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MacBook-Speicher erweitern: Diese Möglichkeiten gibt es

Knapper Speicher auf dem MacBook? Wir verraten Dir, was Du dagegen tun kannst.
Knapper Speicher auf dem MacBook? Wir verraten Dir, was Du dagegen tun kannst. Bild: © Apple 2018

Dein MacBook, MacBook Air oder MacBook Pro benötigt dringend mehr Speicher? Du hast verschiedene Möglichkeiten, den Speicher schnell und einfach aufzurüsten. Dazu musst Du Deinen Rechner nicht einmal aufschrauben.

Von Sven Wernicke

Wenn Du Deinem (alten) MacBook mehr Speicher spendierst, bringt das verschiedene Vorteile: Du hast zusätzlichen Platz für Fotos, Videos und Dokumente – und eine neue Festplatte beziehungsweise SSD kann das Arbeitstempo des Rechners deutlich erhöhen.

Je neuer Dein MacBook, MacBook Pro oder MacBook Air ist, desto schwieriger kann es sein, den Speicher zu erweitern. Aber es gibt für jeden mobilen Apple-Rechner eine geeignete Lösung.

Speicher mit SD-Karten und USB-Sticks erweitern

Die unkomplizierteste Möglichkeit, den MacBook-Speicher zu erweitern, ist das Einstecken einer Speicherkarte oder eines USB-Sticks. Doch nicht jeder mobile Mac verfügt über einen SD-Kartensteckplatz. Das 13-Zoll-MacBook-Pro (2021) hat beispielsweise keinen, aber das 2021er-Modell mit 14-Zoll-Display kann damit punkten.

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Bevor Du Dir einen USB-Stick zulegst, prüfe zunächst über welche USB-Anschlüsse Deine MacBook verfügt. Bild: © TURN ON 2017

Ähnliches gilt für USB-Sticks. Neuere MacBooks setzen auf USB-C, ältere haben noch einen USB-A-Port. Je nachdem, welchen Anschluss Dein Modell hat, kannst Du Dir entsprechende USB-Speichermedien zulegen. Im Zweifel sind aber auch Adapter erhältlich, zum Beispiel der Wicked Chili USB-C- auf USB-A-Adapter.

Hinweis: SD-Speicherkarten und USB-Speicher sind recht langsam, genügen aber in der Regel zum Sichern von Dokumenten oder Fotos. Empfehlenswert sind beispielsweise zeitgemäße SDXC-Speicherkarten mit 256 GB und mehr. Die volle Flexibilität bei USB-Sticks erhältst Du zum Beispiel mit dem Hama C-Laeta USB-Stick, der hohe Geschwindigkeiten (USB 3.0/3.1) unterstützt und Anschlüsse für USB-A sowie USB-C gleichermaßen besitzt.

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Externe Festplatten und SSDs mit USB-Anschluss

Der Begriff "externe Festplatte"' wird zwar heutzutage noch verwendet, doch die guten alten HDDs wurden längst durch flottere und vor allem geräuschlose (NVMe-)SSDs ersetzt. Diese SSDs lassen sich ebenfalls unkompliziert am MacBook verwenden und bieten oftmals deutlich mehr Speicher als ein herkömmlicher USB-Stick oder eine Speicherkarte.

Brauchst Du also viel Platz, greife zu einer externen SSD. Auch hier musst Du zwischen einem klassischen USB-A-Anschluss (ältere MacBooks) und USB-C (neuere MacBooks) unterscheiden. Aktuelle externe SSDs arbeiten mit dem Übertragungsprotokoll NVMe, das hohe Transferraten und kurze Zugriffszeiten ermöglicht. Generell sind externe SSDs fast immer schneller als USB-Sticks und Speicherkarten.

Tipp: Vielen externen SSDs liegen passende Adapter für USB-A und USB-C bei. Die SanDisk Extreme zum Beispiel bringt alles mit, was Du brauchst, um den Speicher Deines MacBooks im Handumdrehen zu erweitern.

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SSDs mit Thunderbolt-Anschluss

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Externe SSDs mit Thunderbolt-Anschluss bieten schnelle Datenübertragungsraten. (Bild: Samsung X5) Bild: © Samsung 2020

Ist Dein MacBook vergleichsweise neu und hat einen Thunderbolt-Anschluss, ist die beste Erweiterung Deines Speichers eine externe SSD mit Thunderbolt-Schnittstelle. Die schafft höchste Übertragungsraten und ist damit auch für Videoexperten und ambitionierte Fotografen geeignet. Denn große Datenmengen sind hier kein Problem.

Externe SSDs mit Thunderbolt wie die Samsung X5 bringen eine enorme Leistung, die einer im MacBook fest verbauten SSD in kaum etwas nachsteht. Allerdings sind solche Modelle vergleichsweise kostspielig und erzeugen recht viel Wärme. Dafür stimmt aber die Performance.

Hinweis: Bei vielen jüngeren MacBooks ist der USB-C-Port zugleich der Thunderbolt-Anschluss.

Netzwerkspeicher für zu Hause

Ein Network Attached Storage, kurz NAS, klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Hier bekommst Du ein praktisches Gerät, das große Datenmengen zentral speichert. Lösungen wie WD My Cloud garantieren Dir den schnellen Einstieg: Schließe den NAS einfach an Deinen Router an und richte ihn mit Deinem Smartphone ein.

