Lass das iPad einige Tage im Reis oder Silikagel liegen, bevor Du es wieder einschaltest. Wenn Du das Tablet zu früh anschaltest, kann es zu Kurzschlüssen durch Restfeuchtigkeit im Inneren kommen. Überprüfe außerdem, ob sich Reiskörner bzw. Silikakügelchen in den Anschlussbuchsen des iPads festgesetzt oder verklemmt haben. Falls ja, entferne sie vorsichtig (ohne spitze metallische Hilfsmittel).

Dein iPad lässt sich nach dem Trocknen nicht mehr einschalten bzw. funktioniert nicht richtig? Suche einen Apple Store oder zertifizierten Händler auf. Die Experten können Dir sagen, ob Dein iPad noch repariert werden kann.

So schützt Du Dein iPad vor Wasser und Feuchtigkeit

Da Dein iPad nicht wasserdicht ist, solltest Du vorsichtig sein und das Gerät schützen. Im Alltag gibt es hierfür einen einfachen Trick.

Wenn Du Dein iPad zum Beispiel in der Küche verwendest, um Rezepte beim Kochen zu lesen, hilft ein großer Gefrierbeutel. Steck Dein iPad einfach in den Beutel und verschließe ihn. Am besten verwendest Du einen Beutel mit Zip-Lock-Verschluss. So ist das Gerät gut geschützt gegen Spritzer jeder Art.

Das Display oder den Homebutton kannst Du so natürlich nicht mehr bedienen. Stelle also sicher, dass der Bildschirm nicht von allein ausgeht, damit Du Dein Rezept jederzeit siehst. Willst Du noch andere Dinge mit Deinem iPad machen, während es im Gefrierbeutel steckt, kannst Du zum Beispiel Sprachbefehle an Siri richten.

Der Gefrierbeutel reicht in der Regel auch aus, um Dein iPad in einem Regenschauer oder vor anderem Spritzwasser zu schützen. Aber Achtung: Überprüfe den verwendeten Gefrierbeutel regelmäßig auf Beschädigungen. Falls er Löcher bekommen hat, wechsle ihn aus.

Fällt Dein iPad ins Wasser oder bekommt einen großen Schwall ab, hilft auch kein Zip-Lock-Beutel. In diesem Fall heißt es: schnell ausschalten, trocknen und das Beste hoffen.

Um Dein iPad richtig wasserdicht zu machen, kannst Du zu speziellen Hüllen für das Gerät greifen. Es gibt einige Schutzhüllen für iPads, die wie das iPhone eine IP68-Klassifizierung haben. Auf diese Klassifizierung solltest Du beim Kauf achten, denn nur dann kannst Du sicher sein, dass die Hülle tatsächlich wasserdicht ist.

Zusammenfassung

  • Im Gegensatz zu iPhones sind iPads nicht wasserdicht und daher für Schäden durch Wasser und Feuchtigkeit anfällig.
  • Ist Dein iPad nass geworden, schalte es sofort aus und lege es zum Trocknen in Reis oder Silikagel ein.
  • Ein Gefrierbeutel mit Zip-Lock-Verschluss ist ein günstiger Schutz vor Spritzwasser, macht das iPad aber nicht vollständig wasserdicht.
  • Spezielle wasserdichte Hüllen gibt es im Fachhandel. Achte auf eine IP68-Klassifizierung.
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