Topliste

Herd kaufen: Darauf solltest Du beim Kauf achten

Bis Herd und Backofen im Heim stehen, muss einiges bedacht werden.
Bis Herd und Backofen im Heim stehen, muss einiges bedacht werden. (©Jupiterimages/iStock/Thinkstock 2017)

Wer einen Herd kaufen möchte, wird mit einer schier unermesslichen Auswahl an Geräten konfrontiert. Je nachdem, welches Kochfeld Du bevorzugst und welche Sonderfunktionen Dir wichtig sind, kannst Du das Angebot jedoch filtern und die für Dich die perfekte Herd-Backofenkombination finden.

Frei stehend oder Einbauherd?

Die erste wichtige Entscheidung muss getroffen werden, wenn es darum geht, ob Du ein frei stehendes Modell oder einen Einbauherd kaufen möchtest. Frei stehende Geräte haben den Vorteil, dass sie nicht an bestehende Maße angepasst werden müssen. Ist Dein alter Herd jedoch fest in die anderen Küchenelemente integriert, muss ein Einbauherd her. Natürlich ist beim Kauf zu beachten, dass der Nachfolger dieselben Maße hat. Planst Du eine ganze neue Küche mit Einbauherd, spielt auch die erforderliche Einbautiefe eine Rolle, damit der Herd unter die Arbeitsplatte passt.

Zusätzlich bedenkenswert: Ein Herd setzt sich zwar meist aus einem Kochfeld sowie einem Backofen zusammen, es gibt aber auch Varianten, in denen beides getrennt voneinander verbaut wird. Das Kochfeld wird in diesem Fall unabhängig vom Backofen bedient und Letzterer auch einzeln installiert. Das bietet die Möglichkeit, den Ofen auf einer höheren Ebene zu installieren. Der Vorteil: Du musst Dich nicht mehr bücken, wenn Du den Backofen nutzt.

 Ofen und Herdplatte können auch getrennt verbaut werden. fullscreen
Ofen und Herdplatte können auch getrennt verbaut werden. (©Fotosmurf03/iStock/Thinkstock 2017)

Herd kaufen: Das Kochfeld entscheidet

Gas, Induktion oder Strom – auf der Suche nach dem richtigen Kochfeld muss eine weitere grundsätzliche Frage geklärt werden: Was für ein Kochfeld soll es werden? Das Elektrokochfeld – früher aus Gusseisen, heutzutage meist ein Ceranfeld – erzeugt Wärmestrahlung durch Heizwiderstände, ist weit verbreitet, hat aber einen relativ hohen Energieverbrauch. Eine moderne Alternative dazu ist das Induktionskochfeld. Hier erzeugt induzierter Strom im Boden des Geschirrs die erforderliche Wärme. Die Technik ist zwar teurer und womöglich müssen neue Töpfe und Pfannen angeschafft werden, dafür ist der Herd sofort auf Betriebstemperatur und sich zu verbrennen, ist fast unmöglich.

Eine Alternative sind mit Gas betriebene Kochfelder, bei denen sich die Hitze schnell und nach Bedarf einstellen lässt. Allerdings ist die Reinigung nicht so einfach wie bei Cerankochfeldern. Übrigens: Im Gegensatz zu klassischen Modellen gibt es bei modernen Geräten keinen ungewollten Austritt des Gases; ein spezieller Sicherheitsverschluss macht dies möglich. Die Vorteile und Nachteile dieser drei Varianten findest Du in noch genauer in diesem Ratgeber aufbereitet.

 Ein Ceranfeld ist in vielen Küchen zu finden. Es ist jedoch nicht besonders energieeffizient. fullscreen
Ein Ceranfeld ist in vielen Küchen zu finden. Es ist jedoch nicht besonders energieeffizient. (©Pexels 2017)

Energieffizienz im Auge behalten

Natürlich ist hier auch die Anzahl der Kochzonen nicht unerheblich. Die meisten Modelle verfügen mittlerweile über zuschaltbare Bereiche, in denen selnst große Bräter oder Fischtöpfe beheizt werden können. Auch digitale Anzeigen und Timer mit Abschaltfunktion sind in fast allen Preiskategorien bewährter Standard. Für Sicherheit sorgen zudem Restwärmeanzeigen und Kindersicherungen. Außerdem spielt natürlich die Energieeffizienz des Gerätes eine Rolle, wenn Du einen Herd kaufen möchtest. Auf dem Energielabel der EU ist unter anderem festgehalten, wie viel Strom der Herd bei herkömmlichen Einstellungen verbraucht. Alle modernen Geräte sollten in die Energieeffizienzklasse A fallen.

