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Zu viel produziert: Samsung sitzt wohl auf 50 Millionen Smartphones

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Mit den aktuellen Smartphone-Verkaufszahlen ist Samsung wahrscheinlich sehr unzufrieden. Bild: © TURN ON 2022

Einem neuen Bericht zufolge hat sich Samsung bei der diesjährigen Smartphone-Nachfrage wohl überschätzt. Angeblich soll der Hersteller 50 Millionen Geräte zu viel produziert haben, die nun bei Händlern in den Lagern liegen.

Wie die koreanische Website The Elec berichtet, hatte sich Samsung im letzten Quartal 2021 ein hohes Ziel gesteckt: 334 Millionen Smartphones sollten 2022 abgesetzt werden. Der langsame Abverkauf zwang den Hersteller jedoch, die Zahlen in diesem Jahr auf 270 Millionen Geräte zu reduzieren. Aber auch dieses Ziel könnte in weite Ferne rücken, denn aktuell sollen sich noch 50 Millionen Smartphones in den Lagern der Händler befinden und auf den Verkauf warten.

Eine Überproduktion von 18 Prozent

In den Anfangsmonaten des Jahres soll Samsung noch 20 Millionen Smartphones pro Monat produziert haben, berichtet The Elec. Seit Mai sind es angeblich nur noch 10 Millionen. Damit reagiert Samsung auf die vollen Lagerbestände und die geringe Nachfrage. Sollten die Koreaner bis zum Jahresende weiterhin auf 50 Millionen Smartphones sitzen bleiben, hätte das Unternehmen eine Überproduktion von rund 18 Prozent. Im Rahmen wäre eine Überproduktion von circa 10 Prozent, schreibt The Elec.

Samsungs A-Serie schwächelt

Interessanterweise sind es nicht Samsungs hochpreisige Flaggschiffe wie die Galaxy-S22-Serie oder das Galaxy Z Fold3 und Z Flip3, die in den Lagern liegen. Ein Großteil der Smartphones, die der Hersteller nicht unter die Leute bringen kann, stammen offenbar aus der A-Serie, so The Elec. Die genauen Gründe für die schwachen Verkaufszahlen von Samsungs Mittelklasse-Serie sind nicht bekannt. Bisher zählte die A-Reihe zu den absatzstärksten Serien von Samsung.

Es wäre möglich, dass Konsumenten sich bei der Wahl eines Mittelklasse-Smartphones zunehmend für einen anderen Hersteller entscheiden. Ebenfalls denkbar wäre, dass Smartphone-Besitzer ihre Geräte länger nutzen und deshalb seltener neue Geräte kaufen.

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