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Kompostierbare Sensoren messen die Frische von Lebensmitteln

Biologisch abbaubare Sensoren, die erkennen, ob die angebotenen Lebensmittel auch wirklich frisch sind? Was nach einem coolen Gadget aus dem nächsten Science-Fiction-Blockbuster klingt, ist Realität. Und wer hat's erfunden? 

Wissenschaftler der ETH Zürich in der Schweiz haben es sich zur Aufgabe gemacht, Sensoren zu entwickeln, die ultradünn, biologisch abbaubar und für den menschlichen Körper unschädlich sind und darüber hinaus erkennen, wie frisch Lebensmittel im Handel sind. Doch es ist mehr als nur reine Theorie – die Sensoren gibt es inzwischen wirklich.

Sensoren sind dünner als ein Haar

Gerade einmal 16 Mikrometer dünn sind die Frische-Sensoren, die die ETH Zürich entwickelt hat. Zum Vergleich: Ein menschliches Haar misst 100 Mikrometer! Darüber hinaus sind die kleinen Messgeräte überaus flexibel und können problemlos zerknittert werden, ohne dabei zu zerbrechen. Die Sensoren selbst bestehen aus Magnesium, Siliciumoxid und Nitrid, geschützt werden sie durch eine kompostierbare Polymerschicht, die für den menschlichen Körper unschädlich ist.

Die Forschung wird mit der Zeit günstiger

In einem Bericht der ETH Zürich äußerte sich Giovanni Salvatore, Leiter der Forschungsgruppe, über den bisherigen Forschungsprozess. Dieser war sehr zeitaufwendig und vor allem kostspielig. Doch mit der Weiterentwicklung der Technik werden auch Forschungsprojekte günstiger und Ziele können schneller erreicht werden. "Wenn der Preis von Biosensoren erst einmal tief genug gefallen ist, können sie virtuell überall genutzt werden." Sie könnten eine Verbindung zwischen der physischen und der digitalen Welt werden.

Sensoren gehören bald zum Alltag

Die Prognose von Salvatore: In fünf bis zehn Jahren werden Sensoren, wie sie an der ETH Zürich entwickelt wurden, zu unserem Alltag gehören – je nachdem wie groß das Interesse der Industrie ist. Dann, so glaubt der Wissenschaftler, dürfte auch die Technologie inzwischen so weit sein, dass die Batterie, der Prozessor sowie die Transmitter in den Sensoren integriert ist. Bisher sind das noch externe Geräte.

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