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Alte Regel überholt: 15.000 sind die neuen 10.000 Schritte am Tag

10.000 oder 15.000 Schritte gehen? Das ist hier die Frage.
10.000 oder 15.000 Schritte gehen? Das ist hier die Frage. (©Pexels 2017)

10.000 Schritte am Tag sind die Zauberformel vieler Gesundheitsexperten für ein gesundes Leben. Die Bewegung wirke nicht nur Übergewicht vor, sondern verhindere Volkskrankheiten wie Diabetes und Demenz. Doch eine aktuelle Studie weist darauf hin, dass ein paar Schritte mehr nicht schaden könnten...

Wer 15.000 Schritte am Tag geht, reduziert die metabolischen Risikofaktoren für Fettleibigkeit, Bluthochdruck und Diabetes. Das legt eine Studie der University of Warwick in England gemeinsam mit anderen Institutionen nahe, wie die New York Times berichtet.

Studie begleitet Postangestellte für eine Woche

Die Forscher statteten 111 Postangestellte aus Glasgow für eine Woche mit Fitness-Trackern aus. Bei den Beteiligten handelte es sich um 55 Büroangestellte und 56 Lieferboten mit einem Durchschnittsalter von 40 Jahren. Zuvor wurden der Body Mass Index (BMI), der Taillenumfang sowie Blutzuckerspiegel und Cholesterinwerte jedes Teilnehmers dokumentiert. Bei der Auswertung konnten die Forscher genau nachvollziehen, wie viele Stunden jeder Postangestellte sitzend, stehend oder gehend verbracht hatte.

Dabei zeigte sich wenig überraschend, dass Menschen, die viel saßen, einen größeren Taillenumfang, höhere BMIs und schlechtere Blutzucker- und Cholesterinwerte hatten als die Teilnehmer der Studie, die häufig standen oder gingen. Doch damit nicht genug: Für jede Stunde, die die Angestellten am Tag saßen, erhöhte sich ihre Wahrscheinlichkeit, an Herzerkrankungen zu erkranken, um zwei Prozent, fanden die Forscher heraus.

15.000 Schritte statt 10.000 Schritte am Tag?

Bei Postangestellten, die mindestens 15.000 Schritte am Tag gingen – also mehr als drei Stunden am Tag in Bewegung waren – oder mindestens sieben Stunden aufrecht standen, zeigte sich jedoch ein anderes Bild. Sie hatten normale Taillenumfänge, BMIs und metabolische Werte. Aus diesem Grund rät Dr. William Tigbe, der Leiter der Studie, dazu, tatsächlich 15.000 Schritte am Tag in Angriff zu nehmen. Es brauche zwar Anstrengung, doch flotte Spaziergänge von zwei Stunden täglich, die über den Tag verteilt sein können, wären umsetzbar.

Allerdings gibt diese Studie nur einen kleinen Lebensausschnitt der Teilnehmer wider und wer von den Postangestellten später tatsächlich Herzerkrankungen ausbildet, wird nicht weiter ausgewertet. Auch dass Menschen, die 10.000 Schritte am Tag gehen, gesünder sind oder länger leben, ist bislang nicht wissenschaftlich bewiesen. Dennoch ist mehr Bewegung im Alltag so oder so eine gute Idee für einen gesunden Lebenswandel.

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