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Samsung Galaxy Buds 2 im Test: Meister ihrer Klasse – in der Theorie

Die Samsung Galaxy Buds 2 gibt es auch in einem schicken Lila.
Die Samsung Galaxy Buds 2 gibt es auch in einem schicken Lila. Bild: © TURN ON 2021

Die neuen Samsung Galaxy Buds 2 entpuppen sich im Test als sehr gut ausgestattete In-Ear-Kopfhörer mit vielen Stärken und nur wenigen Schwächen. Trotzdem gibt es einen Haken – und der ist hausgemacht.

Die Geschwindigkeit, mit der Samsung neue Modelle seiner kabellosen In-Ear-Kopfhörer Galaxy Buds vorstellt, ist geradezu schwindelerregend. 2019 brachte der Hersteller die Original-Buds auf den Markt, 2020 folgten schon die Galaxy Buds+ und im selben Jahr auch die Galaxy Buds Live. Nach dem Release der Galaxy Buds Pro im Frühjahr 2021 liegen nun die Galaxy Buds 2 in den Regalen der Händler. Was zeichnet die neuen In-Ears aus, wie unterscheiden sie sich von ihren Vorgängern?

Design und Verarbeitung

In Design und Form lehnen sich die Galaxy Buds 2 sehr stark an die Galaxy Buds Pro an, fallen jedoch merklich kleiner und leichter aus. Das sorgt für eine schicke Optik und einen angenehmen Sitz im Ohr. Drei verschiedene Paar Ohraufsätze für unterschiedliche Ohrgrößen liefert Samsung mit, sodass die meisten Menschen keine Probleme haben dürften, die Buds 2 zu tragen.

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Die Ohrhörer sind klein und verschwinden beim Tragen fast komplett im Ohr. Bild: © TURN ON 2021

Das handliche Case ist toll verarbeitet und bietet auf der Innenseite einen schicken Farbakzent, passend zur Farbe der Kopfhörer. Wie bei Wireless-In-Ear-Kopfhörern mittlerweile üblich dient das Case auch als Ladeschale für die Ohrhörer. Der verbaute Akku fasst laut Samsung genug Energie, um die Galaxy Buds 2 für bis zu 29 Stunden (20 Stunden mit Noise Cancelling) bei mittlerer Lautstärke zu versorgen. Geladen wird das Case selbst entweder per USB-C-Kabel oder kabellos über den Qi-Standard. Aufladen musste ich das Case während des einwöchigen Testzeitraums bei einer täglichen Nutzungsdauer von etwa zwei Stunden kein einziges Mal.

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Das Case kann kabellos aufgeladen werden. Bild: © TURN ON 2021

Wasserfest sind die Galaxy Buds 2 übrigens nur bedingt. Samsung gibt die Schutzklasse IPX2 an, die besagt, dass die Kopfhörer Spritzwasser und Schweißtropfen abweisen können. Wirklich wasserdicht sind die Buds 2 damit aber nicht. Bei Regen oder wirklich schweißtreibendem Sport solltest Du die In-Ears nicht tragen und auf ausgewiesene Sportkopfhörer ausweichen. Im Wasser haben die Kopfhörer definitiv nichts verloren.

Toller Klang mit minimaler Bass-Schwäche

Die Galaxy Buds 2 bieten für ihre Größe und die Preisklasse, in der sie sich bewegen, einen ziemlich beeindruckenden Klang. Wie bei fast allen In-Ear-Kopfhörern müssen zwar besonders im Tieftonbereich ein paar Abstriche gemacht werden, die hier aber weniger stark ausfallen als bei vielen Konkurrenzprodukten wie etwa den Pixel Buds 2. Das Klangbild ist darüber hinaus erstaunlich klar und transparent, die Galaxy Buds 2 eignen sich damit für jede Art von Musik.

Vergleichbar ist der Sound mit dem der Galaxyl Buds+, die Anfang 2020 für knapp 170 Euro auf den Markt kamen. Bei den Buds 2 hat Samsung das Klangbild noch ein wenig verfeinert, jedoch nicht grundlegend geändert. Beim Klang gehören die neuen In-Ears dennoch zu den besten ihrer Klasse.

Noise Cancelling und Transparenzmodus

Neu im Vergleich zu den Buds+ ist das aktive Noise Cancelling der Buds 2. Auf Wunsch kannst Du die Umgebungsgeräusche ausblenden und Dich voll und ganz auf die Musik konzentrieren. Das ist natürlich besonders in Bus und Bahn interessant – und überall dort, wo nervige Geräusche zum Störfaktor werden. Die Geräuschunterdrückung funktioniert gut, ist jedoch nicht die stärkste auf dem Markt. Für den aufgerufenen Preis von 150 Euro ist das Gebotene jedoch gut.

