Nachhaltig waschen: Mikroplastikfilter für die Waschmaschine

Grundig bietet Waschmaschinen mit integriertem Mikroplastikfilter an.
Grundig bietet Waschmaschinen mit integriertem Mikroplastikfilter an. Bild: © Grundig 2022

Denkst Du beim Thema Plastik auch zuerst an die verbotenen Plastikstrohhalme? Warum Du Dir eher Gedanken über einen Mikroplastikfilter für die Waschmaschine machen solltest, verraten wir Dir hier. Außerdem erfährst Du, was Mikroplastik eigentlich ist, warum es gefährlich ist und was Du im Alltag konkret tun kannst, um nachhaltiger zu waschen.

Gesunde Ozeane sind unerlässlich für das Leben auf unserer Erde. Sie nehmen ein Großteil der in der Atmosphäre angestauten Wärme auf und stabilisieren das Klima. Dass unsere Meere sauber und die Ökosysteme intakt bleiben, ist also unabdingbar für das Überleben auf unserem Planeten.

mikroplastik-erde-ozeane-pexels fullscreen
71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt. Bild: © Pexels/Pixabay 2022

Was das mit Deinem Haushalt zu tun hat? Einiges. Zum Beispiel, wenn es ums Waschen geht. Das ist nicht nur eine lästige Aufgabe, wenn Du keine moderne Waschmaschine hast, sondern kann auf Dauer auch ziemlich umweltschädlich sein. Es soll hier aber nicht um den Energie- oder Wasserverbrauch veralteter Geräte gehen, sondern um einen noch weniger bekannten Aspekt: Mikroplastik.

Waschmaschinen mit BetterWay-Logo Jetzt kaufen bei

 

Was ist Mikroplastik?

mikroplastik-hand-pexels fullscreen
Kunststoffe sind zumeist nicht biologisch abbaubar. Durch Alterungsprozesse zerfallen sie zu immer kleineren Partikeln. Bild: © Pexels/Alfo Medeiros 2022

Mit dem Begriff Mikroplastik werden kleinste Kunststoffteilchen bezeichnet, die nicht biologisch abbaubar sind. Die winzigen synthetischen Teilchen können eine Größe von weniger als 5 Millimeter bis zu unvorstellbaren 0,001 Millimeter aufweisen. Mikroplastik ist teilweise bereits in Produkten wie Kosmetika enthalten (primäres Mikroplastik), teilweise entsteht es bei der Nutzung, zum Beispiel in Form von Abrieb bei Autoreifen (sekundäres Mikroplastik). Auch achtlos weggeworfene Verpackungen, Tüten und Flaschen aus Kunststoff verrotten nicht, sondern zerfallen im Alterungsprozess zu Mikroplastik.

Wie gelangt Mikroplastik in die Umwelt?

Mikroplastik kann auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangen und – einmal dort angekommen – unterschiedliche Probleme verursachen. Reifenabrieb beispielsweise gelangt mit versickerndem Regen ins Oberflächenwasser und in die Kanalisation. Die kleinsten Partikel werden als Feinst- oder Mikrostaub über die Luft transportiert und anschließend durch Schnee wieder ausgewaschen – dabei können sie größte Distanzen zurücklegen.

Mikroplastik aus Kosmetika und aus synthetischer Kleidung hingegen gelangt direkt bei der Nutzung beziehungsweise beim Waschen in unser Abwasser. Die Filteranlagen der Kläranlagen können jedoch nicht alle Partikel herausfiltern. So gelangen Teile des Mikroplastiks in Bäche und Flüsse und landen schließlich in unseren Meeren. Selbst das herausgefilterte Mikroplastik verbleibt in der Umwelt, da der Klärschlamm als Dünger auf Ackerflächen aufgebracht wird.

Warum ist Mikroplastik schädlich?

mikroplastik-meeresschildkroete-ozeane-pexels-2 fullscreen
Einmal im Meer stellt Mikroplastik eine Gefahr für Meeresbewohner – und Menschen – dar. Bild: © Pexels/Jeremy Bishop 2022

Die synthetischen Kunststoffteilchen sind vor allem deshalb schädlich, weil sie entweder von vornherein mit giftigen Schadstoffen belastet sind oder sich aufgrund ihrer Oberflächenstruktur leicht mit Umweltgiften anreichern. Die giftigen Partikel werden dann von Meeresorganismen aufgenommen und können bei ihnen toxisch wirken, zum Beispiel Entzündungen und Gewebeveränderungen verursachen.

