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Können wir in Europa bald per Facebook Messenger bezahlen?

Klick, klick, bezahlt! Facebook Messenger Pay macht's möglich.
Klick, klick, bezahlt! Facebook Messenger Pay macht's möglich. (©Getty Images/iStockphoto 2016)

Beim Chat auf dem Smartphone mal eben die Kosten für das gemeinsame Abendessen aufsplitten? Das soll mit dem "friend-to-friend"-Bezahlsystems von Facebook möglich werden. In Amerika wurde Facebook Messenger Pay bereits eingeführt – und auch in Europa könnte der Service uns bald zur Verfügung stehen.

Schon seit März dieses Jahres können sich die amerikanischen Nutzer von Facebook Messenger Pay untereinander Geld senden. In Europa ist das bisher noch nicht möglich gewesen. Das scheint sich nun zu ändern. Ganz ohne großes Tamtam hat Facebook jetzt auch eine e-money-Lizenz bei der Central Bank of Ireland erworben. Seit Irland der EU beigetreten ist, darf Facebook eine dort erworbene Lizenz für alle EU-Staaten nutzen.

Was kann Facebook Messenger Pay?

In den USA können Facebook-Nutzer über den Messenger bereits Geld versenden und so beim Chatten mit ihren Freunden zum Beispiel Schulden untereinander begleichen oder das Geld für eine Kinokarte vorstrecken. Warum das in Europa bisher noch nicht möglich gemacht wurde, ist nicht ganz klar. Über die Ausgestaltung des Bezahlsystems lässt sich ebenfalls nur spekulieren. So könnte Facebook Messenger Pay jeweils landesweit ausgerollt werden, sodass den Service nur Nutzer im gleichen Land mit der gleichen Währung nutzen könnten. Die andere Möglichkeit ist, das Bezahlsystem europaweit, unabhängig vom Land oder der Währung, einzuführen.

Auch Unternehmen sollen über Facebook Messenger Pay demnächst mit ihren Kunden in den Dialog treten können. Zu den neu entwickelten Funktionen gehört daher auch ein "Kaufen"-Button, der bisher aber nur amerikanischen Usern in einer Beta-Version zur Verfügung steht.

Wie funktioniert das Bezahlsystem?

Um den Service einzurichten, wurde der frühere PayPal-Chef David Marcus von Facebook abgeworben, um einen Bezahldienst nach dem Vorbild der eBay-Tochter aufzubauen. Facebook-Freunde müssen für die Nutzung des Dienstes lediglich ihre Kreditkartendaten beim Social-Media-Netzwerk hinterlegen. Das Verfahren kommt mit nur wenigen Klicks aus, wobei nur beim ersten Bezahlvorgang noch die Kreditkarte hinzugefügt werden muss. Sie kann danach mit einem PIN-Code oder – auf Apple-Geräten – mithilfe des Fingerabdrucksensors geschützt werden. Allerdings kann es mehrere Tage dauern, bis die Bank des Nutzers die Zahlung tatsächlich durchführt.

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