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Ladestationen für Elektroautos in Deutschland: So kannst Du sie finden

Tesla versorgt seine Kunden mit speziellen Superchargern – besonders schnellen Ladestationen.
Tesla versorgt seine Kunden mit speziellen Superchargern – besonders schnellen Ladestationen. Bild: © Tesla 2019

Elektroautos erfreuen sich in Deutschland immer größerer Beliebtheit. Doch während Tankstellen leicht und überall zu finden sind, gestaltet sich die Suche nach Ladestationen gerade in fremden Städten schwierig. In diesem Ratgeber erfährst Du, wie Du im Handumdrehen die nächste Steckdose für Deinen Wagen findest.

Von Sebastian Weber

Jeder von uns hat in der Regel immer sein Smartphone dabei. Daher bietet sich Google Maps zur Suche nach einer Ladestation für Dein Elektroauto an, denn dieser Kartendienst wartet stets einsatzbereit in der Hosentasche.

So findest Du Ladestationen mit Google Maps

Mobile GPS navigation concept. Smartphone on map of the city, fullscreen
Über Google Maps findest du die Standorte für zahlreiche Ladestationen. Bild: © Thinkstock/iStockphoto/Bet_Noire 2017

Um eine Ladestation zu finden, öffnest Du die Google-Maps-App. Unterhalb der Suchleiste zeigt Dir das Programm kleine Buttons an, etwa um schnell nach Restaurants und Co. zu suchen. Diese Leiste lässt sich nach links wischen, bis ein Mehr-Knopf erscheint.

Sobald Du diesen drückst, erscheint eine Liste mit allen möglichen Vorschlägen, wobei Du unter den Dienstleistungen auch Ladestationen für Elektrofahrzeuge findest. Ein Klick darauf und Google Maps springt zurück in die Kartenansicht, wo das Programm dann Ladestationen in der Nähe ausspuckt.

In den USA ist die App inzwischen bereits so weit, dass der Nutzer in den Einstellungen genau festlegen kann, welche Art von Ladesäule benötigt wird, da es verschiedene Anschlussarten gibt. Wann diese Funktion in Deutschland freigeschalten wird, steht noch aus.

Spezielle Kartendienste für Ladestationen

Neben Google Maps für unterwegs, findest Du im Internet auch Kartendienste, die auf die Suche nach Ladestationen von Elektroautos spezialisiert sind.

Die Ladesäulenkarte von Carwow.de ist hier erfreulich simpel aufgebaut. Du gibst einfach den Ort oder die genaue Adresse ein, wo der Wagen an den Strom muss. Dann präsentiert Dir die Karte die Ergebnisse entsprechend. Nachteil ist hier jedoch, dass es zu den einzelnen Ladesäulen abseits der Anschlussart nur wenige Informationen gibt.

Genau hier kann der Dienst Chargemap.com punkten. Diese Seite verlässt sich voll auf die Mitarbeit der Community, daher setzt sie für die Nutzung auch eine Registrierung voraus. Dafür liefert Chargemap Dir nicht nur Informationen darüber, wo Ladestationen für Elektroautos zu finden sind, sondern auch allerlei Zusatzinformationen.

Der Dienst zeigt zum Beispiel an, von wem die Ladestation betrieben wird und ob es sich überhaupt um eine öffentlich zugängliche handelt. Dazu gibt es eine Anfahrtsbeschreibung und häufig Fotos, sodass Du die Station nicht verpassen kannst. Zu jedem Eintrag auf der Karte können Mitglieder außerdem Kommentare hinterlassen, sodass schnell klar ist, ob die Ladesäule noch in Betrieb ist und so weiter.

Wer baut Ladestationen für Elektroautos?

Elektroauto laden fullscreen
Öffentliche Ladestationen werden vor allem von regionalen Unternehmen betrieben. Bild: © Thinkstock/iStock/JANIFEST 2017

Öffentliche Ladestationen für Elektroautos betreiben sowohl regionale als auch überregionale Anbieter. Gerade bei den regionalen Stromversorgern solltest du daher darauf achten, dass diese das Laden auch außerhalb ihres Geschäftsgebiets erlauben. Das funktioniert ähnlich wie beim Mobilfunk über Roaming, also Partneranbieter.

Regionale Anbieter sind häufig zum Beispiel die Stadtwerke, etwa in Hamburg, Düsseldorf oder München. In Städten, in denen die Stadtwerke Ladestationen für Elektroautos aufstellen, ist das Netz entsprechend gut ausgebaut.

Überregionale Anbieter auf der anderen Seite sind zum Beispiel BMW, der ADAC oder Energiekonzerne wie EON und EnBW, aber auch private Unternehmen wie New Motion, ein Tochterunternehmen von Shell.

Die Ladestationen von diesen Unternehmen findest du bundesweit verteilt oder oftmals sogar im Europäischen Ausland. Entsprechend solltest du vor Vertragsabschluss mit einem Anbieter von Ladesäulen von Elektrofahrzeugen überlegen, wie oft Du weitere Strecken zurücklegst und nachlesen, wie sich die Kosten außerhalb des Geschäftsgebietes zusammensetzen, um Geld zu sparen.

Kostenlose Ladestationen für Elektroautos

Während Ladestationen für Elektroautos von Stadtwerken und Co. kostenpflichtig sind, können Sparfüchse durchaus kostenfrei ihren E-Flitzer tanken.

Discounter wie Aldi Süd, Lidl oder Kaufland bieten an vielen Standorten Ladesäulen auf ihren Parkplätzen an, welche gratis zur Verfügung stehen. Allerdings ist die Nutzungsdauer hier und da begrenzt.

Gleiches bieten einige Baumärkte an, etwa Bauhaus, Hagebau, Hornbach oder Globus und selbst das Möbelhaus Ikea hat alle Filialen in Deutschland bereits entsprechend ausgestattet.

Allerdings steht bei den meisten dieser Angebote aktuell die Frage im Raum, welche Anbieter daran festhalten, die Ladesäulen für Elektrofahrzeugen für ihre Kunden kostenfrei bereit zu stellen und wer mit der Zeit doch noch auf ein gebührenpflichtiges Modell umstellt.

Daher empfehlen wir Dir, auf der Website Goingelectric.de hin und wieder zu checken, wie der Stand der Dinge ist. Dort kannst du in den Optionen der Kartenansicht nach kostenfreien Ladestationen filtern und dann den Einkauf entsprechend des Ladestands des Elektroautos planen.

Zusammenfassung

  • Unterwegs eignet sich Google Maps am besten für die Suche nach Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
  • Spezielle Kartendienste für Ladesäulen haben oftmals detailliertere Informationen darüber, ob die Stromtankstellen noch existieren oder wo genau sie zu finden sind.
  • Geschäfte wie Discounter, Baumärkte oder Ikea bieten an vielen Standorten kostenfreie Ladestationen für Elektroautos für ihre Kunden auf dem Parkplatz an.
  • In Großstädten sorgen die Stadtwerke oftmals für eine flächendeckende Abdeckung an Ladesäulen. Private Unternehmen dagegen sorgen deutschlandweit für Saft und sind so für Langstreckenfahrer die bessere Alternative.
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