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Entwarnung: Roomba-Daten werden zunächst nicht weitergegeben

iRobot-CEO Colin Angle hat offenbar große Pläne mit den von Roomba gesammelten Daten.
iRobot-CEO Colin Angle hat offenbar große Pläne mit den von Roomba gesammelten Daten. (©picture alliance/Kyodo 2017)

Schon seit Mai verfügen einige Roomba-Modelle über eine fortschrittliche Computer-Kartierungs-Funktion. Die so von den Saugrobotern gesammelten Daten kommen aber nicht nur den Besitzern selbst zugute, sondern könnten nun auch von Hersteller iRobot weiterverkauft werden.

Alexa-Integration und die verbesserte Kartierungsfähigkeit sollten Roomba eigentlich noch praktischer machen. Ein Statement von iRobot-CEO Colin Angle sorgte Anfang der Woche jedoch für Ärger und große Sorge in Bezug auf die privaten Daten der Nutzer.

Verkauft iRobot bald Roomba-Daten an Amazon, Apple oder Google?

Roomba soll zum Zentrum des Smart Homes werden, das verkündete iRobot-CEO Colin Angle bereits vor einer Weile. Wie er sich das genau vorstellt, hat der Manager nun in einem Interview verraten. "Es gibt ein ganzes Ökosystem an Dingen und Services, die ein Smart Home bieten kann, wenn man erst mal eine detaillierte Karte des Zuhauses besitzt, die der Nutzer zur Weiterverbreitung freigegeben hat", erklärte Angle gegenüber Reuters. Er führte weiter aus, dass sein Unternehmen schon in den kommenden Jahren einen Deal über den Verkauf der Kundendaten mit den "großen Drei" (Amazon, Google und Apple) abschließen könnte.

iRobot-CEO Colin Angle rudert zurück

Eine Vorstellung, die vielen Kunden gar nicht gefällt. Weshalb es kaum verwunderlich ist, dass Angle nun offenbar bereits zurückrudert. "iRobots nimmt die Privatsphäre und Sicherheit seiner Kunden sehr ernst", stellte der CEO gegenüber TechCrunch klar. "Wir werden [unsere Kunden] immer um Erlaubnis bitten, selbst wenn es nur um die Speicherung von Daten geht."

In Bezug auf mögliche Verkaufspläne sagte Colin Angle, es gäbe derzeit keine derartigen Vorhaben. Dennoch hoffe man, einen Wert aus den gesammelten Informationen ziehen zu können. "Aber wir würden das nur mit Erlaubnis der Kunden tun", verspricht Angle.

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