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Einheitliche Qualitätsstandards für Fitness-Apps auf dem Weg

Nicht alle Fitness-Apps sind auch sinnvoll.
Nicht alle Fitness-Apps sind auch sinnvoll. (©Thinkstock/monkeybusinessimages 2016)

Fitness- und Gesundheits-Apps werden unter den Deutschen immer beliebter. Doch obwohl inzwischen mehr als 100.000 dieser Apps rund um die körperliche Fitness auf dem Markt sind, fehlt es immer noch an Standards in Bezug auf Qualität und vor allem Datenschutz. Das soll sich jetzt ändern.

Schon bald sollen europaweite Richtlinien für Gesundheits-Apps gelten. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion an das Bundesgesundheitsministerium. In der Antwort hieß es, dass eine Selbstverpflichtung der Hersteller zur Einhaltung der Datenschutzbestimmungen auf europäischer Ebene kurz vor dem Abschluss stünde.

Qualitätskriterien für 2017 in Aussicht

Weiter heißt es vom Ministerium, dass auf Initiative der EU-Kommission "Qualitätskriterien für die Beurteilung von Gesundheits-Apps entwickelt" würden. Diese sollen bis 2017 vorliegen. Eine solche offizielle Orientierungshilfe ist dringend nötig, so das Ergebnis einer Studie vom Peter L. Reichertz Institut für medizinische Informatik, die vom Ministerium in Auftrag gegeben wurde. Sie offenbarte, dass nicht jede App tatsächlich einen gesundheitlichen Nutzen hat. Doch besonders im Hinblick auf den Datenschutz gibt es Nachholbedarf. Datenschutzrechtliche Anforderungen werden oft nicht eingehalten. Auch fehle es den Apps an der nötigen Transparenz.

Standards für Fitness-Apps sind überfällig

Renate Künast warf der Bundesregierung vor, keine Strategie zu haben, die mit der schnellen Entwicklung schritthalten könne. Gegenüber dem Handelsblatt äußerte die Grünen-Bundestagsabgeordnete: "Das ist inakzeptabel, denn Apps werden auf dem deutschen Gesundheitsmarkt bereits seit Längerem massenhaft eingesetzt." Tatsächlich jeder vierte Internetnutzer in Deutschland benutzt Gesundheits-Apps oder Fitness-Tracker. Das ist das Ergebnis einer aktuellen GfK-Studie. Mit den mobilen Diensten können je nach Modell Übungen angeleitet, der Fitnesslevel ausgewertet und Faktoren wie Herzfrequenz und Kalorienverbrauch gemessen werden.

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