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Forscher entwickeln Smartwatch, die Sarkasmus erkennt

Mit dieser Smartwatch soll künftig Sarkasmus ganz einfach zu erkennen sein.
Mit dieser Smartwatch soll künftig Sarkasmus ganz einfach zu erkennen sein. (©YouTube/MITCSAIL 2017)

Sheldon Cooper wäre angesichts dieses cleveren Helferleins sicherlich begeistert. Eine Smartwatch soll künftig allen unter die Arme greifen, die wie der TV-Nerd Probleme damit haben, Sarkasmus und Ironie zu erkennen.

Ein US-Forschungsteam des MIT arbeitet zurzeit an einer Smartwatch, die Konversationen zwischen dem Träger und Personen in seinem Umfeld in Echtzeit analysiert. Wie das Team der Entwickler auf der Seite des Computer Science and Artificial Intelligence Laboratory berichtet, kann das erste Modell des Wearables bereits anhand von Sprachmustern und ähnlichen Signalen erkennen, ob ein Gespräch als glücklich, traurig oder neutral eingestuft werden müsse. Künftig soll die Funktion ausgebaut werden, sodass das Gerät möglicherweise schon bald aufgrund seiner Daten Sarkasmus und Ironie erkennt. Die Forscher hoffen, dass der Minicomputer dann auch für Menschen eine Hilfe sein kann, die Probleme mit der sozialen Interaktion haben – beispielsweise Asperger-Autisten.

So tickt die neue Smartwatch

Nach Angaben der Erfinder erfasst die Smartwatch sowohl Audio- als auch Textsignale wie den Tonfall des Sprechers oder sein Vokabular und physiologische Eindrücke wie Blutdruck und Bewegungen, sofern beide Gesprächspartner ein Gerät tragen. Die Zuverlässigkeit der Analyse liege derzeit bei rund 83 Prozent. Um diese Rate zu erreichen, untersuchten die Forscher zunächst 31 verschiedene Konversationen. Aufgrund dieser Daten entwickelten sie zwei Algorithmen: Einer stuft das Gespräch als glücklich oder traurig ein, der andere beurteilt im Fünfsekundentakt die einzelnen Teile der Unterhaltung als positiv, negativ oder neutral.

Die nächste Stufe zum Sarkasmus-Detektor

Der nächste Schritt müsse es nun sein, die Algorithmen zu verbessern, sodass diese beispielsweise Langeweile, Anspannung und Aufregung aufzeigen können, anstatt lediglich positiv und negativ zu unterscheiden, folgerte Tuka Alhanai, die an dem Projekt rund um die innovative Smartwatch mitarbeitete. "Eine Technologie zu entwickeln, die den Puls menschlicher Emotionen aufnehmen kann, hat das Potenzial, unsere Kommunikation dramatisch zu verbessern", so die Meinung der Forscherin.

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