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Amazon liefert in Großbritannien jetzt testweise per Drohne

Der größte Feind des Postboten? Zumindest auf dem Land könnte Amazons Quadcopter-Lieferung Menschen bald den Job streitig machen.
Der größte Feind des Postboten? Zumindest auf dem Land könnte Amazons Quadcopter-Lieferung Menschen bald den Job streitig machen. (©Amazon 2016)

Ist Roboter-Luftpost die Zukunft? Das Online-Versandhaus Amazon testet in Großbritannien zurzeit die Lieferung per Drohne. Bisher kommen aber nur sehr wenige Kunden in den Genuss der vollautomatischen Zustellung.

Ein Klick und 13 Minuten später liegt das georderte Paket im Garten: So ähnlich soll man sich laut Amazon die Lieferung mit den neuen Lieferdrohnen des Händlers vorstellen. Am 7. Dezember nahm laut dem Magazin TechCrunch der erste Kunde eine Bestellung entgegen, die mit dem neuen Service "Prime Air" zugestellt wurde. Ein Werbevideo zeigt, wie der Vorgang abläuft.

Autonome Drohne liefert Amazon-Paket

Die Bestellung des im Clip gezeigten Kunden "Richard B. aus Cambridgeshire" geht in einem sogenannten Fulfillment Center des Unternehmens ein, wo Mitarbeiter die georderten Waren (hier: einen Amazon Fire TV Stick und eine Tüte Popcorn) in einem Paket verstauen. Das Paket wird anschließend in eine Quadcopter-Drohne geladen, die über ein Schienensystem nach draußen gefahren wird und von dort startet. Per GPS findet sie den Weg vollkommen autonom bis zum Kunden, der lediglich eine spezielle Landematte auslegen muss, die von der Kamera des Fluggeräts erkannt wird. Nach der Landung stellt der Roboter die Lieferung ab und macht sich auch den Rückweg. Bis zu 2,5 Kilogramm schwere Sendungen sollen die elektrisch betriebenen Drohnen transportieren können, wobei sie in einer Höhe von etwa 120 Metern fliegen.

Drohnenpost für zwei ausgewählte Kunden

Die Idee, Pakete per automatisierter Luftpost auszuliefern, wird von Amazon bereits seit einigen Jahren verfolgt. Im ländlichen Raum in der Nähe der englischen Stadt Cambridge soll nun regelmäßig per Drohne geliefert werden – allerdings zunächst nur an zwei ausgewählte Kunden, die in der Nähe des Fulfillment Centers leben. Maximal eine halbe Stunde soll die Lieferung dauern. Bei Erfolg der Methode wird der Kreis nach und nach auf einige hundert Menschen erweitert. Bis sich die Lieferung per Drohne landesweit oder gar international durchsetzt, dürfte es aber noch dauern: Vor allem für den Betrieb in Städten und in Gegenden mit strengeren Vorschriften für den Betrieb von Flugobjekten müssen die Drohnen erst einmal erlaubt werden – und dann beweisen, dass sie Lieferungen an Stadtwohnungen genauso zuverlässig abliefern können wie an alleinstehende Häuser auf dem Land.

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