Nicht nur das: Das Mikroplastik ist Teil der Nahrungskette und kann über den Fischkonsum auch beim Menschen ankommen. Über die Auswirkungen von Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit ist bisher nur wenig bekannt. Fest steht, dass Mikroplastik in unseren Körper gelangt. Im März 2022 fanden Forschende der Uni Amsterdam kleinste Plastikteile im Blut von 17 der 22 Teilnehmenden an einer Studie. Die Teilchen könnten sich im Gewebe ansammeln und dort möglicherweise Entzündungen auslösen. Langzeitfolgen sind bisher kaum untersucht.

Was hat Mikroplastik mit meiner Waschmaschine zu tun?

waesche-leine-kleidung-pexels fullscreen
Synthetische Kleidung verliert beim Waschen kleinste Fasern – Mikroplastik. Bild: © Pexels/Karolina Grabowska 2022

Beim Waschen wird Deine Wäsche sauber, das Wasser hingegen dreckig. Dabei handelt es sich nicht nur um Dreckpartikel aus der Kleidung. Mit jedem Waschgang werden aus synthetischen Kleidungsstücken einige Fasern ausgewaschen. Bei diesen winzig kleinen Partikeln beispielsweise aus Fleece-Pullis oder Nylonstrumpfhosen handelt es sich um Mikroplastik, das über das Abwasser in die Umwelt gelangt.

waschmittel-waschmaschine-pexels fullscreen
Viele Waschmittel enthalten Mikroplastik als Trübungsmittel. Bild: © Pexels/RODNAE Productions 2022

Hinzu kommt, dass nicht nur synthetische Kleidungsstücke eine Quelle für Mikroplastik darstellen. Ähnlich wie viele Kosmetika enthalten auch einige Waschmittel und Weichspüler Mikroplastik. In Waschmitteln dienen sie unter anderem zum Einfärben der Mittel – hauptsächlich in flüssigen und gelförmigen Produkten. Da das eingesetzte Mikroplastik nicht zur Reinigungsleistung des Waschmittels beiträgt, lautet unser Tipp: Achte beim Kauf auf mikroplastikfreie Produkte. Produkte mit dem Blauen Engel oder dem EU-Ecolabel dürfen kein Mikroplastik enthalten. Oder Du überprüfst die Produkte mit der kostenlosen App CodeCheck.

Was können Mikroplastikfilter für die Waschmaschine?

Zum Glück gibt es eine Möglichkeit, die Umweltbelastung beim Waschen zu verringern, ohne auf das Tragen und Waschen synthetischer Kleidung komplett verzichten zu müssen: Mikroplastikfilter für die Waschmaschine. Die in den aktuellen Grundig-Modellen GW7P510419W und GW7P79419W eingesetzten Mikroplastikfilter filtern laut Hersteller bis zu 90 Prozent der beim Waschen ausgespülten Mikrofasern heraus. Sie landen in einer Filterbox in der Waschmittelschublade und nicht in unseren Bächen, Flüssen und Meeren. Der Mikroplastikfilter selbst besteht zu 98 Prozent aus recycelten Fasern.

Grundig-Waschmaschinen mit Mikroplastikfilter Jetzt kaufen bei

 

Was muss ich zum Thema Mikroplastikfilter wissen?

Mikroplastikfilter für die Waschmaschine leisten also einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Achtest Du beim Kauf von Waschmitteln und Weichspülern außerdem darauf, mikroplastikfreie Produkte auszuwählen, kannst Du Deinen ökologischen Fußabdruck beim Waschen deutlich verbessern.

Dennoch solltest Du wissen, dass Mikroplastikfilter nur eine bestimmte Zeit halten – je nach Häufigkeit des Waschens und Art der Programme musst Du den Filter alle drei bis sechs Monate wechseln. Der Austausch ist denkbar einfach. Allerdings darf der Mikroplastikfilter nicht über den Hausmüll entsorgt werden. Du kannst Dich dafür jedoch an den Hersteller wenden. Grundig arbeitet beispielsweise mit einem spezialisierten Recyclingunternehmen aus Deutschland zusammen. Auf dieser Webseite des Herstellers kannst Du sowohl neue Filter bestellen als auch Rücksendeetiketten für die alten Filter anfordern.

