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Günstig & effizient: Diese Solarmodule können gedruckt werden

Gedruckte Solarmodule könnten bald auf Hausdächern verlegt werden.
Gedruckte Solarmodule könnten bald auf Hausdächern verlegt werden. (©YouTube/University of Newcastle (UON), Australia 2017)

In der Liste der erneuerbaren Energie mischt Sonnenenergie ganz vorne mit. Doch viele Menschen schrecken die Preise für Solarmodule, die aus silikonbasierten Solarzellen bestehen, ab. Das könnte sich jedoch bald ändern, denn ein australischer Forscher hat Solarmodule entwickelt, die sich kostengünstig drucken lassen.

Professor Paul Dastoor und sein Forscherteam von der University of Newcastle in Australien stehen bei der Entwicklung der druckbaren Solarmodule in der Endphase. Fünf Jahre wurden sie betriebsintern entwickelt und können nun unter entsprechenden Wetterbedingungen getestet werden, wie es in Pressemitteilung der Universität heißt.

Solarmodule auf herkömmlichen Druckern herstellbar

Um die Solarmodule herzustellen, wird elektronische Tinte auf papierdünne, klare, laminierte Bögen gedruckt. Dazu ist sogar ein herkömmlicher Drucker in der Lage. Sowohl bei der Entwicklung der elektronischen Tinte als auch des gesamten Druckprozesses wurde von dem Forscherteam Pionierarbeit geleistet. Die Solarmodule werden in erster Linie aus robustem PET hergestellt, wie es zum Beispiel für Cola-Flaschen benutzt wird. Das Material sei allerdings laut Dastoor recycelfähig, wie Mashable den Forscher zitiert.

Kostengünstiger und zuverlässiger als traditionelle Solarzellen

Die gedruckten Module haben viele Vorteile: Zum einen ist die Herstellung sehr kostengünstig. Dastoor rechnet damit, dass der Quadratmeterpreis nur mit höchstens zehn australischen Dollar, also umgerechnet knapp sieben Euro, zu Buche schlagen wird. Das geringe Gewicht der Module ermöglicht es, sie leicht zu transportieren und zu installieren. Außerdem gewährleisten die Module im Gegensatz zu traditionellen Bauarten einen konstanteren Energiefluss, selbst wenn die Lichtverhältnisse eingeschränkt sind. Das Material soll tatsächlich so sensibel auf Licht reagieren, dass es sogar aus Mondschein eine geringe Menge Energie gewinnen kann.

Dastoor hofft, dass die günstige und transportfähige Alternative zu herkömmlichen Solarzellen, den 1,2 Milliarden Menschen auf der Welt, die noch keinen Zugang zu Elektrizität haben, verfügbar gemacht werden kann.

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