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Dieses Musikvideo stammt von einem Computer-Algorithmus

In diesem neuen Musikvideo macht der Ton nicht nur die Musik, sondern auch die Landschaft.
In diesem neuen Musikvideo macht der Ton nicht nur die Musik, sondern auch die Landschaft. (©Vimeo/Victor Doval 2017)

In einem vor Kurzem veröffentlichten Musikvideo verwandelt ein Algorithmus Sound in eine fließende Landschaft. Das sorgt dafür, dass sich "Howler Monkey" von Meier & Erdmann nicht nur gut anhört, sondern auch in Sachen Optik einiges zu bieten hat.

Die Musik beginnt und ein breiter grüner Grasteppich fängt an, sich vor einem heller werdenden Hintergrund auszurollen. Je vielfältiger der Sound wird, desto mehr Details erscheinen in der synthetischen Landschaft. Um das zu ermöglichen, entwickelte Visual Artist Victor Doval einen besonderen Algorithmus, der jeden Ton des Musikvideos in einen Bestandteil der Landschaft verwandelt.

Algorithmus sorgt für fließende Einheit aus Sound und Optik

"Die optischen Effekte werden basierend auf dem Tonspektrum generiert", erklärt Visual Artist Victor Doval in der Beschreibung des Musikvideos. "Die verschiedenen Tonspuren wurden benutzt, um mithilfe eines Algorithmus optische Parameter zu definieren, wie etwa die geometrische Form, Materialien und Lichteffekte." Soll heißen: Jeder Ton wurde per Algorithmus einem optischen Effekt gleichgesetzt, der im Musikvideo immer dann ausgespielt wird, wenn der entsprechende Sound erklingt. So erscheint zum Beispiel immer eine Art goldgefleckter Steinturm, wenn die Snare-Drum ertönt.

Musikvideo als "Sound-Reise"

Die Idee dazu kam dem Künstler aus dem persönlichen Verständnis heraus, dass es sich bei Musik um eine Reise handelt, die über die Ohren wahrgenommen wird. So soll denn auch das Musikvideo eine Art 24-Stunden-Reise darstellen, von Sonnenaufgang zu Sonnenaufgang. "Die harmonische Evolution des Stückes wurde mit einem 24-Stunden-Zeitsprung gleichgesetzt, der in 290 Sekunden wahrgenommen wird", so Doval.

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