Smart Home: Alles zu Systemen, Geräten & Apps

Nach Hause in die vorgewärmte Wohnung kommen oder vom frischen Kaffeeduft geweckt werden – Smart Home macht's möglich. Hinter dem Begriff verbergen sich zahlreiche Lösungen zur Vernetzung und Fernsteuerung von Haustechnik, Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik. Sie sollen den Wunsch nach mehr Komfort, mehr Sicherheit und einer effizienteren Energienutzung bedienen.

Was bedeutet Smart Home?

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Ein Kühlschrank mit Netzwerkanschluss: der Samsung Family Hub. Bild: © Samsung 2019

Smart-Home-Systeme erlauben das Fernsteuern von Lampen, Heizung, Jalousien, Herd, Waschmaschine und Co. sowie das Automatisieren bestimmter Abläufe. Ein Beispiel: Dein Smart Home registriert, dass ein Fenster offen steht, und regelt die Heizung herunter.

Dabei ist "Smart Home" ein Sammelbegriff, der in der Praxis für Geräte, Software und verschiedene Kommunikationsstandards steht. Eine klar abgegrenzte Definition, welche Geräte unter den Oberbegriff Smart Home fallen, gibt es nicht. So kann beispielsweise eine Kaffeemaschine ein Smart-Home-Gerät sein, wenn diese sich per App fernsteuern oder programmieren lässt. Auch eine Netzwerkfestplatte, die Filme und Songs auf Wunsch per WLAN auf PC, Smart TV oder Surround-Anlage streamt, kann als Smart-Home-Lösung angesehen werden.

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Wie funktioniert ein Smart-Home-System?

Um die eigene Wohnung oder das eigene Haus intelligenter zu machen, sind Sensoren und Aktoren nötig. Diese müssen an die zu vernetzenden Geräte angebracht oder darin integriert sein. Eine zentrale Steuereinheit kontrolliert alles. Das funktioniert in der Regel über Funk, da diese Technik eine sichere und energiesparende Datenübertragung über weite Distanzen ermöglicht. Per WLAN ist eine Steuerung ebenfalls möglich, diese frisst aber mehr Energie und ist nach außen hin ungeschützter. Die zentralen Steuereinheiten eines Hauses sind entweder direkt vor Ort oder aus der Ferne per Smartphone-App bedienbar.

Welche Beispiele für Smart-Home-Systeme gibt es?

Ein weitverbreitetes Beispiel für ein simples Smart-Home-System ist die Heizungssteuerung über ein smartes Thermostat direkt vom Smartphone aus. Damit hast Du die Möglichkeit, Deine Wohnung bereits von der Arbeit aus vorzuheizen, indem Du die gewünschte Temperatur in der App einstellst, die dann per Internet mit der Steuereinheit im Haus kommuniziert.

Die Tado-App steuert den Thermostaten und der die Heizung. fullscreen
Die Tado-App steuert den Thermostaten und der die Heizung. Bild: © Tado 2019

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Auch Lichtsysteme wie Philips Hue zählen zu den populären Smart-Home-Lösungen. Mit Hue lässt sich zum Beispiel die Lichtsteuerung im Haus automatisieren. Die intelligenten Lampen lassen sich – auf Wunsch auch über mehrere Räume hinweg – vernetzen und per App fernsteuern. Je nach Vorliebe können die Leuchten die Farben wechseln und einzelne oder mehrere Zimmer im Haushalt in unterschiedliche Lichtstimmungen tauchen. Das funktioniert auch automatisch, sodass Du den Hue-Lampen beibringen kannst, die Beleuchtung je nach Tageszeit anzupassen. Eine automatisierte Lichtsteuerung kann außerdem ein bewohntes Haus vortäuschen und dadurch Einbrecher abschrecken.

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Welche Hindernisse gibt es?

Für einzelne Smart-Home-Anwendungen gibt es mittlerweile kostengünstige Nachrüst-Möglichkeiten, die leicht und schnell installiert sind. Umfangreiche Smart-Home-Lösungen, die große Teile der Hauselektronik miteinander vernetzen, sind aber zur Zeit noch recht teuer. Zudem existieren keine einheitlichen hersteller- und branchenübergreifenden Standards. Stattdessen konkurrieren auf dem Markt viele verschiedene Systeme, die untereinander oft nicht kompatibel sind.

Das gilt auch für die einzelnen Geräte, die oft nur innerhalb eines bestimmten Systems oder in Kombination mit einer bestimmten Software funktionieren. Die verlockende Vision, das gesamte Zuhause mit einer einzigen App zu steuern, ist deshalb zur Zeit noch nicht ganz so leicht umsetzbar. Erste Schritte in diese Richtung gibt es aber.

Was sind die Risiken?

Wie jede Technik, die maßgeblich auf eine Verbindung zum Internet und Funktechnologie setzt, ist auch das Smart Home tendenziell anfällig für Sicherheitslücken und Hackerangriffe. Eine gewissenhafte Sicherung des WLAN-Netzwerks und der angeschlossenen Geräte ist daher besonders wichtig, um Missbrauch vorzubeugen.

Außerdem sammeln Geräte wie smarte Stromzähler und Überwachungs-Webcams Massen an Daten, die teilweise sehr private Rückschlüsse über das Leben der Smart-Home-Bewohner zulassen. Datenschutz sollte hier also besonders ernst genommen werden. Vor allem die Einbindung von intelligenten Sprachassistenten zur Steuerung des Smart Homes sehen Datenschützer kritisch.

Smart-Home-Lösungen für Einsteiger

Automatisierungssysteme zur Heimsteuerung sind erschwinglich und einfach zu installieren – und werden immer beliebter. Für Einsteiger bieten sich vor allem diese Smart-Home-Systeme an:

  • Arlo bietet verschiedene Pakete mit Überwachungskameras mit Alarmfunktion an. Für das Extra an Sicherheit.

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  • Homematic IP sorgt mit smarten Thermostaten dafür, dass Du nie wieder zu viel für Heizkosten ausgibst.

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Was bringt die Zukunft?

Das sogenannte "Internet der Dinge" wird uns in den nächsten Jahren noch viele spannende Erweiterungen für das Smart Home bescheren. Immer mehr Haushaltsgeräte bekommen eine Anbindung an den virtuellen Raum und werden dadurch zu möglichen Bestandteilen eines vernetzten Zuhauses. Schon heute stehen in immer mehr Haushalten vernetzte Geräte, die über Schnittstellen und Protokolle mit anderen Geräten oder mit einer bestimmten Software kommunizieren.

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