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Pinterests neues Lens-Feature ist ein Shazam für Gegenstände

Pinterest Lens analysiert Fotos und macht ihre Bestandteile suchbar.
Pinterest Lens analysiert Fotos und macht ihre Bestandteile suchbar. (©Youtube/Pinterest 2017)

Das soziale Netzwerk Pinterest wird zur visuellen Suchmaschine: Mit dem neuen Lens-Feature können Nutzer nun Gegenstände fotografieren und sich ähnliche Objekte anzeigen lassen – oder gleich herausfinden, wo sie sie kaufen können.

"Wie ein Schaufenster" soll die Welt für Pinterest-Nutzer künftig werden – das verspricht das Unternehmen in einem Blogeintrag zu seinem neuen Lens-Feature. Wer jemals ein außergewöhnliches Kleidungsstück oder ein interessantes Objekt beim Spazierengehen erspäht hat, aber später zu Hause nicht in der Lage war, es für Google in Worte zu fassen, wird es damit deutlich leichter haben.

Pinterest Lens: Visuelle Bildersuche

Vergleichbar ist das Ganze mit dem Musikdienst Shazam: Der erspart es uns, die Suchmaschine mit Wortketten á la "daaa da da da daaa song" zu füttern, um ein eben gehörtes Lied zu identifizieren. Stattdessen hört er einfach kurz zu. Pinterest Lens genügt ein Foto des Objekts der Begierde, das Du mit Deiner Smartphone-Kamera schießt. Das Feature zerlegt das Bild daraufhin in seine Einzelteile und zeigt alles an, was es darauf erkennt – bei einer Abbildung eines Menschen also zum Beispiel seine einzelnen Kleidungsstücke. Tippe auf eines der identifizierten Details und Pinterest sucht aus seinem Bilderfundus ähnliche Objekte und Produkte heraus.

Inspirierendes Werkzeug

Auch für Kreative aller Sparten ist das Feature interessant. Wer es etwa auf eine Frucht oder ein Gemüse richtet, soll automatisch Rezeptideen angezeigt bekommen. Fotos von Möbeln oder Kunstwerken können zu inspirierenden Designideen und Einrichtungstipps führen. Mit der Zeit soll Lens dazulernen und sich bei der Auswahl der Suchergebnisse an Deinen Präferenzen orientieren. Die neuartige Bildersuche soll in den kommenden Wochen für Android und iOs veröffentlicht werden – zunächst allerdings nur in den USA. Eine Beta-Version für iOS-Geräte ist laut dem Magazin TechCrunch bereits jetzt erhältlich.

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