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Entwarnung: Stundenlange Arbeit am PC macht nicht blind

Wer den ganzen Tag auf den Bildschirm starrt, kennt das Computer Vision Syndrome vermutlich aus eigener Erfahrung.
Wer den ganzen Tag auf den Bildschirm starrt, kennt das Computer Vision Syndrome vermutlich aus eigener Erfahrung. (©Pexels 2017)

Du verbringst täglich mehrere Stunden vor dem PC und machst Dir Sorgen um Dein Augenlicht? Keine Sorge: Dauerhafte Schäden verursacht das Starren auf den Bildschirm wohl nicht. Beschwerden kann es trotzdem mit sich bringen.

Wer täglich mehrere Stunden am PC arbeitet, hat vielleicht schon Bekanntschaft mit dem Computer Vision Syndrome gemacht. Augen- und Kopfschmerzen, verschwommene Sicht, trockene Augen sowie Nacken- und Schulterschmerzen gehören laut der US-amerikanischen University of Iowa zu den typischen Beschwerden, mit denen rund 75 Prozent der Bildschirmarbeiter zu kämpfen haben. Doch es gibt Möglichkeiten, dem Problem entgegenzuwirken.

Gegen trockene Augen helfen Blinzeln und Weggucken

Häufige Ursache für trockene Augen und die begleitenden Schmerzen bei der Arbeit ist oft zu wenig Blinzeln. Gezielt öfter kurz die Augen schließen hilft hier – genau wie ein etwa 20-sekündiger Blick in die Ferne und weg vom Bildschirm alle 20 Minuten. Das empfiehlt das Magazin The Verge. Wer am Fenster sitzt, sollte seinen Bildschirm zudem so ausrichten, dass sich einfallendes Sonnenlicht nicht blendend spiegeln kann. Ebenfalls wichtig: Der Schirm sollte so platziert werden, dass Du leicht von oben darauf hinabblickst. Ideal ist ein Winkel von 15 bis 20 Grad, der Abstand zwischen Augen und Bildschirm sollte 50 bis 66 Zentimeter betragen.

Arztbesuch bei anhaltenden Beschwerden empfohlen

Auch mit den Bildschirmeinstellungen kann das Computer Vision Syndrome in Grenzen gehalten werden. Ein höherer Kontrast und eine Bildwiederholrate von 70 bis 85 Hertz statt der üblicherweise voreingestellten Rate von 60 Hertz können laut der University of Iowa dabei helfen, die Ermüdungserscheinungen zu reduzieren. Undiagnostizierte Augenprobleme wie eine unerkannte Kurz- oder Weitsichtigkeit können die Symptome allerdings verschlimmern, weshalb bei anhaltenden Beschwerden ärztlicher Rat eingeholt werden sollte.

Die gute Nachricht ist laut dem US-Optikerverband American Optometric Association aber, dass die Symptome des Computer Vision Syndrome in den allermeisten Fällen nur temporär sind. Bei längerer Abstinenz vom Bildschirm verschwinden sie für gewöhnlich schnell wieder. Blind macht die Bildschirmarbeit also nicht – auch wenn man ihre Nebenwirkungen ernst nehmen sollte.

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