MacBook Air 2022 vs. MacBook Air 2020: Lohnt der Wechsel?

Für den Umstieg auf das neue MacBook Air gibt es gute Gründe.
Für den Umstieg auf das neue MacBook Air gibt es gute Gründe. Bild: © Apple 2022

Apple hat im Rahmen der WWDC 2022 das neue MacBook Air 2022 mit M2-Chipsatz vorgestellt. Neben dem stärkeren Chipsatz punktet das neue Modell unter anderem mit einem aufgefrischten Design und der Rückkehr des MagSafe-Ladeanschlusses. Doch lohnt sich der Umstieg vom MacBook Air 2020 auf das MacBook Air 2022?

Design: Kompakter, leichter, dünner

Das charakteristische Unibody-Gehäuse aus Aluminium kommt auch beim neuen MacBook Air 2022 zum Einsatz. Apple hat das Design mit Blick auf den neuen M2-Chipsatz jedoch von Grund auf neu entwickelt: Das neue Modell ist lediglich 11,3 Millimeter dünn und wiegt nur 1,2 Kilogramm – rund 500 Gramm leichter als der Vorgänger.

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Apple hat das Volumen insgesamt um rund 20 Prozent verringert, womit das neue MacBook Air mit M2 noch kompakter ausfällt. Dennoch hat Apple – im Gegensatz zum MacBook Pro – das leise, lüfterlose Design beibehalten. Neben Silber und Space Grau gibt es das MacBook Air 2022 zudem in den Farben Mitternacht und Polarstern zu kaufen.

Weitere Merkmale sind das Magic Keyboard mit Funktionstasten und der Fingerabdruckerkennung Touch ID sowie das große Trackpad für die Bedienung.

Fazit: Das MacBook Air steht seit jeher für ein gleichermaßen dünnes wie leichtes Notebook – mit dem MacBook Air 2022 hat Apple es geschafft, das Design noch kompakter zu machen.

MacBook Air M1 2020 MacBook Air M2 2022
13,3" Retina Display 13,6" Liquid Retina Display
Apple M1 Chip Apple M2 Chip
8‑Core CPU 8‑Core CPU
7‑Core GPU Bis zu 10‑Core GPU
Bis zu 16 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher Bis zu 24 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher
2 TB Maximale Speicher­konfiguration 2 TB Maximale Speicher­konfiguration
Bis zu 18 Std. Batterielaufzeit Bis zu 18 Std. Batterielaufzeit
720p FaceTime HD Kamera 1080p FaceTime HD Kamera
Ring aus drei Mikrofonen, Stereo-Lautsprecher Ring aus drei Mikrofonen, 4‑Lautsprecher-System mit 3D Audio

Display: Mehr Diagonale, mehr Helligkeit

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Das Liquid Retina Display erreicht im Vergleich zum Vorgänger eine um 25 Prozent höhere Helligkeit – und ist zudem 0,3 Zoll größer. Bild: © Apple 2022

Während das MacBook Air 2020 ein Retina Display besitzt, vertraut Apple für das neue Modell auf ein Liquid Retina Display. Dies ist mit einer maximalen Helligkeit von 500 Nits 25 Prozent heller als beim Vorgänger. Zudem wächst die Bildschirmdiagonale leicht von 13,3 Zoll auf 13,6 Zoll, was unter anderem dadurch erreicht wird, dass Apple die Bildschirmränder verkleinert. So rückt die Menüleiste oben um die Kamera herum und der bisherige Displayrahmen entfällt dadurch. Die Folge: Mehr Platz für deine Inhalte.

Fazit: Eine höhere Helligkeit und etwas mehr Displaydiagonale sind willkommen, ansonsten fallen die Neuerungen beim Display nicht bahnbrechend aus.

Leistung: Mehr Power für Deine Aufgaben

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Der M2 verspricht eine im Vergleich zum M1 um 18 Prozent schnellere CPU und eine um 35 Prozent stärkere GPU. Bild: © Apple 2022

Die Performance ist wohl das, was beide Generationen am meisten voneinander unterscheidet – der Wechsel vom M1 auf den brandneuen M2. Herzstück des neuen M2-Chipsatzes ist seine 8-Kern-CPU mit Fortschritten sowohl bei den Performance- als auch Effizienz-Kernen. Apple hat ebenso die integrierte Grafikeinheit, die GPU, verbessert. Möglich sind jetzt bis zu zehn Kerne, zwei mehr als noch beim M1. Davon profitieren vor allem Spiele aber auch anspruchsvolle Anwendungen wie die Videobearbeitung.

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Apple hat den M2 im verbesserten 5-Nanometer-Verfahren hergestellt – mit 25 Prozent mehr Transistoren, die unter anderem mehr Speicherbandbreite liefern. Bild: © Apple 2022

Verbesserungen gibt es auch bei der Speicherbandbreite, die beim M2 bis zu 100 GB/s beträgt und maximal 24 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher erlaubt. Zum Vergleich: Beim MacBook Air M1 war bei 16 GB RAM Schluss. Mit dem neuen MacBook Air 2022 verarbeitest Du so noch anspruchsvollere Workloads.

