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Google will die Alterung aufhalten – mithilfe von Nacktmullen

Nacktmulle sind nicht unbedingt schön, bleiben aber lange jung.
Nacktmulle sind nicht unbedingt schön, bleiben aber lange jung. (©CC: Flickr/Zack Weinberg 2016)

Das Unternehmen Google ist hauptsächlich bekannt für seine Suchmaschine, doch der Konzern engagiert sich auch im Bereich der Biotechnologie. Die Firma Calico Labs gehört zu Google und entwickelt Methoden gegen die menschliche Alterung – mit Nacktmullen.

In den Laboren von Calico Labs werden Mäuse, Würmer und Hefe unter die Lupe genommen, um herauszufinden, wie das menschliche Leben verlängert werden kann. Auch eine Nacktmull-Kolonie wird für die Forschungszwecke genutzt.

Mit dem Nacktmull zum heiligen Gral

Laut dem Technologiemagazin  MT Technology Review hat Google zur Erforschung des menschlichen Alterungsprozess 1,5 Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Insbesondere wenn Säugetiere in die Studien einbezogen werden, sind diese in der Regel zeitintensiv und teuer. Denn um herauszufinden, wie Tiere altern, müssen sie so lange wie möglich am Leben gehalten werden. Nacktmulle können über 30 Jahre alt werden und eignen sich für die Erforschung des Alterungsprozess deswegen besonders gut. Sie haben eine deutlich höhere Lebenserwartung als andere Säugetiere, wie zum Beispiel Mäuse, und sind zusätzlich ziemlich resistent gegen Krebszellen.

Google: Ergebnisse erst in zehn Jahren

Die Wissenschaftler der Google-Firma Calico erforschen den genetischen Aufbau der Nacktmulle, um herauszufinden, wie die wenig attraktiven Tiere den Alterungsprozess austricksen. Dafür benutzen sie eine Gentechnik, die den Namen CRISPR-cas9 trägt und mit der sowohl die Gene von Fliegen, Mäusen, Fischen als auch deren Zellen manipuliert werden können. Die Wissenschaftler wollen mit einem Vergleich herausfinden, welche Gene dafür verantwortlich sind, dass die Nacktmulle langsamer altern als andere Säugetiere. Bahnbrechende News sind allerdings nicht vor Ablauf von zehn Jahren zu erwarten, wie Calicos Chief Scientific Officer, David Botstein, erklärte.

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