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Dyson: Staubsauger-Hersteller arbeitet an neuartigem Elektro-Auto

Staubsauger sind James Dyson nicht (mehr) genug: Der Unternehmer arbeitet offiziell am ersten Elektro-Auto seiner Firma.
Staubsauger sind James Dyson nicht (mehr) genug: Der Unternehmer arbeitet offiziell am ersten Elektro-Auto seiner Firma. (©Dyson 2017)

Bei dem Namen Dyson denkst Du zuerst an smarte Staubsauger und Handtrockner? Bald könnte sich das deutlich ändern. Wie jetzt bekannt wurde, arbeitet das Unternehmen an einem eigenen Elektro-Auto. Das soll durch eine ebenfalls von Dyson entwickelte, neuartige Batterie angetrieben werden und den E-Auto-Sektor revolutionieren.

Ganze 2,7 Milliarden US-Dollar (etwa 2,3 Milliarden Euro) will Dyson in die Entwicklung seines ersten eigenen Elektro-Autos investieren. Bis zum Jahr 2020 sollen die umweltfreundlichen Fahrzeuge dann die Straßen erobern, zumindest, wenn es nach Firmenchef James Dyson geht.

Dyson arbeitet bereits seit Jahren heimlich an Elektro-Auto

Besonders revolutionär sollen Dysons Elektro-Autos durch ihren Festkörper-Batterie-Antrieb werden. Der soll die Autos nicht nur leistungsfähiger, sondern auch sicherer machen. Der Grund: Anders, als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien, sind Festkörper-Batterien nicht entflammbar. Gleichzeitig sollen die neuen Batterien deutlich mehr Energie speichern können und daher weiter fahren, bei gleichzeitig kleinerem Battery-Pack.

Um die neuartigen Batterien zu entwickeln, kaufte Dyson unter anderem 2015 das Batterie-Start-up Sakti3 auf und arbeitet seitdem im Geheimen an der Entwicklung des ersten firmeneigenen E-Autos. Inzwischen gibt es offenbar sogar zwei unabhängige Teams, die an verschiedenen Ansätzen für die Umsetzung der Festkörper-Batterien arbeiten. Das erklärte Dyson-Chef James Dyson gerade in einer Rund-E-Mail an seine Angestellten. Auch, warum das Unternehmen seine Pläne ausgerechnet jetzt publik macht, verriet der Staubsauger-Mogul: Geheimhaltung würde das weitere Wachstum des Projektes einschränken und die Rekrutierung neuer Fachleute sowie die Zusammenarbeit mit Zulieferern erschweren, zitiert Bloomberg.

Geheimhaltung weiterhin oberste Direktive

"Wir haben nun endlich die Chance, all unsere Technologien in einem einzigen Produkt zusammenzuführen", zitiert Forbes aus der E-Mail von James Dyson. "Anstatt nur Emissionen am Auspuff zu filtern, können wir das Problem heute an der Quelle beseitigen. Das Projekt wird von jetzt an schnell wachsen, doch wir werden zu diesem Zeitpunkt keine weiteren Details veröffentlichen. In der Autoindustrie herrscht eine enorme Konkurrenz um neue Technologien vor und wir müssen alles tun, um die Daten unseres Elektro-Autos geheim zu halten." Potenziellen Kunden bleibt also vorerst nur, gespannt auf weitere Neuigkeiten zum ersten Elektro-Auto von Dyson zu warten.

Bis es so weit ist, kannst Du Dich vorab in unserem Video darüber informieren, was es sonst noch so zum Thema E-Mobilität und E-Autos Interessantes zu wissen gibt:

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