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Inszenierte Fotografie: 5 Ideen für kunstvoll gestellte Fotos

Model, Requisiten, Hintergrund: Verschiedene Bildelemente verbinden sich bei der inszenierten Fotografie zu einer künstlerischen Aussage.
Model, Requisiten, Hintergrund: Verschiedene Bildelemente verbinden sich bei der inszenierten Fotografie zu einer künstlerischen Aussage. (©Pexels 2017)

Mit Schnappschüssen fangen wir heute zu jeder Gelegenheit die Wirklichkeit ein. Genau das will die inszenierte Fotografie nicht: Sie schafft eine Art fotografisches Gemälde, bei dem der künstlerische Ausdruck im Mittelpunkt steht. Wie das geht? Mit diesen fünf Ideen, Tipps und Beispielen ganz einfach!

1. Erst die Idee, dann das Foto

Bei der inszenierten Fotografie geht es stets darum, einen Gedanken durch die gezielte Zusammenstellung eines Motivs fotografisch auszudrücken. Dieser Gedanke muss daher am Anfang Deines inszenierten Fotos stehen. Dabei kann es sich um eine emotionale Erfahrung handeln, um eine politische Meinung oder einen gesellschaftlichen Kommentar – lass Deiner Fantasie freien Lauf! Mache Dir dann Gedanken um die Umsetzung als Foto: Gibt es einen Gegenstand, der als Symbol für einen Kerngedanken Deiner Idee stehen kann? Einen Ort, den man damit verbindet? Oder eine ausdrucksstarke Pose? Plane Dein Foto um diese Grundidee herum.

2. Bildkomposition

Die Bildkomposition ist gewissermaßen das Herzstück der inszenierten Fotografie und die beste Möglichkeit, einen persönlichen Stil als Foto-Künstler zu entwickeln. Wie Du welche Objekte, Personen und Requisiten auf dem Foto platzierst, hat einen großen Einfluss auf die Aussagekraft Deines Bildes. Ein Beispiel ist etwa, ein Model oder ein Objekt vor einem minimalistischen Hintergrund abzulichten und dadurch die ganze Aufmerksamkeit des Betrachters darauf zu lenken oder zwei scheinbar gegensätzliche Dinge in einen überraschenden Zusammenhang zu bringen.

3. Hintergrund

Ein neutraler weißer Hintergrund ist häufig die naheliegendste Möglichkeit, symbolträchtige Gegenstände in den Mittelpunkt der Inszenierung zu rücken. Gerade wenn Du erst Deine ersten Schritte als Fotografie-Künstler machst, wirst Du aber wahrscheinlich nicht über professionelle Studioausrüstung verfügen und keine perfekt ausgeleuchtete weiße Wand zur Verfügung haben. Du kannst zwar mit Hausmitteln durchaus einen weißen Hintergrund schaffen, allerdings sieht er dann leicht billig aus und lenkt vom eigentlichen Motiv ab. Besser, Du suchst Dir gleich einen ansprechenden Hintergrund mit eigener Aussage für Dein Foto – zum Beispiel ein altes Gebäude, ein Graffiti oder die freie Natur. In natürlichem Licht bekommen Deine Fotos außerdem viel leichter eine schöne Atmosphäre.

4. Es geht auch ohne Model

Es mag nahe liegen, bei inszenierter Fotografie vor allem menschliche Motive in den Mittelpunkt des Geschehens zu stellen – schließlich geben uns Menschen auf Fotos einen sofortigen Bezugspunkt, mit dem wir uns identifizieren können und der uns emotional anspricht. Gerade als Anfänger kann es aber schwer sein, Modelle für Deine fotografischen Experimente zu gewinnen. Auch mit Aufnahmen von Plätzen oder Gegenständen kannst Du aber künstlerisch wertvolle Ergebnisse erzielen. Eine fotografische Inszenierung von Einsamkeit etwa muss nicht unbedingt eine einsame Person direkt darstellen. Sie kann auch von einem Gegenstand (zum Beispiel ein Kuscheltier) an einem trostlosen Ort als Stillleben vermittelt werden.

5. Technik? Zweitrangig, aber nicht unwichtig

Die Qualität einer inszenierten Fotografie steht und fällt nicht unbedingt damit, ob du eine hochwertige Fotografieausrüstung zur Verfügung hast – das ist bei Landschaftsaufnahmen und Porträtfotos oft anders. Tatsächlich steht viel eher im Vordergrund, wie gut die zugrunde liegende Idee Deines Fotos ist und wie stimmig sie umgesetzt wurde. Trotzdem hilft es natürlich ungemein, wenn Du Dich zum Beispiel mit den Einstellungen Deiner Kamera auskennst und weißt, mit welchen Tricks Du welche Effekte erzielen kannst – etwa durch Verstellen der Belichtungsdauer oder den gezielten Einsatz von Tiefenschärfe. Außerdem solltest Du ein Gespür für gute und passende Ausleuchtung Deiner Fotos entwickeln und eventuell in gutes Kunstlicht (vor allem für Innenaufnahmen) investieren.

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