Viel Schein, viel Sein: Acer Predator Triton 700 im Hands-on-Test

Der Acer Predator Triton 700 ist ein Hochleistungs-Gaming-Laptop im flachen Business-Look, der seinesgleichen sucht. Im ersten Hands-on-Test versuchen wir die Frage zu beantworten, für wen Acers neuestes Vorzeige-Laptop wirklich geeignet ist.

Für Gamer sind Laptops in der Regel eher ein Kompromiss – die Rechen-Power, die für anspruchsvolle Grafiken benötigt wird, lässt sich aufgrund der kompakten Bauweise von Notebooks nur schwer und vor allem kostspielig auf engstem Raum unterbringen. Gerade mobile Systeme mit verbauter NVIDIA GTX 1080 Grafikkarte sind eher Exoten am Markt – es gibt sie zwar, etwa vom Konkurrenten XMG, allerdings legt Acer nun in Sachen Kühlung und kompaktem Design eine Schippe oben drauf: Dank neuester Lüftertechnik mit dem modischen Namen "AeroBlade 3D" – im Grunde handelt es sich um aufgebohrte Metall-Lüfter – und fünf Heat-Pipes konnte die Hitzeentwicklung effizient kompensiert werden. Das Ergebnis ist ein mit sagenhaften 18,9 Millimetern sensationell flacher Gaming-Laptop – der neue Acer Predator Triton 700.

Formfaktor: Business-Look im 18,9-mm-Alu-Gehäuse

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Schlankes Design und nur 18,9 mm hoch: Acer Predator Triton 700. Bild: © Acer Computers 2017

Auf seinem Next@Acer-Event in New York City brüstete sich der Hersteller aus Taiwan vor allem damit, dass der brandneue Predator Triton 700 in dem Marktsegment mit großem Abstand das flachste und gleichzeitig leistungsstärkste Notebook am Markt sei. Auch ansonsten ist der Look des Aluminium-Gehäuses weitaus erwachsener als der vieler anderer Gaming-Laptops. Anstelle von Neon und zackigen Ecken gibt äußerlich nur der Predator-Schriftzug einen Hinweis darauf, dass es sich um ein wahres Gaming-Monster handelt. Klappt man den 15,6-Zoll-IPS-Bildschirm auf, fällt über der farblich frei konfigurierbaren und mechanischen RGB-Tastatur vor allem das See-through-Panel aus Gorilla Glass auf. Dieses gibt den Blick auf das Kühlsystem des Predator Triton 700 frei und dient gleichzeitig als Trackpad.

Gaming-Ultrabook: Alles was das Zocker-Herz braucht

Wem die Bildschirmauflösung von 1080p nicht reicht, der kann per NVIDIA G-SYNC und Thunderbolt 3 gleich zwei 4K-Signale ausgeben. Dazu kommt ein HDMI 2.0-Port, ein DisplayPort-Anchluss sowie zwei USB 3.0- und eine USB 2.0-Buchse. Für schnelles Netzwerk-Gaming ist natürlich auch ein Ethernet-Port mit an Bord – per so genannter "Killer DoubleShot Pro"-Technologie entscheidet das System sich automatisch zwischen WLAN und Kabel immer für die aktuell schnellere Netzwerkverbindung. Bis zu 32 Gigabyte DDR4-RAM und zwei SSD-Festplatten in RAID-Konfiguration sowie Intel Core Prozessoren der siebten Generation machen den eleganten Predator Triton 700 zusammen mit der GTX 10er-Grafikkarte zu einem der mutmaßlich kraftvollsten Ultrabooks am Markt.

Das Aluminiumgehäuse sorgt für Stabilität und einen schicken Look. fullscreen
Das Aluminiumgehäuse sorgt für Stabilität und einen schicken Look. Bild: © Acer Computers 2017
Über der mechanischen Tastatur befindet sich ein durchsichtiges Touchpad. fullscreen
Über der mechanischen Tastatur befindet sich ein durchsichtiges Touchpad. Bild: © Acer Computers 2017
Das Aluminiumgehäuse sorgt für Stabilität und einen schicken Look.
Über der mechanischen Tastatur befindet sich ein durchsichtiges Touchpad.

Das schlanke Design und das attraktive Alu-Gehäuse geben dem Triton 700 fraglos ein erstklassiges Look-and-Feel. Mit gerade mal 2,6 Kilogramm Gewicht eignet es sich natürlich auch hervorragend als mobile Gaming-Station. Allerdings hat so viel Premium-Qualität selbstverständlich auch seinen Preis. Ab etwa 3400 Euro will Acer das Gerät frühestens im August zum Kaufen anbieten. Die gezeigte GTX 1080 dürfte in dieser Ausführung allerdings noch nicht inklusive sein. In welchen Konfigurationen und zu welchen Preisen der Acer Triton 700 zum Release genau erhältlich sein wird, wurde bisher nicht verraten.

Premium-Preis: Dann doch lieber ein Gaming-PC?

Insgesamt wird schon beim Hands-on-Test schnell klar: Genau wie das schöne See-through-Touchpad, was im Normalbetrieb wohl kaum eine Gaming-Maus ersetzen wird, ist das Konzept des Predator Triton 700 für die meisten Nutzer wohl eher ein Show-off dessen, wozu Acer fähig ist. Wie bei seinem großer Bruder, dem Curved-Boliden Predator 21X, handelt es sich natürlich um ein eindrucksvolles Stück Technik. Ob man eine solche Stange Geld am Ende wirklich in einen Laptop investieren will, muss wohl jeder für sich selbst beantworten. Wer viel unterwegs ist und dabei nicht auf Grafikleistung und Rechen-Power verzichten kann oder will, findet im Predator Triton 700 von Acer aber vielleicht genau das richtige Notebook.

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