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Pilot: Virtueller Echtzeit-Übersetzer geht in Produktion

Der Übersetzer sitzt künftig direkt im Ohr: Pilot wurde erfolgreich via Indiegogo finanziert.
Der Übersetzer sitzt künftig direkt im Ohr: Pilot wurde erfolgreich via Indiegogo finanziert. (©Waverly Labs 2016)

Müssen wir bald keine Fremdsprache mehr lernen? Das spannende Projekt namens Pilot, ein Echtzeit-Übersetzer, hat auf der Crowfunding-Plattform Indiegogo die Vier-Millionen-Marke genackt! Die Finanzierung ist damit gesichert, Vorbestellungen werden schon bald angenommen.

Man kennt ihn aus den Nachrichten oder von Sportübertragungen: Ein Dolmetscher im Ohr des Moderators oder Reporters übersetzt mit etwas Verzögerung das Gesagte. Diese Berufsgattung oder das Erlernen von Fremdsprachen als solches könnte jedoch schon bald überflüssig sein. Denn der Echtzeit-Übersetzer Pilot des 2014 gegründeten Unternehmens Creative Labs geht tatsächlich in die Produktion, wie die Firma nun mitteilte.

Pilot: Virtueller Dolmetscher für 199 Dollar

Das dafür nötige Geld wurde auf Indigogo gesammelt, vier Millionen waren für den Startschuss nötig. Diese Summe haben die Macher nun zusammen. Bereits in zwei Wochen soll es auf der Webseite von Creative Labs möglich sein, den Echtzeit-Übersetzer vorzubestellen – aktuell noch mit einem Preisnachlass für insgesamt 199 US-Dollar, umgerechnet rund 190 Euro. Der spätere Preis wird bei 299 Dollar liegen. Die ersten Auslieferungen dürften in einigen Monaten erfolgen.

 Pilot funktioniert über eine App und Kopfhörer im Ohr. fullscreen
Pilot funktioniert über eine App und Kopfhörer im Ohr. (©Waverly Labs 2016)

Nie wieder Sprachbarrieren

Der virtuelle Dolmetscher klingt zunächst vielleicht nach Science-Fiction, doch die Funktionsweise ist eigentlich recht simpel. Eine Smartphone-App, die laut eigenem Bekunden auf neueste Technologien zurückgreift, übersetzt automatisch etwa während eines Telefonats die Sprache bzw. das Gesagte, das ins Handy gesprochen wird. Über In-Ear-Kopfhörer kommt die Übersetzung beim Empfänger an. Los geht's zunächst mit Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und natürlich Englisch. Ob weitere Sprachen wie Deutsch geplant sind, ist noch unklar, dürfte aber wahrscheinlich vom Erfolg von Pilot abhängig sein.

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