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Keine TV-Pannen mehr: Alexa soll bald Stimmen unterscheiden

Amazons Echo-Lautsprecher und die virtuelle Assistentin Alexa sollen demnächst verschiedene Nutzer an der Stimme erkennen können.
Amazons Echo-Lautsprecher und die virtuelle Assistentin Alexa sollen demnächst verschiedene Nutzer an der Stimme erkennen können. (©Amazon 2016)

Amazon Alexa soll demnächst als erste virtuelle Assistentin verschiedene Stimmen auseinanderhalten können. Versehentliche Aktivierungen über Fernsehen oder Radio könnten damit der Vergangenheit angehören.

Zuletzt machten vermeintlich smarte virtuelle Assistenten wie Amazon Alexa und Google Home immer wieder Schlagzeilen mit kuriosen Fehlfunktionen: Beim Super Bowl aktivierte eine Google-Werbung aus dem Fernsehen heraus den Lautsprecher in zahlreichen Haushalten. Einige Monate zuvor brachte ein Nachrichtensprecher in den USA Amazons Gerät dazu, reihenweise Puppenhäuser zu bestellen. Zumindest Amazon scheint jetzt an einer Lösung für das kuriose Problem zu arbeiten.

Amazon Alexa soll verschiedene Nutzer per Stimmprofil erkennen

In Zukunft soll Alexa in der Lage sein, mehrere verschiedene Stimmen auseinanderzuhalten. Die Assistentin soll dann auf bestimmte Personen eingestellt werden können und nur auf diese hören. Das berichtet das Time Magazine unter Berufung auf interne Quellen. Die Identifikation ermöglichen Stimmprofile, mit denen das Gadget die Sprachbefehle abgleicht. Bestimmte Befehle werden dann nur von entsprechend befugten Personen angenommen. Bisher kann diese Unterscheidung nur über die Eingabe einer PIN getroffen werden. Alexa wäre die erste virtuelle Assistentin mit dieser Fähigkeit.

Privatsphäre in Gefahr?

In der Entwicklung befindet sich die Funktion, die intern als "Voice ID" bezeichnet wird, offenbar bereits seit Sommer 2015. Obwohl die Technik bereits fertig ist, gibt es über die Markteinführung noch keine konkreten Angaben. Vor allem rechtliche Bedenken könnten dem Feature laut The Verge noch im Wege stehen – schließlich bietet die Identifikation von Personen über eine Spracherkennung bei einem ständig lauschenden Gadget nicht nur Vorteile, sondern auch jede Menge Möglichkeiten zum Missbrauch und zur Einschränkung der Privatsphäre.

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