Alternativ zum Noise Cancelling gibt es auch einen Transparenzmodus. Der verstärkt die Umgebungsgeräusche, indem die verbauten Mikrofone der Ohrhörer Außentöne gezielt einfangen und verstärken. So ist es kein Problem, sich trotz der Galaxy Buds 2 im Ohr mit anderen Personen zu unterhalten.

Bedienung: Touch-Lust und Touch-Frust

Das Umschalten zwischen den einzelnen Modi klappt entweder durch Antippen und Drücken der Ohrhörer oder über die Samsung-Wear-App. Grundsätzlich funktioniert die Bedienung der Ohrhörer über Touch-Flächen an den Außenseiten auch gut. Einfaches Antippen pausiert die Wiedergabe, ein weiterer Tipp setzt sie fort, und mit Doppel- bzw. Dreifachtipp springst Du zwischen einzelnen Songs hin und her. Allerdings ist es ein Problem, dass die Ohrhörer so klein sind. Fast immer, wenn Du einen der Hörer anfasst, um etwas die Position im Ohr zu justieren, löst Du auch eine Touch-Funktion aus. Das ist durchaus nervig und ein größerer Kritikpunkt an den Galaxy Buds 2.

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In der Galaxy-Wear-App lassen sich diverse Einstellungen vornehmen. Bild: © Samsung/ Screenshot: TURN ON 2021

Die Galaxy-Wear-App auf dem Smartphone bietet noch weitere Einstellungsmöglichkeiten wie einen Equalizer und die Auswahl verschiedener Klangprofile. Auch ein Anpassungstest der Kopfhörer für den eigenen Gehörgang lässt sich durchführen und auf Wunsch die Sprachsteuerung Bixby aktivieren. Die Wear-App steht in dieser Form derzeit aber nur für Android zur Verfügung. Mit einem iPhone kannst Du die Galaxy Buds 2 ebenfalls nutzen, musst aber auf viele Funktionen verzichten und bist ganz auf die Touch-Bedienung angewiesen.

Telefonieren ist kein Problem

Neben dem Musikhören ist Telefonieren eine weitere Kernfunktion der Galaxy Buds 2. Hier leisten sich die Kopfhörer keine Schwäche. Im Test war die Gesprächsqualität für den Gesprächspartner stets gut – egal ob drinnen oder draußen. Drei Mikrofone je Ohrhörer sorgen dafür, dass Du selbst in lauteren Umgebungen gut zu hören bist.

Fazit: Starke Konkurrenz aus eigenem Haus

Die Samsung Galaxy Buds 2 konnten im Test in nahezu allen Belangen überzeugen. Für eine UVP von 149 Euro gibt es auf dem Markt derzeit kaum ein besseres Gesamtpaket. Die Buds 2 überzeugen beim Klang und bei der Akkulaufzeit, eignen sich hervorragend zum Telefonieren und bieten sogar Features wie Noise Cancelling und den Transparenzmodus. Nur wenn Du In-Ear-Kopfhörer speziell zum Trainieren suchst, solltest Du Dich anderweitig umschauen – etwa nach den Beats Powerbeats Pro oder den JBL Endurance Peak 2.

Unterm Strich wären die Galaxy Buds 2 also die perfekte Empfehlung für Android-Nutzer, die preislich unter der 150-Euro-Marke bleiben wollen – zumindest in der Theorie.

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Konkurrenz für die Galaxy Buds 2 kommt vor allem von Samsung selbst. Bild: © TURN ON 2021

Praktisch stoßen die Buds 2 nämlich auf eine überaus starke Konkurrenz, die ironischerweise aus dem eigenen Hause stammt. Die im Frühjahr 2021 vorgestellten Galaxy Buds Pro schneiden bei Sound, Features und Noise Cancelling noch besser ab als die Buds 2 und kosten bei vielen Händlern aktuell kaum mehr. Wenn Du auf das aktive Noise Cancelling verzichten kannst, sind zudem die Galaxy Buds+ eine Alternative, die oft schon für deutlich unter 100 Euro über die Ladentheken wandern.

Samsung scheint sich mit seinem extrem schnellen Produktzyklen hier ein wenig selbst zu kannibalisieren. Zum Vollpreis können die Buds 2 kaum gegen die Konkurrenz aus eigenem Hause bestehen. Das dürfte sich jedoch schnell ändern, wenn auch die Galaxy Buds 2 im Preis sinken.

Das hat uns gut gefallen Das hat uns weniger gefallen
+ Toller Klang - Empfindliche Touch-Bedienung
+ Noise Cancelling - Nicht wasserdicht
+ Transparenzmodus - Kaum Funktionen mit iPhone
+ Hohe Akkulaufzeit
+ Gutes Tragegefühl
+ Nützliche App

 

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