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Dieser Mega-Sensor macht Dein gewöhnliches Zuhause zum Smart Home

Der Mega-Sensor erkennt anhand verschiedener Parameter nicht nur, dass der Wasserhahn läuft, sondern auch, wie viel Wasser verbraucht wird.
Der Mega-Sensor erkennt anhand verschiedener Parameter nicht nur, dass der Wasserhahn läuft, sondern auch, wie viel Wasser verbraucht wird. (©YouTube/Future Interfaces Group 2017)

Forscher der Carnegie Mellon University in Pittsburgh haben einen Mega-Sensor entwickelt, der ein gewöhnliches Zuhause im Handumdrehen in ein Smart Home verwandelt. Das Beste: Dafür bedarf es keinerlei teurer Hightech-Haushaltsgeräte. 

Das eigene Heim in ein Smart Home zu verwandeln, kann ganz schön ins Geld gehen. Bisher mussten Technik-Fans dafür jedes Gerät, das überwacht oder gesteuert werden sollte, in einer smarten Version neu anschaffen. Wer es etwas günstiger haben wollte, war auf nachrüstbare Sensoren angewiesen. Der Mega-Sensor von Gierad Laput, Yang Zhang und Chris Harrison soll das Ganze zukünftig deutlich vereinfachen.

Lernfähig: Mega-Sensor überwacht alle möglichen Geräte

Um das leisten zu können, nahmen sich die Entwickler von der Carnegie Mellon University zunächst eine Vielzahl verschiedener aktuell verfügbarer Sensoren für das Smart Home vor. Frei nach dem Motto: "Alles, was die können, können wir auch" kombinierten sie sämtliche Fähigkeiten der anderen Sensoren und kreierten ihren eigenen Mega-Sensor. Nur eine Kamera ließen sie zum Schutz der Privatsphäre weg.

Was genau misst der Sensor also? Quasi alles, was in einem beliebigen Raum des zum Smart Home umfunktionierten Zuhauses so passiert. Der Chip registriert Funkstörungen, elektromagnetisches Rauschen, Bewegungen, Lichtverhältnisse, Feuchtigkeit, Geräusche und Vibrationen und übersetzt sie in tatsächliche Vorgänge. Dafür muss er nur in einen freien USB-Hub gesteckt werden. Und laut den Entwicklern ist der Sensor quasi unbegrenzt lernfähig.

Prototyp kann nur überwachen, nicht steuern

Aber nicht nur das. Die Anwendungsgebiete des Mega-Sensors sollen ebenfalls virtuell grenzenlos sein. Weitere Sensor-Ebenen könnten integriert werden, die noch intelligenter auf die Geschehnisse im Raum reagieren. So soll es beispielsweise möglich sein, nicht nur festzustellen, dass der Wasserhahn läuft, sondern auch, wie viel Wasser dabei verbraucht wird, heißt es im Erklärungsvideo.

Zur Gänze kann der neue Sensor den bisherigen Smart-Home-Anwendungen dann aber doch noch nicht Konkurrenz machen, denn er zeichnet die Aktionen nur auf, kann aber keinen Einfluss nehmen. Um besagten Wasserhahn wieder auszuschalten, müssten Nutzer also doch selbst Hand anlegen. Andererseits handelt es sich bisher ja auch nur um einen Prototyp.

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