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Aus diesem Grund solltest Du im Fitnessstudio öfter mal fluchen

Wer sich beim Sport fluchend Luft macht, kann seine Leistungen steigern.
Wer sich beim Sport fluchend Luft macht, kann seine Leistungen steigern. (©KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock 2017)

Wenn Du beim Training an Deine körperlichen Grenzen stößt, sind Dir bestimmt auch schon mal unschöne Flüche über die Lippen gekommen. Galt so etwas bislang als Unart, könnte eine neue Studie Kraftausdrücke beim Sport tatsächlich salonfähig machen. 

Eine kürzlich vorgestellte Studie legt nahe, dass Fluchen während des Trainings tatsächlich die Leistung steigern kann. Sie wurde Anfang Mai im Rahmen der jährlichen Konferenz der British Pychological Society in Brighton präsentiert.

Studie weist Höchstleistungen beim Fluchen nach

Die Studie bestand aus zwei Experimenten: 29 Teilnehmer nahmen an einem halbminütigen Fahrradergometer-Test teil, während 52 Teilnehmer durch einen zehnsekündigen Fingerhantel-Test gefordert wurden. Dabei konnten die Forscher beobachten, dass die Teilnehmer beider Gruppen bessere Höchstleistungen zeigten, wenn sie während der Übungen fluchten, als wenn sie ein neutrales Wort wiederholten. Die Fingerhantelgruppe steigerte unter Fluchen ihre Leistung um ein Äquivalent von 2,1 Kilogramm. Die Radler konnten ihre Höchstleistung mithilfe von Kraftausdrücken im Durchschnitt um 24 Watt ausbauen.

Dazu suchten sich die Partizipienten zuvor ein bestimmtes Kraftwort aus. Auch das neutrale Wort wurde schon vor dem Test festgelegt. Laut The Guardian sollten die Testpersonen ein Wort aussuchen, das dazu verwendet werden kann, um einen Tisch zu beschreiben wie beispielsweise das Adjektiv "hölzern".

Keine Auswirkung von Kraftworten auf den Blutdruck

Neben der gesteigerten Leistung in den Kurztests beobachteten die Forscher, dass das Fluchen keine Auswirkungen auf Herzfrequenz, Herzfrequenzvariabilität, Blutdruck und Hautleitfähigkeit hatte. Das legt nahe, dass die Kraftausdrücke nicht die sogenannte Fight-or-flight-Reaktion auslösten, die als Reaktion auf Stress eine physische und psychische Anpassung des Körpers beschreibt, so The Guardian. Ganz überraschend sind die Ergebnisse nicht. Richard Stephens, ein Psychologe an der Keele University, der die Studie in Brighton vorstellte, schließt: "Wir sagen den Menschen nichts, was sie nicht schon wissen, aber wir verifizieren es systematisch und objektiv. Ich denke, die Leute verwenden instinktiv Kraftworte, wenn sie sich verletzen oder wenn sie einen zusätzlichen Auftrieb für ihre Leistungen suchen."

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