Samsung Pay vs. Google Pay: Was sind die Unterschiede?

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Samsung Pay und Google Pay: Die Unterschiede der beiden Bezahldienste stecken im Detail. Bild: © Samsung 2020

Das kontaktlose Bezahlen mit Smartwatch und Smartphone klappt unter anderem mit Samsung Pay und Google Pay. Worin unterscheiden sich die beiden Bezahldienste? Wir vergleichen sie und stellen Vor- und Nachteile heraus.

So funktionieren beide Bezahldienste

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Für Google Pay musst Du Deine Bankkarte in der App hinterlegen. Bild: © Adobe Stock/prima91 2020

Der Bezahldienst Samsung Pay ist seit Ende Oktober 2020 in Deutschland verfügbar. Im Unterschied zu anderen mobilen Bezahldiensten kannst Du für Samsung Pay keine bereits bestehende Kreditkarte nutzen. Stattdessen bekommst Du eine virtuelle VISA-Karte von Samsungs Partner Solarisbank. Bedeutet: Du musst zuerst ein Samsung-Pay-Konto erstellen und es anschließend mit deinem Konto bei der Solarisbank verknüpfen.

Google Pay ist seit Juni 2018 in Deutschland verfügbar. Im Vergleich zu Samsung Pay geht die Kontoerstellung schneller. Wie beispielsweise bei Apple Pay hinterlegst Du in der dazugehörigen App einfach Deine Bankkarte – dann kann es auch schon losgehen.

Samsung Pay: Exklusiv für Samsung-Geräte

Du kannst Samsung Pay nur mit der dazugehörigen "Samsung Wallet"-App nutzen. Diese App gibt es nur für Samsung-Geräte. Das bedeutet, dass Samsung Pay nicht auf Smartphones und Smartwatches anderer Hersteller funktioniert. Dein Samsung-Handy muss außerdem mit dem Betriebssystem Android 9 oder höher laufen.

Samsung Pay sollte auf aktuellen Geräten der folgenden Reihen funktionieren:

Smartphones

  • Galaxy A
  • Galaxy Note
  • Galaxy S
  • Galaxy XCover
  • Galaxy Z

Smartwatches

  • Galaxy Watch4
  • Galaxy Watch4 classic
  • Galaxy Watch3
  • Galaxy Watch
  • Galaxy Watch Active2
  • Galaxy Watch Active

Auf der offiziellen Samsung-Website findest Du eine vollständige Liste mit allen kompatiblen Geräten.

Samsung Pay ist in knapp 25 Ländern der Welt verfügbar. Ein Haken: Einige beliebte Urlaubsziele der Deutschen sind nicht dabei – unter anderem Dänemark, Österreich, Belgien und die Niederlande.

Google Pay: Auf vielen Android-Geräten nutzbar

Google Pay ist im Vergleich zu Samsung Pay mit fast allen Android-Smartphones kompatibel, sofern sie einen NFC-Chip besitzen. Du kannst Dir die zugehörige App aus dem Google Play Store herunterladen. Ein weiterer Vorteil gegenüber Samsung Pay ist die Verfügbarkeit. Du kannst Google Pay in mehr als 40 Ländern weltweit nutzen – darunter auch Dänemark, Österreich, Belgien und die Niederlande, die Samsung Pay nicht abdeckt.

MST-Modul: Alleinstellungsmerkmal von Samsung Pay

Kontaktloses Bezahlen funktioniert über die NFC-Technologie. Bis 2021 hat Samsung die meisten seiner Smartphones neben einem NFC-Chip auch mit einem sogenannten MST-Modul ausgestattet. MST steht für Magnetic Secure Transmission. Damit wurde eine Magnetstreifenkarte emuliert. Das heißt: Das kontaktlose Bezahlen klappte auch dann, wenn Kartenlesegeräte nicht NFC-fähig waren.

Das Feature war ein Alleinstellungsmerkmal, das es so nur bei Samsung Pay gab. Mittlerweile verbaut Samsung keine MST-Module mehr. Der Grund: Immer mehr Kartenlesegeräte sind NFC-kompatibel.

Google Pay mit PayPal-Verknüpfung

Google Pay und Samsung Pay sind mit den meisten Giro- und Kreditkartenanbietern kompatibel. Nutzt Du vorrangig PayPal, könnte Google Pay für Dich interessanter sein. Denn Du kannst Google Pay in wenigen Schritten mit Deinem PayPal-Konto verknüpfen. Ein großer Vorteil, den Samsung nicht zu bieten hat.

Tipp: Das Bezahlen per PayPal ist weltweit überall dort möglich, wo auch das kontaktlose Bezahlen mit Mastercard akzeptiert wird.

Samsung und Google: Safety first

Das Bezahlen mit Samsung und Google Pay soll vor allem sicher sein. Dafür treffen beide Anbieter entsprechende Maßnahmen: Bei beiden Bezahldiensten werden die Daten verschlüsselt übermittelt. Außerdem muss das Smartphone oder die Smartwatch, mit der Du zahlst, entsperrt sein.

Samsung geht aber noch einen Schritt weiter: Mit der hauseigenen Technologie Samsung Knox (Anspielung auf Fort Knox) werden sensible Daten laut Samsung in einem virtuellen Safe gespeichert.

Samsung Pay: Splitpay für Ratenzahlung

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Mit Splitpay kannst Du bei Samsung Pay in Raten zahlen. Bild: © Samsung 2020

Sowohl Samsung Pay als auch Google Pay haben jede Menge nützliche Funktionen mit an Bord. Bei beiden Bezahldiensten kannst Du beispielsweise unterschiedliche Kunden- und Geschenkkarten hinterlegen.

Samsung Pay bietet außerdem eine Funktion namens Splitpay. Sie ermöglicht Ratenzahlungen. Im Geschäft kannst Du an der Kasse entscheiden, ob der Betrag als Ratenzahlung abgebucht werden soll oder im Ganzen.

Zusammenfassung

  • Samsung Pay kannst Du nur auf Samsung-Geräten nutzen.
  • Ältere Samsung-Geräte haben noch ein MST-Modul. Damit kannst Du kontaktlos bezahlen, wenn das Kartenlesegerät die Verbindung per NFC nicht unterstützt.
  • Mit der Funktion Splitpay kannst Du bei Samsung Pay Ratenzahlungen veranlassen.
  • Google Pay funktioniert auf fast allen Android-Smartphones, die einen NFC-Chip haben.
  • Für Google Pay musst Du lediglich Deine Bankkarte in der App hinterlegen. Für Samsung Pay bekommst Du eine virtuelle Kreditkarte der Solarisbank.
  • Google Pay kann mit Deinem PayPal-Konto verknüpft werden.
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