Der Vorteil: Dein MacBook (Pro) kann von jedem Ort der Welt über das Internet auf Deinen persönlichen Cloudspeicher daheim zugreifen, Daten synchronisieren und sogar dort vorhandene Videos streamen. Brauchst Du direkt auf Deinem Rechner Platz auf der Festplatte, schiebe nicht benötigte Inhalte einfach in den Netzwerkspeicher. Noch ein Pluspunkt: Du kannst auch mit anderen Geräten auf den NAS zugreifen, etwa mit einem Standrechner oder einem Smart-TV.

Zwei Nachteile haben solche NAS-Systeme allerdings: Sie verlangen eine Internetverbindung bzw. Zugriff aufs Netzwerk, wenn Du zu Hause bist. Und der Transfer der Daten läuft sehr viel langsamer ab als bei einer direkt angeschlossenen externen Festplatte.

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Ohne zusätzliche Hardware: iCloud und andere Cloud-Anbieter

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Praktisch: Auf Daten in Deiner iCloud kannst Du von jedem Apple-Gerät zugreifen. Bild: © Apple 2022

Wenn der Speicher Deines MacBooks knapp wird, kannst Du Daten auch in Apples iCloud laden. Kostenlos erhältst Du von Anfang an mit Deiner Apple-ID 5 GB. Für 2,99 Euro pro Monat bekommst Du schon 200 GB.

Gelungen ist vor allem die Integration: Auf Wunsch lädt Dein MacBook zum Beispiel alle neuen Fotos automatisch in die iCloud. Auf ähnliche Weise kannst Du Schreibtisch- und Dokumentenordner in iCloud Drive ablegen.

Wichtig für die Nutzung von iCloud und anderen Cloud-Diensten: Du benötigst stets eine aktive Internetverbindung. Dafür kannst Du Deine Daten ohne großen Aufwand in der Cloud sichern. Auch mithilfe von iCloud kannst Du Speicherplatz auf dem Mac freiräumen.

Alternativen zur iCloud sind bekannte Anbieter wie Google Drive und Dropbox.

Für Bastler: SSD einbauen

Achtung, jetzt wird's anspruchsvoll, denn diese Variante ist nichts für Laien. Aber wenn Du Dich sehr gut mit dem Innenleben von Mac-Computern auskennst und ein älteres MacBook besitzt, könnte dieser Weg für Dich infrage kommen.

MacBook-Pro-Modelle mit Retina-Display aus den Jahren 2012 bis 2015 und MacBook-Air-Geräte von 2011 bis 2017 können mithilfe eines speziellen Adapters mit einer neuen SSD ausgestattet werden. Das ist ein aufwendiger Prozess, da auch das Betriebssystem auf die neue Festplatte umziehen muss. Aber es beschleunigt betagte MacBooks ungemein. Solltest Du mit dem Gedanken spielen, eine große SSD zu verbauen, lass das besser von einem Fachmann erledigen.

Bei neueren MacBooks sind die verbauten SSDs fest verlötet. Ein Tausch ist leider nicht möglich. Der Speicher lässt sich daher nur über externe Geräte oder Cloud-Speicher erweitern.

Tipps für mehr Speicher auf Deinem MacBook

Bevor Du den Speicher Deines MacBooks mit externen Speichermedien erweiterst, überprüfe, ob Du Deine Festplatte aufräumen kannst. Oft lässt sich schon mit wenigen Klicks eine Menge Speicherplatz freigeben.

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Die Speicherverwaltung in macOS bietet Dir mehrere Möglichkeiten, um Speicher auf Deiner Festplatte freizuräumen. Bild: © Screenshot TURN ON 2022

Das macOS-Betriebssystem bringt hilfreiche Tools mit:

  1. Gehe ins Apple-Menü und klicke auf "Über diesen Mac".
  2. Klicke auf "Speicher" und wähle "Verwalten" aus.
  3. Entscheide Dich für "Empfehlungen", um Daten in die iCloud auszulagern, Speicher zu optimieren oder nicht mehr benötigte Inhalte zu löschen.
  4. Links im Menü kannst Du erkennen, welche Inhalte auf Deiner Festplatte den meisten Speicher belegen. Das hilft Dir beim gezielten Löschen von Daten.

Ratsam ist es, nicht mehr benötigte E-Mails in der Mail-App zu löschen, darunter auch Spam-Mails und bereits in den Papierkorb verschobene Nachrichten. Auch den Downloads-Ordner solltest Du regelmäßig leeren. So sammeln sich unnötige Daten gar nicht erst an.

Zusammenfassung

  • Wenn der Speicher auf dem MacBook knapp wird, hast Du mehrere Möglichkeiten ihn zu erweitern.
  • Mit Speicherkarten und USB-Sticks bekommst Du unkompliziert mehr Speicherplatz, musst gegebenenfalls aber langsame Übertragungsraten in Kauf nehmen.
  • Mehr Speicherplatz und höhere Übertragungsraten bieten externe SSDs. Achte hier auf den jeweiligen Anschlusstyp.
  • Alternativ kannst Du Dir auch ein NAS-System einrichten, auf das Du über Dein Heimnetzwerk zugreifen kannst.
  • Eine weitere Möglichkeit Deinen Speicher auf dem MacBook zu erweitern, ist die Nutzung von iCloud.
  • Bastler können ihr MacBook auch mit einer SSD aufrüsten. Der Einbau ist allerdings etwas aufwendiger.
  • Wenn Du Dein MacBook nicht mit einem externen Speichermedium erweitern möchtest, kannst Du alternativ auch mithilfe der Speicherverwaltung von macOS Deine Festplatte aufräumen.
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