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Deine Laufergebnisse via Social Media zu teilen, steckt an

Ein Seitenblick auf die sportlichen Leistungen der Freunde kann äußerst motivierend wirken.
Ein Seitenblick auf die sportlichen Leistungen der Freunde kann äußerst motivierend wirken. (©nd3000/iStock/Thinkstock 2017)

Jeder kennt Bekannte und Freunde, die jedes ihrer Laufergebnisse inklusive Kilometerzahl, Tempo usw. über Social Media mit der ganzen Welt teilen. Diese vermeintlich für Dich unerheblichen Informationen könnten Dich selbst zu besseren Leistungen anspornen.

Die Daten aus Fitness-Trackern zu teilen, wirkt laut einer aktuellen amerikanischen Studie nämlich ansteckend auf Deine Umwelt. Wenn Bekannte oder Freunde also mehr laufen, läufst auch Du mehr.

Laufergebnisse der Freunde treiben das Ego an

Zu diesem Ergebnis kamen die Wissenschaftler Sinan Aral und Christos Nicolaides vom Massachusetts Institute of Technology bei der Auswertung der Daten von über einer Million Läufern über einen Zeitraum von fünf Jahren. Sie zeichneten die tägliche Laufroutine mit Laufstrecke, Laufzeit, Lauftempo und dem Kalorienverbrauch auf. Auch die geografische Region und der Anschluss der Teilnehmer an soziale Netzwerke spielten eine Rolle. Dabei wurden nicht nur ausgewählte, sondern alle Ergebnisse über nicht näher benannte soziale Netzwerke geteilt. Als Resultat der Studie hielten die Autoren fest: "Wenn am selben Tag im Durchschnitt ein zusätzlicher Kilometer von Freunden gerannt wurde, beeinflusst das das Ego, zusätzliche drei Zehntel Kilometer zu laufen."

Es gibt geschlechterspezifische Unterschiede

Auch die Dauer des Laufens hat Einfluss: So bewirken zusätzliche zehn Minuten, die von Freunden gelaufen wurden, dass auch Du drei Minuten länger durchhältst. Diese Wirkung ist allerdings abhängig von der relativen Aktivität und auch dem Geschlecht der Freunde. Läufer werden eher von Mitstreitern beeinflusst, deren Leistungen geringfügig schlechter sind als ihre, als von Menschen, die etwas besser performen. Das bedeutet, dass weniger aktive Läufer aktivere Läufer mehr beeinflussen als aktive Läufer weniger aktive Zeitgenossen. Männer werden sowohl von Männern als auch Frauen zu besseren Leistungen animiert. Frauen hingegen haben nur Einfluss auf Frauen.

Zusammen legten die Teilnehmer über den Zeitraum der Studie übrigens 359 Millionen Kilometer zurück. Die Ergebnisse wurden in der wissenschaftlichen Open-Access-Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.

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