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Chinesisches Bike-Sharing ohne Dockstation kommt nach Europa

Der chinesische Bike-Sharing-Betreiber Mobike eröffnet einen ersten europäischen Standort in Manchester.
Der chinesische Bike-Sharing-Betreiber Mobike eröffnet einen ersten europäischen Standort in Manchester. (©Twitter/Mobike 2017)

Bike-Sharing ist aus den Großstädten weltweit kaum noch wegzudenken. Auch in Asien boomen Fahrradverleihsysteme. Mit Mobike macht sich eines davon auf, auch den europäischen Markt zu erobern.

Mobike gehört zu den größten Bike-Sharing-Betreibern in China. Das System kann derzeit an 99 Standorten in Asien benutzt werden. Ende Juni kommt mit Manchester die erste europäische und damit hundertste Stadt dazu. Mit 1.000 Fahrrädern wird die nordwestliche Metropole Englands samt Nachbarstadt Salford für eine sechsmonatige Testphase ausgestattet, wie TechCrunch berichtet.

Smartes Schloss statt Dockstation

Das Besondere an den Bikes aus China ist, dass sie keine Dockstationen brauchen wie übliche Bike-Sharing-Systeme hierzulande. Stattdessen werden die Fahrräder über ein eingebautes GPS-System via App geortet. Nach der Radtour kannst Du das Bike überall dort abstellen, wo es legal geparkt werden darf.

Vor Diebstahl schützen den Drahtesel eingebaute smarte Schlösser. Das scheint auf den ersten Blick sehr praktisch, doch führte es in chinesischen Städten schon zu Fahrradbergen im Stadtgebiet. Aus diesem Grund hat Mobike Preferred Locations (MPL = bevorzugte Standorte) ins Leben gerufen, an denen die Räder abgestellt werden können.

Mobike und Konkurrent Ofo expandieren nach Europa

Neben Mobike will auch der chinesische Konkurrent Ofo Fuß in Europa fassen. Ofos ebenfalls stationslose Fahrräder sind schon in Oxford zu finden, allerdings laut TechCrunch bislang nur mit 20 Bikes. Weitere Städte in Großbritannien sollen bis Ende des Jahres folgen.

Ob und wann die chinesischen Bikes auch Deutschland erreichen, bleibt abzuwarten.

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