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Mini-Sensor könnte Energieverbrauch von Wearables senken

Klein, aber oho: Die UC San Diego hat einen Mini-Sensor erfunden, der kaum Energie benötigt.
Klein, aber oho: Die UC San Diego hat einen Mini-Sensor erfunden, der kaum Energie benötigt. (©David Baillot/Jacobs School of Engineering 2017)

Die Größe ist nicht immer entscheidend? In diesem Fall schon! Die UC San Diego hat einen so kleinen Temperatur-Sensor für Wearables entwickelt, dass er zum einen kaum sichtbar ist und zum anderen den Markt revolutionieren könnte.

Denn der Vorteil des kleinen Mini-Sensors ist nicht nur seine Größe, sondern auch die Leistung. Der Mini-Chip läuft nämlich mit nur 113 Picowatt. Falls Du genauso wenig mit dieser Größenordnung anfangen kannst wie wir: Diese Leistung ist 628-mal geringer, als die Energie die herkömmliche Temperatur-Sensoren benötigen, und 100 Milliarden weniger, als ein Watt. Die Abmessungen sind gerade einmal 0,15 mal 0,15 Millimetern – der Chip passt also gerade so auf eine Bleistiftspitze.

Kleines Powerpaket

Abseits dieser technischen Fakten bedeutet das, dass der Temperatur-Sensor dafür sorgen könnte, dass Wearables um einiges länger laufen und nicht schon nach rund einer Woche neuen Strom fordern könnten . "Unsere Vision ist es Wearables zu machen, die so unauffällig und unsichtbar sind, dass User gar nicht merken, dass sie ein Wearable tragen", erklärt Patrick Mercier, Professor an der UC San Diego, in der offiziellen Pressemitteilung.

Sensor ist noch nicht marktreif

Bis der Sensor allerdings auf den Markt kommt, dürfte es noch einige Zeit dauern. Aktuell ist der kleine Chip noch zu langsam, um in Wearables eingebaut werden zu können. Wie auf der Universitätsseite zu lesen ist, kann der Mini-Sensor bislang nur eine Messung pro Sekunde durchführen. Für den medizinischen Bereich oder Bereiche, in denen es keine allzu starken Temperaturschwankungen in kürzester Zeit gibt, ist das durchaus schnell genug. Doch die Ingenieure setzen alles daran, um den Mini-Sensor schnellstmöglich in bestehende oder auch künftige Wearables integrieren zu können.

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