So bearbeitest Du komplexe Videospuren in Final Cut Pro dank der fast 40 Prozent höheren Performance erheblich schneller. Nutzt Du bislang noch ein MacBook ohne Apple Silicon Chip, ist die Leistung laut Apple um circa 15-mal höher.

Fazit: Die höhere Performance ist wohl der wichtigste Grund für einen Umstieg auf das neue Modell. Für alltägliche Office-Aufgaben reicht auch der M1 noch locker aus. Wer aber regelmäßig anspruchsvolle Aufgaben wie Videoschnitt durchführt, wird die Leistung des M2 zu schätzen wissen. Erste unabhängige Benchmark-Ergebnisse stehen aber noch aus.

Kamera: Videogespräche endlich in Full HD

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Die Kamera im neuen MacBook Air verfügt dank 1.080p-Auflösung über eine bessere Videoqualität. Bild: © Apple 2022

Apple hat die Auflösung der Kamera deutlich verbessert: Statt mit 720p löst diese jetzt mit 1.080p auf – was ein deutlich schärferes Bild für Videogespräche produziert. Ein größerer Sensor und effizientere Pixel sorgen auch bei schwachen Lichtverhältnissen für eine gelungene Qualität, die in Verbindung mit dem besseren Bildsignalprozessors im M2 weiter optimiert wird.

Und mit dem Update auf macOS Ventura im Herbst wirst Du sogar Dein iPhone als Webcam nutzen können, um von weiteren Funktionen zu profitieren, etwa dem Folgemodus, bei dem Dein Gesicht stets im Fokus bleibt.

Fazit: Wer viele Videogespräche führt, wird für die bessere Qualität der integrierten Kamera dankbar sein. Das Upgrade auf Full HD war aber, so viel gehört zur Wahrheit dazu, seit Jahren überfällig.

Anschlüsse und Akkulaufzeit: Das Comeback von MagSafe

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MagSafe sorgt für ein sicheres Aufladen. Bild: © Apple 2022

Hier kehrt ein alter Bekannter zurück – der MagSafe-Ladeanschluss. Wurde der Vorgänger noch über Thunderbolt mit Strom versorgt, funktioniert das im neuen Modell über den magnetischen Ladeanschluss, der schon vor vielen Jahren in MacBooks verbaut war. Dieser sorgt für zusätzlichen Schutz: Ist das Kabel eingesteckt, löst es sich bei versehentlichem Ziehen sofort. Damit wird das Risiko von Stürzen und somit schweren Beschädigungen radikal minimiert.

Die Akkulaufzeit beträgt maximal 18 Stunden – keine Verbesserung im Vergleich zum Vorgänger. Zwei Thunderbolt-Anschlüsse sowie eine 3,5-mm-Buchse für Kopfhörer runden die Ausstattung ab.

Fazit: Der MagSafe-Anschluss macht das Laden sicherer. Leider kann die Akkulaufzeit des neuen Modells nicht ganz mit der Vorgängerversion mithalten.

Fazit: Lohnt der Wechsel vom MacBook Air 2020 auf das MacBook Air 2022?

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Der M2 punktet gegenüber dem M1 vor allem mit deutlich höherer Grafikpower. Bild: © Apple 2022

Apple hat dem neuen MacBook Air ein kompakteres Design spendiert, die Bildschirmdiagonale leicht erhöht, eine bessere Kamera integriert, MagSafe wieder eingeführt und – vor allem – die Leistung deutlich verbessert. Der neue M2-Chipsatz hat eine um 18 Prozent schnellere CPU, vor allem aber eine um 35 Prozent stärkere GPU – was vor allem grafikintensiven Aufgaben zugutekommt.

Davon profitieren Spiele genauso wie komplexe Videobearbeitung mit vielen verschiedenen Spuren. Wer das MacBook Air für solche Tätigkeiten verwendet, sollte einen Wechsel erwägen – auch wenn erste Benchmarks noch ausstehen. Auch wer häufig Videogespräche führt und keine externe Webcam nutzen möchte, wird die neue Full-HD-Kamera zu schätzen wissen.

Für Tätigkeiten wie Office-Aufgaben, das Surfen im Netz oder auch für Unterhaltungszwecke reicht das MacBook Air mit M1-Chip allemal. Auch Bildbearbeitung und einfache Videobearbeitung ist damit weiterhin mühelos möglich. Wer bislang noch ein MacBook mit Intel-Prozessor im Einsatz hat, kann bedenkenlos auf das neue Modell umsteigen. Die bessere und vor allem energieeffizientere Leistung wirst Du im Alltag sofort positiv bemerken.

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Mit dem MacBook Air 2022 verbessert Apple sein beliebtestes Notebook an vielen Stellen klug und sinnvoll – und die neue Leistungsstärke spricht ohnehin für sich. Wer starke Leistung in kompakter Form benötigt, kommt am neuen MacBook Air kaum vorbei. Der Preis fällt mit 1.500 Euro allerdings nicht mehr ganz so günstig aus wie noch beim ersten MacBook Air mit hauseigenem Apple Silicon Chip – und der Abstand zum teureren MacBook Pro schmilzt immer weiter.

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