Wusstest Du, dass ...

... Mikroplastikfilter für die Waschmaschine in Frankreich ab 2025 verpflichtend sind? Ab dem 1. Januar müssen dort alle neu verkauften Waschmaschinen mit einem entsprechenden Filter ausgestattet sein.

 

Gibt es Mikroplastikfilter auch für ältere Waschmaschinen?

Wer aktuell keinen Neukauf einer Waschmaschine plant, kann trotzdem etwas dagegen tun, dass Mikroplastik im Abwasser landet. AEG beispielsweise bietet einen Mikroplastikfilter zum Nachrüsten für AEG-Waschmaschinen (Frontlader und Toplader) an, der unabhängig von der Waschmaschine funktioniert. Er wird einfach neben dem Gerät an der Wand befestigt und mit den Schläuchen verbunden. Der Filter wird durch den Wasserdruck der Waschmaschine betrieben und benötigt keinen Stromanschluss. Auch AEG verspricht, dass auf diese Weise bis zu 90 Prozent des beim Waschen ausgespülten Mikroplastiks aufgefangen werden.

AEG-Mikroplastikfilter zum Nachrüsten Jetzt kaufen bei

 

Wie finde ich eine umweltschonende Waschmaschine?

Steht ein Neukauf an, solltest Du Dich nach einer energiesparenden und umweltschonenden Waschmaschine umsehen. Einen guten Anhaltspunkt bietet die BetterWay-Kennzeichnung, das Nachhaltigkeitslogo von SATURN. Damit werden besonders empfehlenswerte Produkte aus verschiedenen Kategorien ausgezeichnet, die von unabhängigen Prüforganisationen als nachhaltig bewertet wurden. Das heißt, BetterWay-Produkte erfüllen die Nachhaltigkeitskriterien der jeweiligen Organisationen. Besonders relevant für Waschmaschinen sind die Kriterien der Prüforganisation EcoTopTen. BetterWay-Waschmaschinen erfüllen die Kriterien in Bezug auf geringen Stromverbrauch, Mengenautomatik, Schleudereffizienz und ein integriertes Wasserschutzsystem.

Waschmaschinen mit BetterWay-Logo Jetzt kaufen bei

 

BetterWay: Gehe mit SATURN den Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und Umweltschutz gehen uns alle etwas an. Auch SATURN engagiert sich für eine bewusste und faire Lebensweise. Hier findest Du Tipps und Tricks zum Energiesparen, zu Reparatur und Recycling von Technik sowie Infos zu nachhaltigen Produkten mit BetterWay-Logo: https://www.saturn.de/de/specials/nachhaltigkeit

Zusammenfassung

  • Mikroplastik bezeichnet kleinste Kunststoffteile, die nicht biologisch abbaubar sind.
  • Die Teilchen gelangen auf verschiedenen Wegen in die Umwelt – zum Beispiel als Reifenabrieb, aus Kosmetika und durchs Waschen synthetischer Kleidung.
  • Die Partikel werden über weite Strecken durch Abwasser, Bäche, Flüsse, Regen und über die Luft transportiert und landen in unseren Meeren.
  • Dort können sie Meeresorganismen schaden und durch die Nahrungskette auch im menschlichen Organismus landen. Über gesundheitliche Langzeitfolgen ist bisher noch wenig bekannt.
  • Beim Waschen ist Mikroplastik in zweierlei Hinsicht problematisch: Zum einen wird es häufig Waschmitteln und Weichspülern beigemischt, zum anderen entsteht es beim Waschen synthetischer Kleidungsstücke.
  • Mikroplastikfilter für die Waschmaschine können bis zu 90 Prozent des Mikroplastiks auffangen und verhindern, dass dieses ins Abwasser gelangt.
  • Mikroplastikfilter gibt es sowohl in neuen Waschmaschinen integriert als auch zum Nachrüsten.
  • Die Filter müssen regelmäßig gewechselt und fachgerecht entsorgt werden. Das läuft über den Hersteller.
  • Achte beim Kauf einer neuen Waschmaschine auf Nachhaltigkeit. Dafür kannst Du Dich zum Beispiel am BetterWay-Logo von SATURN orientieren.
Angebot
Kommentar schreiben
Relevante Themen:

Neueste Artikel zum Thema Waschen

close
Bitte Suchbegriff eingeben