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Darum macht Dich zu wenig Schlaf hungrig

Zu wenig Schlaf ist nicht nur nervig, sondern auch auf verschiedenste Weisen ungesund.
Zu wenig Schlaf ist nicht nur nervig, sondern auch auf verschiedenste Weisen ungesund. (©KatarzynaBialasiewicz/Thinkstock 2017)

Dass zu wenig Schlaf müde macht und schlecht fürs Gedächtnis ist, wissen wir bereits. Eine neue Untersuchung beweist jetzt aber auch: Zu wenig Schlaf macht hungrig. Doch warum ist das so?

In Zusammenarbeit mit Dr. Eleanor Scott von der University of Leeds führte Dr. Michael Mosley eine Untersuchung für die BBC durch. Das Ergebnis: Zu wenig Schlaf sorgt für einen erhöhten Blutzuckerspiegel und kann das Hungergefühl gleich über einen Zeitraum von mehreren Tagen erhöhen. Zu wenig Schlaf ist also nicht nur schlecht für Gedächtnisleistung und Co., sondern macht auch noch hungrig.

Ähnlich schlechte Werte wie Diabetes-Typ-2-Patienten

Für die Untersuchung unterzog sich nicht nur Dr. Mosley einem Selbsttest, sondern holte auch noch eine ganze Gruppe gesunder Freiwilliger ins Boot. Um verlässliche Daten erheben zu können, wurden alle Beteiligten mit Überwachungsgeräten ausgestattet, die sowohl Aktivität als auch den Blutzuckerspiegel aufzeichneten.

Zuerst wurde zwei Nächte lang normal geschlafen. Dann folgten zwei Nächte, in denen der Schlaf um je drei Stunden reduziert wurde und zwei abschließenden Nächte, in denen die Probanden so lange schlafen konnte, wie sie wollten. Das Ergebnis: Alle Probanden berichteten von Heißhunger auf Süßes in der Zeit nach der verkürzten Nachtruhe. Und: Die Blutzuckerwerte waren bei allen deutlich erhöht, egal, ob sie normal gegessen oder sich ihren Gelüsten ergeben hatten.

Warum macht zu wenig Schlaf hungrig?

"Wir wissen [heute], dass Schlafentzug die appetitregulierenden Hormone verändert", erklärt Dr. Eleanor Scott das Ergebnis der BBC-Untersuchung. "Es ist dadurch wahrscheinlicher, dass Personen sich hungrig fühlen und unwahrscheinlicher, dass ein Sättigungsgefühl eintritt. [...] Wenn man wach ist, obwohl man schlafen sollte, produziert der Körper außerdem mehr Stresshormone, was sich auch am nächsten Tag noch auf den Zuckerspiegel auswirkt."

All das führt dazu, dass Menschen, die regelmäßig zu wenig Schlaf abbekommen, eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, Fettleibigkeit und Diabetes 2 zu entwickeln. Aber wie wenig ist zu wenig? Unter sieben Stunden sollten es nicht sein, stellt Dr. Scott fest. Das legen verschiedene große Studien der Wissenschaftlerin zufolge inzwischen nahe.

Tipps, wie es mit der gesunden Nachtruhe klappt, findest Du hier.

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