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Neue Studie zeigt: Frühaufsteher ernähren sich gesünder

Frühaufsteher ernähren sich nicht nur gesünder, sondern bewegen sich auch mehr und schlafen besser.
Frühaufsteher ernähren sich nicht nur gesünder, sondern bewegen sich auch mehr und schlafen besser. (©udra/Thinkstock 2017)

So verlockend langes Ausschlafen auch sein mag, in Bezug auf eine gesunde Ernährung sind Frühaufsteher klar im Vorteil. Das belegt eine aktuelle Studie.

In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler des National Institute for Health and Welfare in Helsinki gerade nachgewiesen, dass Frühaufsteher sich offenbar tatsächlich gesünder ernähren als Langschläfer. "Frühaufsteher könnten im Kampf gegen Übergewicht einen echten Vorteil gegenüber Nachteulen haben, weil sie sich instinktiv dazu entschließen, gesündere Lebensmittel früher am Tag zu sich zu nehmen", erklärt Dr. Courtney Peterson von The Obesity Society (TOS) die Ergebnisse der Studie.

Weniger Proteine, mehr Zucker

Eines der hervorstechendsten Ergebnisse der finnischen Studie: Langschläfer nehmen über den gesamten Tag hinweg deutlich weniger Proteine zu sich, greifen dafür aber schon morgens stärker bei zuckerhaltigen Lebensmitteln zu als ihre früh aufstehenden Zeitgenossen. Erschwerend käme noch eine gesteigerte Aufnahme von Zucker und Fett am Abend hinzu. Besonders gravierend sei der Unterschied am Wochenende, wo Langschläfer noch öfter und zu unregelmäßigeren Uhrzeiten essen würden, so die Studie.

Doch bei der Ernährung war noch lange nicht Schluss. So fanden die Wissenschaftler auch heraus, dass die befragten Langschläfer insgesamt schlechtere Schlafgewohnheiten hatten und sich deutlich weniger bewegten als die interviewten Frühaufsteher.

Höheres Risiko für Übergewicht, Diabetes und Herzerkrankungen

Die Schlussfolgerung der Wissenschaftler: Die ungesunden Ernährungsgewohnheiten von Langschläfern würden diese einem stark erhöhten Risiko aussetzen, zukünftig an Fettleibigkeit und Stoffwechselerkrankungen zu leiden. Im Umkehrschluss bedeutet das aber auch: Morgenmenschen leben insgesamt tatsächlich automatisch gesünder. "Die Essgewohnheiten von Menschen mit ihrem Biorhythmus in Verbindung zu setzen, gibt uns einen neuen Blickwinkel [auf die Frage], warum bestimmte Menschen eine größere Wahrscheinlichkeit haben, ungesunde Ernährungsentscheidungen zu treffen", so Studienleiter Mirkka Maukonen.

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