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Japan recycelt alte Smartphones für Olympia-Medaillen 2020

Dieses Beispiel zeigt: Ausgemusterte Smartphones sind durchaus noch zu gebrauchen.
Dieses Beispiel zeigt: Ausgemusterte Smartphones sind durchaus noch zu gebrauchen. (©picture alliance / dpa 2017)

Ungewöhnliche Recycling-Kampagne: Japan will alte und kaputte Smartphones in Olympia-Medaillen verwandeln. 2020 finden die Spiele in Tokyo statt – und die Regierung will Kosten sparen.

So sieht eine vorbildliche ökologische Nutzung aus! Die japanische Regierung ruft die Bevölkerung jetzt auf, ausgediente Smartphones "zu spenden". Am Donnerstag startete der technologieverrückte Inselstaat eine Nachhaltigkeitskampagne – mit dem Ziel, die Mobilgeräte für Olympia-Medaillen für die Spiele 2020 in Tokyo wiederzuverwerten. Das meldet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters.

Kosten für Olympische Spiele sind zu hoch

Ganz uneigennützig, also nur um etwa die Umwelt zu schonen, ist die Unternehmung aber nicht: An dieser Stelle – und an weiteren – sollen Kosten gespart werden. Das Budget für die Olympischen Spiele stieg zwischenzeitlich auf 26,5 Milliarden Dollar an. Viel zu viel. Die Organisatoren haben dem Bericht zufolge die Summe auf 16,8 Milliarden Dollar reduziert – und die Smartphones sollen dabei helfen, die finanzielle Neuplanung einzuhalten.

Acht Tonnen Metall aus Recycling

Das Olympische Komitee in Tokyo will nun rund acht Tonnen Metall von defekten oder nicht mehr benutzten Smartphones sammeln. Aus weiteren elektronischen Teilen der Geräte sollen Gold, Silber und Bronze gewonnen werden. Insgesamt könnten so 5000 Olympia-Medaillen für die Hauptspiele und die Paralympics hergestellt werden.

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