Backofen kaufen: Mit Zusatzfunktionen?

Möchtest Du einen klassischen Herd mit integriertem Backofen kaufen, kannst Du Dich besonders beim Ofen über immer mehr automatische Funktionen und elektronische Programme freuen, die bei der Zubereitung und Reinigung der Geräte hilfreich sein sollen. Neben klassischen Heizarten wie Umluft haben sich mittlerweile die Pizza- und Intensivstufe bewährt, bei denen so beheizt wird, dass die Speisen einen extra knusprigen Boden bekommen. Einige Systeme sind sogar so weit entwickelt, dass sich in einem Ofen zeitgleich unterschiedliche Gerichte zubereiten lassen.

Perfekte Garung dank intelligenter Heizsysteme

Damit trockenes oder gar verbranntes Fleisch der Vergangenheit angehört, schalten einige Modelle die Beheizung automatisch ab, sobald das Gericht eine bestimmte Kerntemperatur erreicht hat. Dank integrierter Dampfgarer können einige Backöfen die Speisen außerdem mit einer Kombination aus Dampf und Heißluft zubereiten. Je nach Art des Gerichts wird das Dampfverhältnis automatisch reguliert und es kommt spielend zu zarten, saftigen Ergebnissen. Ein weiterer Vorteil: Das Essen vom Vortag lässt sich noch einmal besonders frisch aufbereiten. Um es dem Benutzer noch leichter zu machen, verfügen einige Systeme zudem über eine vorprogrammierte Funktion, die einer Art automatisiertem Kochbuch entspricht. Sie müssen nur noch Art und Gewicht des Gerichts angeben und der Ofen beheizt das Essen über den richtigen Zeitraum, mit der richtigen Temperatur und der richtigen Garart. Die Systeme zeigen sogar an, auf welcher Ebene des Ofens das Essen platziert werden muss.

 Moderne Öfen können einen beim Kochen durch viele Zusatzfunktionen unterstützen. fullscreen
Moderne Öfen können einen beim Kochen durch viele Zusatzfunktionen unterstützen. (©monkeybusinessimages/iStock/Thinkstock 2017)

Reinigung? Automatisch!

Vielen Hobbyköchen ist die Reinigung ihrer Küche ein ständiger Dorn im Auge – niemand mag sich mit vollem Bauch noch mit dem Putzen herumschlagen. Wer einen Backofen kaufen möchte, sollte deshalb Ausschau nach modernen Geräten mit Selbstreinigungsfunktion halten. Auf dem Markt gibt es mittlerweile Öfen, die auf Hydrolyse, Katalyse oder Pyrolyse setzen. Während die Wirksamkeit der Hydrolyse (einer Art Wasserbad) von Stiftung Warentest angezweifelt wurde, handelt es sich bei der Katalyse um präparierte Seiten - und Rückwände, die die Reinigung erleichtern. Heraus sticht allerdings die sogenannte Pyrolyse, bei der Essensreste im Ofen auf über 500 Grad erhitzt werden, zu Asche zerfallen und nur noch weggewischt werden müssen. Das kostet allerdings viel Energie.

Zusammenfassung

  • Wahl zwischen frei stehendem und eingebautem Herd
  • Möglichkeit, Herdplatten und Backofen getrennt zu verbauen
  • Gas, Induktion oder Strom haben jeweils Vor- und Nachteile
  • Energieeeffizienz berücksichtigen
  • Intelligente Heizsysteme für den Backofen im Blick behalten
  • Reinigungsfunktion ist von Vorteil

Neueste Artikel zum Thema

close
Bitte Suchbegriff eingeben