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Fribo: Süßer Katzenroboter mit Social-Potenzial oder "Abhörmaschine"?

Du wohnst alleine und hättest gerne mehr Kontakt zu Deinen Freunden, verbummelst aber immer, Dich bei ihnen zu melden? Fribo soll in genau solchen Fällen Hilfestellung leisten. Der kleine katzenähnliche Roboter aus Südkorea hört nämlich mit – und liefert so den Anstoß zur Kontaktaufnahme. Zumindest ist das der Plan.

Wer sich nun direkt Sorgen über das mögliche Abhörpotenzial von Fribo macht, der sei beruhigt. Den offiziellen Angaben der entwickelnden Forscher von der Yonsei University und dem Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) zufolge erkennt der kleine Roboter nur Alltagsgeräusche, keine Sprache. Und aufgezeichnet wird auch nichts.

Ist Fribo der bessere Amazon Echo?

So hätte Fribo tatsächlich vergleichbaren Smart Speakern etwas voraus, denn damit Alexa und Co. auf Zuruf reagieren können, müssen Echo und Konsorten potenziell ständig "lauschen". Statt auf Sprache setzt der Katzenroboter aus Südkorea lieber auf Geräuscherkennung und verschiedene Sensoren, etwa für Licht, Temperatur oder Raumfeuchtigkeit – und lernt dank künstlicher Intelligenz nach und nach, Deinen ganz persönlichen "Zuhause-Geräuschen" die passende virtuelle Aktion zuzuordnen.

"Fribo kann Geräusch erkennen, wie etwa den Staubsauger, wenn man die Mikrowelle oder die Waschmaschine anschaltet, das Öffnen und Schließen der Kühlschranktür, Geräusche von Haus- und Zimmertüren und weitere", schreibt Technikmagazin und Messeausrichter IEEE Spectrum zu den Fähigkeiten des Roboters.

Kleiner Roboter erzählt Deinen Freunden, was bei Dir los ist – also, irgendwie ...

Registriert Fribo ein bekanntes Geräusch, teilt er einem verbundenen Fribo, oder auch mehreren, mit, was bei Dir los ist. Und zwar gleich verbunden mit einem Anreiz zur Kontaktaufnahme. "[...] Der Roboter berichtet einem verbundenen Freund von dem Ereignis, in dem er beispielsweise sagt, 'Oh, jemand hat gerade die Kühlschranktür geöffnet. Ich frage mich, was dein Freund wohl essen wird?'", erklärt das Magazin.

Damit soll Fribo einen kleinen Anstoß zur Kommunikation zwischen verbundenen Freunden oder Verwandten liefern, was laut IEEE Spectrum zumindest in ersten kleinen Tests im privaten Umfeld der koreanischen Forscher auch bereits ziemlich gut funktioniert habe. Von einer wirklichen Marktreife ist Fribo allerdings noch weit entfernt und auch, ob der kleine Roboter außerhalb von Südkorea wirklich in den Verkauf kommen wird, ist noch völlig offen.

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