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CES: Boschs Home-Roboter Kuri könnte nicht niedlicher sein

Smarter Helfer mit Knuddelfaktor: Haushaltsroboter Kuri hat so Einiges auf dem Kasten. Vor allem aber ist er echt niedlich.
Smarter Helfer mit Knuddelfaktor: Haushaltsroboter Kuri hat so Einiges auf dem Kasten. Vor allem aber ist er echt niedlich. (©Mayfield Robotics 2017)

Mit Kuri könnten Maschinen den Sprung vom elektronischen Nutztier zum Familienmitglied schaffen. Der Roboter von Bosch sieht aus wie einem Pixar-Film entsprungen und bringt neben Smart-Home-Funktionen vor allem jede Menge Charakter mit.

Haushaltsroboter saugen Staub und mähen den Rasen – und virtuelle Assistenten wie Alexa oder Google Home gewinnen immer mehr an Bedeutung. Doch den Geräten mangelt es oft noch an Seele und Persönlichkeit. Eine Lücke, die Kuri nun füllen soll: Der Roboter wird auf der CES 2017 in Las Vegas vorgestellt und ist eine Mischung aus smartem Assistent und niedlichem Haustier.

Kuri: Niedlicher Roboter mit Mimik vom Profi

Das knuffige Kerlchen ist das erste Produkt von Mayfield Robotics, einem Start-up unter der Führung des Technikkonzerns Bosch. Ziel der Entwickler war es, nicht nur einen smarten Assistenten, sondern einen robotischen Mitbewohner zu erschaffen, mit dem Menschen emotional interagieren sollen. Damit das trotz der eingeschränkten Mimik und Gestik des rollenden Kegels funktioniert, arbeitete Bosch mit Experten auf diesem Gebiet zusammen: Ein langjähriger Mitarbeiter des Animationsstudios Pixar designte laut TechCrunch die Bewegungsabläufe des 50 Zentimeter hohen Roboters. Mit einem Augenaufschlag und einem Neigen des Kopfes kann er so schon ziemlich ausdrucksstark wirken. Mithilfe von vier Mikrofonen erkennt er außerdem, aus welcher Richtung man mit ihm spricht, dreht den Kopf in diese Richtung und stellt "Augenkontakt" her. Verständlich macht sich der Droide mit fröhlichen Pfeiftönen, die an R2-D2 aus "Star Wars" erinnern.

Virtueller Assistent auf Rädern

Doch natürlich ist Kuri nicht nur niedlich, sondern auch eine praktische Hilfe im Haushalt: Auf Zuruf steuert er zahlreiche Geräte des Smart Homes, spielt Musik oder Hörbücher über integrierte Lautsprecher ab, stellt den Wecker, zeichnet Audio und Video auf oder dient den verreisten Hausbewohnern als ausgelagertes Auge und Ohr, durch das sie übers Internet nach dem Rechten sehen können. Wenn er gerade nicht gebraucht wird, kurvt Kuri auf eigene Faust durchs Haus, dessen Grundriss er in einer internen Karte abspeichert, sodass er gezielt Wände und Gegenstände im Weg meiden kann. Oder er zieht sich an seine kabellose Ladestation zurück und sammelt neue Kräfte. Voraussichtlich Ende 2017 soll der Roboter erhältlich sein. Als Preis sind knapp 700 US-Dollar veranschlagt.

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