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Cool oder gruselig? Samsung entwickelt smarte Kontaktlinsen

Samsung entwickelt eine smarte Kontaktlinse.
Samsung entwickelt eine smarte Kontaktlinse. (©picture alliance/ Media for Medical 2016)

Eine ziemlich abgefahrene Technologie will sich Samsung mit der smarten Kontaktlinse patentieren lassen. Diese soll über eine integrierte Kamera und ein Mini-Display verfügen und dabei genauso unscheinbar sein wie eine echte Kontaktlinse. Doch so cool diese Technologie ist, so gruselig wirkt sie gleichzeitig.

Smarte Brillen wie Google Glas oder die Microsoft HoloLens befinden sich derzeit noch im Test-Stadium. Samsung geht jedoch noch einen Schritt weiter und hat nun in Südkorea ein erstes Patent für eine smarte Kontaktlinse beantragt, wie SamMobile berichtet. Anders als etwa die HoloLens, die sich in der Größe doch stark von einer normalen Brille unterscheidet, sehen die Samsung-Kontaktlinsen zumindest in den Patentzeichnungen tatsächlich aus wie echte Kontaktlinsen.

Kontaktlinse mit eingebautem Display und Kamera

Trotz der winzigen und schlanken Form sollen die Linsen über ein Mini-Display und eine eingebaute Kamera verfügen, zusätzlich gibt es eine Antenne zur Datenübertragung und verschiedene Sensoren. Letztere sollen die Bewegungen des Trägers erfassen und auch die Eingabebefehle erfassen. Gesteuert wird die Kontaktlinse übrigens auf die einfachste Art und Weise, die möglich ist, nämlich durch Blinzeln.

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Die smarte Kontaktlinse soll nicht größer sein als eine echte Kontaktlinse. (©engpat.kipris.or.kr/ 2016)

Über das Mini-Display der Linse kann sich der Träger Bilder direkt vor seinem Auge anzeigen lassen. Allerdings muss die Kontaktlinse dabei drahtlos mit einem Smartphone verbunden sein. Das Handy dient dabei quasi als Rechenzentrum, da die Linse selbst nicht über benötigte Prozessor- und Grafikchips verfügt. Auch Fotos, die mit der Kamera der Kontaktlinse geknipst werden, dürften dann direkt auf dem verbundenen Smartphone landen und dort gespeichert werden.

Nicht nur cool, sondern auch gruselig

So cool und abgefahren diese Technik auch klingt, so gruselig ist sie gleichzeitig. Immerhin wäre eine solche Kontaktlinse quasi eine unsichtbare Kamera, die im Prinzip jeder zu jeder Zeit mit sich herumtragen könnte. Gerade für die Debatte über Datenschutz und Privatsphäre dürften derartige Wearables jede Menge neues Futter liefern. Denn wer möchte schon in privaten oder gar intimen Momenten von seinem Gegenüber gefilmt werden, ohne davon zu wissen?

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Technisch wirkt das Konzept ziemlich abgefahren. (©engpat.kipris.or.kr/ 2016)

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